Kerosinhaltige Menüs
Der sattsam bekannte Fernseh-Koch Johann Lafer hat seit 2002 ein etwas umweltschädliches Hobby – er ist Hubschrauberpilot. Der Spitzenkoch nutzt seinen eigenen Hubschrauber für den Transport von Gästen seines Hotels in der Stromburg und bietet seinen Gästen besondere Ausflüge an, die er “Genuss zum Abheben” nennt. Diese CO2-intensive Bekochung sieht folgendermaßen aus:
Zahlende Gäste lassen sich von Koch Johann Lafer und seiner Firma Lafer Heli Gourmet per Hubschrauber mitten ins UNESCO-Welterbegebiet Oberes Mittelrheintal auf eine Wiese fliegen und dort sechsgängig bekochen. Diese Lärm- und Abgas-intensiven Gourmet-Events für Leute, die immer auf der Suche nach einem neuen, kostspieligen Abenteuer sind, nimmt Axel Weiß vom Umweltblog scharf aufs Korn:
“In so einer Umgebung kommt Lafers blauer Knatter-Helikopter richtig gut. Vor allem immer öfter.
Anderthalb Jahre flog ich das Obere Mittelrheintal ab, um einen geeigneten Hubschrauberlandeplatz zu finden, sagt Johann Lafer, der Koch. Super, Baby. Dafür gibt’s jetzt auf der Wiese einen Panoramablick, gegrillte Riesengarnelen und Heilbutt. Der, schreibt selbst der WWF, unterliegt zwar einem erhöhten Risiko, wegen Überfischung bald auszusterben. Aber wen kratzt dass schon bei einem Menu-Preis pro Person von knapp 1500 Euro.”
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Und ich dache Herr Lafer sei ein eher umweltbewußter Mensch, hat er doch noch des öfteren in der Umweltsendung des ZDF gekocht. Aber wenn´s um´s Geld geht drehen die Herren dann doch Ihre Fähnlein mit dem Wind. Wenn dieser nicht eines Tages alle Fähnlein wegpustet! Dann hätte wohl auch der Herr Lafer ausgekocht.