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Interview mit den Passauer Müslimachern

8. Mai 2007 von Manuel  
Abgelegt unter Genuss

Wie bereits berichtet, sorgt das neue Internet-StartUp mymuesli.de für frischen Wind auf dem Frühstückstisch. Seit einer Woche kann der Internetkunde sein ganz individuelles Müsli aus 75 Zutaten zusammenstellen. Wenn man sich die Verlinkungen und Berichte über Technorati ansieht, kommt die Idee bislang gut an. Grund genug, ein wenig mit einem der Gründer, genauer mit Max Wittrock, über mymuesli.de zu plaudern…

artikel-148vitalgenuss: Herzlichen Glückwunsch zum gelungenen Start! Die erste Woche Müslimix liegt hinter euch – war sie auch erfolgreich für euch?

Max Wittrock: Schon vom ersten Tag an haben wir Müsli verkauft, das war toll. Spannend wird aber sein, ob wir auch in drei Monaten noch Müsli verkaufen – und auch irgendwann davon leben können.

vitalgenuss: Was war die absurdeste/lustigste Bestellung, die ihr bisher erhalten habt?

Max Wittrock: Die Namen, die einige ihren Müslis geben, sind oft ziemlich abgefahren. Mein persönlicher Favorit bisher ist das “Todesmüsli“.

vitalgenuss: Wie ist eigentlich die Aufteilung bei mymuesli.de? Wer macht was?

Max Wittrock: In der Theorie kümmert Hubs sich um die Technik, Philipp macht hauptsächlich die Finanzen und ich, Max, kümmere mich zum Beispiel um das Blog, Texte, beantworte Mails usw. Aber tatsächlich ist es so, wie sich das für ein Startup gehört: Alle machen alles, auch gemixt werden die Müslis von uns dreien.

vitalgenuss: Ihr habt ja eine längere Vorlaufzeit gebraucht, um alle Voraussetzungen zum Müsliverkauf zu bekommen, Händler zu finden etc. Wie wurde eure Idee im konventionellen Handel angenommen, was haben z.B. die Leute auf der Biofach zu eurer Idee gesagt?

Max Wittrock: Wir haben immer nur gesagt, dass wir biologisches Müslis herstellen wollen. Das ist ja auf der Biofach etwa wirklich nichts außergewöhnliches. Nach unserem Vertriebskonzept zum Beispiel hat aber nie jemand gefragt :-)

vitalgenuss: der Müsli-Konfigurator läuft ja schon recht rund – was für eine Technik steckt eigentlich hinter der Website? Alles eigene Produktion – oder konntet ihr auf einem vorhandenen System aufbauen?

Max Wittrock: Hubs hat alles selbst in PHP, XML und Ajax programmiert. Vorlagen gab es keine.

artikel-148-2vitalgenuss: Ich persönlich finde die Müsliverpackung ja sehr steril – wird es da noch was geben? Geschenkverpackungen oder “limited Editions”?

Max Wittrock: Klar, diesbezüglich haben wir noch viele Ideen, die wir nach und nach umsetzen wollen. Aber uns gefällt auch die schlichte Dose sehr gut…

Frage: Ihr behauptet ja, nur Bioware zu verwenden. Wie kann ich als Kunde das eigentlich nachprüfen? Werdet Ihr euch zertifizieren lassen?

Max Wittrock: Wir verwenden nur biologische Zutaten. Das Zertifizierungsverfahren läuft. Die Kontrollverträge sind schon unterschrieben.

vitalgenuss: Wer stellt eigentlich eure Bio-Gummibärchen her?

Max Wittrock: Ein bewährter Bio-Betrieb aus Deutschland ;-)

vitalgenuss: Mit welchen Features können die Müslikunden in der nächsten Zeit noch rechnen?

Max Wittrock: In nächster Zeit zum Beispiel mit Geschenkgutscheinen, neue Zutaten (etwa Hanfnüsse), Saisonspecials, Versand auch außerhalb Deutschlands… mehr verraten wir noch nicht.

vitalgenuss: mymuesli.de bietet ja ein Widget für Blogger an – Plant ihr in der Richtung noch mehr, eventuell auch eine “Affiliate-Provision” oder ähnliches?

Max Wittrock: Warum nicht, unser Feind ist letztendlich nur immer die Zeit, die wir für die Umsetzung brauchen. Denn leider können wir auf Dauer nicht jede Idee realisieren.

vitalgenuss: Die Blogosphäre habt ihr sehr schnell für euch gewinnen können. Wie siehts mit dem ganz normalen Konsumenten aus – wie wollt ihr diesen von mymuesli überzeugen?

Max Wittrock: Mundpropaganda spielt da sicherlich eine große Rolle, große Werbekampagnen haben wir derzeit nicht geplant. Aber gute (und leckere) Produkte sprechen sich ja glücklicherweise schnell herum.

vitalgenuss: Ein Meckerpunkt für viele Müsli-Interessierte ist wohl euer recht hohe Preis. Wird sich da noch etwas ändern, z.B. durch bessere Verträge mit euren Herstellern, wenn die Abnahmen höher sind?

Max Wittrock: Wir wollen langfristig vor allem die Versandkosten drücken, auch für diejenigen, die nur eine Dose bestellen.

vitalgenuss: Trotz eures Produktpreises, die Margen im Lebensmittelbereich sind nicht sehr hoch – glaubt ihr, dass ihr vom Müslimixen auch finanziell “satt” werden könnt?

Max Wittrock: Satt im tatsächlichen Sinn auf jeden Fall, denn Müsli essen wir sehr viel und gerne. Aber bis zum Müsli-Millionär ist es noch ein ganz schön langer Weg :-)

vitalgenuss: Vielen Dank für das Gespräch!

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  1. [...] Nachtrag: Wer noch mehr über Netz-Müslis erfahren will, bei vitalgenuss gibts auch ein Interview. [...]



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