1 Monat Regional
Und da dachten wir, dass unser Bio-Experiment schon etwas besonderes wäre – dabei kann man darüber in Österreich nur schmunzeln. Denn auf biorama.at geht Michael Huber der Frage nach, ob lokal das bessere Bio ist. Sein Ziel: sich einen Monat aus einem Umkreis von ca. 150 km so regional wie möglich zu ernähren. Er betont in Biorama-Blog, dass er NICHT aussteigen, und NICHT zum kompletten Selbstversorger werden wollte, sondern bei seiner regionalen Ernährung weiterhin normaler Großstadtbewohner bleiben (Huber kommt aus Wien). Das Experiment hat im großen und ganzen gut geklappt, auch wenn es mitunter einige Probleme gab (gerade beim Besuch im Lokal und beim Einkauf von Käse).
“Meine erste Bilanz: Regional/Saisonal schmeckt frischer, herzhafter als die Kost, die ich sonst gewohnt war. DIe vielen Wiesen-Kräuter und Frischgemüse versetzen mich mit ihren Gerüchen und Geschmäckern in eine wunderbare Stimmung, wecken Kindheitserinnerungen. Dass Wiesenkräuter und Kräutertees manchmal ein wenig bitter sind, stört gar nicht – erstaunlich ist vielmehr, wie stark der Bitter-Geschmack aus der regulären Küche verschwunden ist.”
Der Lokal-Monat ist zwar bereits um, aber das Blog geht weiter – denn jetzt geht es Michael Huber darum zu zeigen, dass regionaler Konsum nicht zwangsläufig teurer sein muss (das Experiment hatte wohl ein größeres Loch in die Haushaltskasse gerissen, als ursprünglich angenommen). “Es bleibt also gar nichts anderes übrig, als weiter zu bloggen und diese Fragen im Alltag etwas näher an eine Lösung zu bringen.”
In diesem Sinne – Reinlesen!
