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Biofleisch

28. Mai 2007 von Moritz Thiele  
Abgelegt unter Genuss

Fleisch ist nicht mehr gleich Fleisch, unsere Einstellung hat sich geändert. Und das nicht erst seit BSE, Maul- und Klauenseuche, und Co. Der Trend geht zu Bioprodukten jeglicher Art. Doch vor allem bei Fleisch bedeutet Bio meist schnell eine erhebliche Preissteigerung. Darum ist die Massentierhaltung auch noch lange nicht passé, der Kunde greift nun mal meist lieber zur handelsüblichen Wurst, als tiefer in die Tasche. Doch Qualität hat eben bekanntlich ihren Preis und wer einmal in den Genuss eines Bioschnitzels gekommen ist, wird bestätigen, dass ein paar Euro mehr absolut berechtigt sind. Biofleisch ist deutlich aromatischer, da es weniger Wasser enthält und die Mast länger dauert, was den Anteil an intramuskulärem Fett steigert. Dies fördert die Ausbreitung der Aromastoffe erheblich und macht das Fleisch saftiger und zarter.

Neben dem Geschmack sollte auch die eigene Gesundheit eine Rolle beim Fleischkauf spielen. Denn in Biofleisch sind absolut keine Antibiotikaspuren zu finden. Bei manchen Menschen hat das in vielen Fleischsorten enthaltene Antibiotikum schon zur Resistenz geführt. Im Falle einer bakteriellen Erkrankung, kann dies lebensbedrohliche Folgen haben. Doch es geht ja bei der Entscheidung für Biofleisch in erster Linie um eine bewusste Entscheidung für den Tierschutz und gegen die Massentierhaltung.

Immer wieder hört man von artgerechter Tierhaltung. Dies bedeutet nicht, dass Kühe den lieben langen Tag wiederkäuend auf der Weide stehen müssen um glücklich zu sein. Artgerechte Haltung bedeutet ausreichend Platz in den Ställen, regelmäßige Belüftung, und genügend Helligkeit. Sowie Frischfutter und häufiger Auslauf. Und sogar der Weg zum Schlachter ist nur dann ökologisch, wenn er höchstens vier Stunden dauert. Es geht darum die Tiere ein lebenswertes Leben führen zu lassen, auch wenn dies nichts daran ändert, dass sie am Ende auf unseren Tellern landen.

Dort sieht es farblich manchmal ein wenig anders aus, als das uns bekannte Fleisch, beispielsweise ist das Fett bei Bio-Rindfleisch gelblich. Dies bestätigt jedoch lediglich, dass das Rind auf der Weide gehalten wurde und Carotin zu sich nahm. Vor gar nicht allzu langer Zeit, musste der, der gewillt war Fleisch aus ökologischer Viehzucht zu erstehen, manchmal weite Wege auf sich nehmen, um zum nächsten Biobauern zu gelangen. Heutzutage jedoch findet man in nahezu jedem Supermarkt eine Bioabteilung, in welcher die Produkte mit dem staatlichen Biogütesiegel ausgezeichnet sind.

Und je nachdem wie viele Köpfe in Zukunft umdenken, könnte der Kauf von Biofleisch schon bald zum allgemeinen Standard werden. Ihnen selbst und den Tieren zu Liebe!

Dies ist ein Gastbeitrag von Moritz Thiele (optikur.de)

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Kommentare

2 Kommentare zu “Biofleisch”
  1. micha sagt:

    Ich hab sogar schon von einem Bauern gehört, der auf den Weg zum Schlachter immer noch ne zweite Kuh mitnimmt, um die erste nicht so zu stressen. Wenn die erste dann abgeladen wird, um sie zu schlachten, nimmt er die zweite wieder mit nach Hause. Soll sich – laut eines Bekannten – massiv auf den Geschmack auswirken.

  2. Manuel sagt:

    *lol*

    Das ist doch mal ein guter Tipp ;-)

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