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17. May 2012 | Nachrichten Feed

Die virtuelle Lebensmittelampel von Foodwatch

16. Oktober 2009 von Manuel  
Abgelegt unter Genuss

Die LebensmittelampelDie Lebensmittelampel wird in Deutschland ja stark bekämpft. Während die Organisation Foodwatch sich für eine flächendeckende Ampelkennzeichnung stark macht, halten die Verbände der Lebensmittelindustrie kräftig dagegen. Verzerren würde eine Ampelkennzeichnung, statt aufzuklären. Lediglich der TK-Hersteller Frosta hat vorgelegt und seit August freiwillig einige seiner Produkte mit der Ampel gekennzeichnet. Die neue deutsche “Biene-Maja”-Regierungskoalition will natürlich auch von einer verpflichtenden Kennzeichnung nichts wissen. Also Ampel adé?

Jetzt kommt aber eine neue Aktion von Foodwatch zu einem erstaunlichen Ergebnis. Die Berliner NGO hat in einem Test 24 Fertigprodukte aus dem Tiefkühlregal virtuell mit der Lebensmittelampel gekennzeichnet. Und siehe da -die Horrorvision von tiefroten Ampeln überall in der Gefriertruhe scheinen doch nicht so real zu sein, wie bislang immer alle dachten. Richtig ist, Fertigprodukte aus dem Tiefkühlregal enthalten häufig viel Salz oder Fett. Aber gleichzeitig gibt es auch viele Tiefkühlprodukte mit einem ausgewogenen Nährwertgehalt, so Foodwatch. Unter die Lupe genommen wurden Produkte von Iglo, Frosta, Apetito, Eismann, Eskimo, Copak und Dr. Oetker. Die komplette Übersicht sieht man hier.  Nicht nur die gekennzeichneten Frosta-Mahlzeiten schneiden überwiegend gut ab, “auch andere Anbieter müssten die Ampel nicht fürchten – etliche Tiefkühlprodukte im Test bekamen ausschließlich grüne und gelbe Punkte“, so das Fazit von Foodwatch.

Ein sehr aufschlußreiches Experiment, was die Vermutung bestätigt, dass Tiefkühlkost teilweise doch besser als sein Ruf ist. Dass sich die Industrie weiterhin gegen die Ampel sträubt ist angesichts derartiger Ergebnisse um so mehr zu bedauern. Natürlich liegt die Vermutung nahe, dass es einige Produkte gibt, die bei einer Ampelkennzeichnung durchaus sehr schlecht abschneiden und damit die hehren Werbebotschaften von angeblich gesunden Produkten beschädigen würden… Aber die Produzenten können beruhigt aufatmen, da eine Verpflichtung zur Ampelkennzeichnung wohl in der nächsten Zeit nicht bevorsteht. Werden wir Verbraucher also weiterhin die verwirrenden Eigendeklarationen der Hersteller auf der Packungsrückseite studieren müssen :-)

Bildnachweis: Illustration (c) Foodwatch.de

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Kommentare

Ein Kommentar zu “Die virtuelle Lebensmittelampel von Foodwatch”
  1. Mausflaus sagt:

    naja, dass Tiefkühlspinat und -blumenkohl grün bekommen ist jetzt keine Sensation :-) und grad die ganzen Gemüsemischungen sind ja pures, frisches Gemüse, perfekt für die Ernährung.

    Lustig finde ich ja, dass Fischstäbchen besser abschneiden als Bami Goreng…

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