Perfekter Glühwein + Rezept
Winterzeit ist Glühweinzeit. Auch wir haben uns am Wochenende, den Nebel vor dem Fenster und die zugehörige Kälte ewas schön getrunken. Mit dem ersten Glühwein der Saison. Warm war er ja, lecker auch einigemaßen, aber das geht bestimmt noch besser. Vielleicht lag es daran, dass wir zu einem fertigen Glühweingetränk gegriffen haben und nicht selbst im Punschtopf rührten. Aber, was ist Glühwein eigentlich? Bei Wikipedia lesen wir: Schon im alten Rom trank man ihn, denn sein “Vorläufer [...] ist der Conditum Paradoxum aus der Antike. Im Mittelalter waren kalt getrunkene Würzweine beliebt, wie der Hypocras, die in den Gewürzzutaten und im Geschmack ähnlich dem heutigen Glühwein waren.”

Übrigens – egal ob selbst gemacht oder fertig gekauft: Den Glühwein sollte man erhitzen, aber nicht kochen. Warum? Dann geht der Alkohol flöten, und das wollen wir ja nicht
. Beim Glühwein ist es aber wie mit vielen anderen Sachen. Zuviel ist nicht gut. Wie die meisten von uns aus leidvoller Erfahrung wissen, wird man von Glühwein recht schnell “fröhlich”, und am nächsten Tag leidet man unter einem dicken Kopf. Warum kriegt man bei Glühwein eigentlich so schnell einen “Kater”?
Gefährlicher Glühwein
Die gefährliche Zutat beim Glühwein ist schnell ausgemacht. Es ist die Kombination von Alkohol und Zucker, die zu Kopfschmerzen führt, das haben die Lebensmittelexperten von TÜV-Süd herausgefunden. Dies gilt besonders, wenn versucht wurde, geschmackliche Mängel eines minderwertigen Weines mit viel Zucker zu verdecken. Ganz konkret rät man: “Beim Zubereiten des Glühweins ist die Grundregel Nummer eins, nur qualitativ hochwertigen Rotwein zu benutzen. [...] Grundregel Nummer zwei lautet, nicht zuviel süßen. Bei einem lieblichen Rotwein ist das oft sogar ganz überflüssig.” Zu diesem Ergebnis kommt auch ein Test von Galileo (PRO7), wo zwei Glühweinsorten getestet wurden. Einmal ein teuerer Wein, und einmal ein sehr gezuckertes und billiges Exemplar. Die Probantin, die den teureren Wein trank, hatte am nächsten Tag weniger Probleme. Allerdings schmeckte der bllige Glühwein beiden Testerinnen besser, weil er eben nach Weihnachtsmarkt schmeckte.
Glühwein selber machen?
Die Gretchen-Frage: Glühwein selbst machen oder fertige Glühweinmischung kaufen? Traditionalisten schwören auf eigene Kreationen, aber die meisten Konsumenten kaufen lieber fertige Glühwein-getränke. Wer sein würziges Heißgetränk selber ansetzt, hat gegenüber trinkfertigen Produkten einen großen Vorteil: Er kann nach den eigenen Vorlieben Wein oder Säfte auswählen und die entsprechenden Gewürze darauf abstimmen. Anders herum das Problem bei gekauftem Wein – man weiss nicht, was drin ist. So hat Stiftung Warentest vor 2 Jahren 25 Glühweine getestet und in einigen Getränken beunruhigendes gefunden. In einem Weingetränk war das Schimmelpilzgift Ochratoxin in höherer Dosis als erlaubt enthalten, ausserdem gab es Beanstandungen bei einem Kinderpunsch – dort war recht viel Cumarin enthalten. Der Aromastoff aus Zimt steht im Verdacht, die Leber zu schädigen.Es gibt aber mittlerweile auch einige Bio-Glühweine zu kaufen, z.B. von Vollrath oder Völkel (der spanische Bio-Glühwein hat auch bei Ökotest gut abgeschnitten). Die Preise für Glühwein-Getränke bewegen sich zwischen 90 Cent und vier Euro.
Wer nun aber Glühwein selber machen will, für den folgen noch ein paar Zubereitungs-Ideen:
Glühwein Rezept/e
Variante 1: Der Weihnachtspunsch. Dazu braucht man:
- 1/2 Liter schwarzen Tee
- 125 g Zucker
- 2 Zitronen
- 2 Orangen
- 4-6 Nelken
- 1 mittelgroßes Stück Zimtrinde
- 1 Flasche trockenen Rotwein (z.B. Bordeaux)
- 1/8 Liter Rum
Zubereitung: Zuerst den schwarzen Tee heißmachen und über den Zucker gießen, am besten macht man das in einem Punschtopf. Danach gibt man Zitronensaft und Orangensaft dazu, ebenso die Nelken und den Zimt. Den Weihnachts-Glühwein-Punsch kräftig rühren und auf dem Herd erhitzen. Bitte immer Kurz vor dem Kochen halten, nicht kochen lassen. Den Rum in der Zwischenzeit in einem weiteren Topf erhitzen und dann zum Glühwein dazu geben.
Variante 2: der klassische Glühwein
- 0,5 l Wasser
- 1 Zimtstange
- 6 ganze Gewürznelken
- 3-4 Beeren Nelkenpfeffer
- 1 Flasche Rotwein
- 250 ml Portwein
- 1 Esslöffel Zucker
- 3/4 Schale von einer Zitrone (bio, ungespritzt)
- 1 Zitrone in dünnen Scheiben (bio)
Zubereitung: Die Gewürze zusammen mit dem Wasser in einen passenden Topf geben. Erst aufkochen und dann 20 min. bei kleiner Flamme köcheln lassen. Vorsichtig mit einem Sieb die Gewürze entfernen und dann den Rotwein hinzu geben. Danach den Portwein und den Zucker ebenfalls zum Glühwein geben und alles gut miteinander verrühren. Mit den Zitronenscheiben verzieren und heiss servieren.
Update: Bei Firstbreeze.com habe ich ein Rezept für einen ungewöhnlichen Heiss-Wein gefunden: Weisser Glühwein. Mit freundlicher Unterstützung der Seite folgt hier das Rezept:
Variante 3: Weisser Glühwein
- 3 Liter Weisswein
- 5 Orangen
- 4-5 cl Rum
- Sternanis (3 Stück)
- Nelken (10-15)
- 4 TL Zimtpulver
- 3 Pimentbeeren
- 100g brauner Zucker
- 1 Päckchen Vanillinzucker
Zubereitung: Achtung, das Rezept ist für eine milde Süße ausgelegt. Wer auf “richtig süß” steht, sollte die Zuckermenge erhöhen. Als erstes die Orangen halbieren und pressen, danach den Weißwein in einen geeigneten Topf gießen. Danach Orangensaft und Rum hinzu geben. Wie bei allen anderen Rezepten auch die Flüssigkeit vorsichtig erwärmen, nicht kochen. Während man das macht, gibt man Zimt, Nelken, Sternanis und Piment in den Wein. Zum Abschluss folgen dann Zucker und Vanillinzucker. Während der Zubereitung immer schön kräftig rühren
Egal, ob nun gekauft oder gemischt – für jeden Glüwein gilt: Die ideale Trinktemperatur liegt bei 70 Grad. Ist der Wein zu kalt, schmeckt und wärmt er nicht. Und ein allerletzter Link folgt hier noch für alle Menschen die zur Zeit auf Diät sind: kalorienarmer Glühwein. In diesem Sinne – auf die Weihnachtszeit! Prost
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Eine schöne Sache, danke für die ausführlichen Infos zum Glühwein. Ich persönlich vertrage nicht so viel, aber trinke auf dem Weihnachtsmarkt gerne einen Becher Glüwein. Selbst gemacht habe hab ich den Wein noch nicht. Vielleicht sollte ich das einmal versuchen.
Danke.
Mmmmmmh, ich freue mich schon so auf die Weihnachtszeit!!!! Hätten Sie eventuell vielleicht auch ein antialkoholisches Glühwein-Rezept? Ich weiß, das ist nicht das Gleiche, aber ich darf leider aus gesundheitlichen gründen z.Z keinen Alkohol trinken
.
Besonders Lecker schmeckt übrigens auch Kakao mit Chilipulver (wie in dem Film “Chocolat”
), klingt nicht so doll, schmeckt aber wahnsinnig gut!!!
@ Nini: Ein schönes Rezept für Kinder-Glühwein gibt es hier blinde-kuh.de/kueche/gluehwein.html
Viel Spaß beim Nachkochen
für wieviele personen sind die rezepte???
ich habe freitag ca. 20 gäste und weiß nicht wieviel ich machen muss
Na, wenn Du davon ausgehst, das jeder Gast etwa 1-2 Becher Glühwein trinkt, dann kannst Du doch leicht errechnen, wieviel Liter Du brauchst. Rund 4-5 Liter. Rezept 1 ergibt 1,3 Liter Glühpunsch. Also die Angaben mal Drei-Einhalb.

Rezept 2 ergibt 1,5 Liter Glühwein. Also das Rezept mal drei.
Rezept 3 ergibt drei Liter (weissen Glühwein). Also nimmst Du die Zutaten mal 1,5
Viel Spaß bei Deiner Feier
Das Rezept ist HERVORRAGEND! Meine Kollegin hat es auch ausprobiert und ihre Family war begeistert!
Viele Grüsse
Luiza