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Das perfekte Apfelmus (Rezept)

26. August 2008 von Manuel  
Abgelegt unter Genuss

Apfelmus - frisch gekochtWer schon alles im Wellness-Bereich ausprobiert hat, dem verrate ich jetzt einen sprichwörtlich heißen Tipp: koch´am Sonntag Dein eigenes Apfelmus! Warum? Weil die Prozedur alles mitbringt, was man für einen gelungenen Entspannungsabend braucht. Man schält ewig lang Äpfel (Meditation!), kann dabei den Tatort gucken (Spannung! Der Täter war übrigens der Nachbar… :-) ), dann rührt man eine weitere Ewigkeit die Äpfel zu Muß (Fitness!) und am Ende hat man jede Menge leckeren und gesunden Nachtisch (Genuss!). Kann Ihr Wellnessprogramm das alles auch?

Apfelmus Rezept

Was wir für das perfekte Apfelmus brauchen ist: richtig, jede Menge Äpfel. Die Apfelsaison reicht von August bis Oktober (je nach Sorte). Im letzten Jahr war sie schon fast vorbei – aber ein richtig leckerer “Spätzünderbaum” auf einer Streuobstwiese hatte noch 5 Kilo Obst für mich übrig. Darum flugs gesammelt, ab mit der Schale und rein in den Topf. Wer keinen Apfelbaum in der Nähe hat, kann natürlich auch Äpfel kaufen. Bitte auf die richtige Sorte achten. Und so funktioniert mein Sonntag Abend-Apfel-Wellness-Programm:

Rezept:

  • Äpfel schälen (Sparschäler), faule Stellen und Wurmlöcher raus schneiden
  • Die Äpfel in kleine Stücke schneiden (je kleiner desto besser), dann in einen großen Topf
  • Zitronensaft hinzugeben, damit die Äpfel nicht braun werden
  • Auf die Apfelstücke Wasser geben (nicht bedecken, etwa 5 cm unterhalb der Apfelkante sollte reichen). Faustregel: 10 Teile Äpfel, 2 Teile Wasser. Lieber etwas zu wenig Wasser, dann kann man noch nachgeben – wenn es zu flüssig ist, wird es schwieriger :-)
  • Wasser/Apfel-Gemisch zum Kochen bringen, dann bei mittlerer Hitze durchkochen lassen
  • Mit einem Kochlöffel regelmäßig umrühren (Vorsicht vor heissen Spritzern, die beim Kochen den Topf verlassen wollen)
  • Das Mus ist gut, wenn die Stückchen weitestgehend zu Brei geworden sind
  • Dann süßen. Dazu braucht man Vanillinzucker, Delifrut (gibt´s im Reformhaus) und etwas Ahornsirup (z.B. Alnatura). Abschmecken und ggf. nachsüßen. Nicht zu viel, damit die Äpfel ihre natürliches säuriges Aroma behalten.
  • Wer es mag – kann jetzt noch ein paar Sultaninen / Rosinen hinzugeben und unterrühren. Alternativ können auch ein paar Aprikosen (entkernt) mit gekocht werden.
  • Apfelmus für den Winter

    Fertiges Apfelmus in GläsernDer Kochprozess kann, je nach Menge der Äpfel, schon eine ganze Zeit in Anspruch nehmen. Aber es lohnt sich! Wenn das Mus fertig ist, braucht man Gläser zum Einfüllen. Die Gläser müssen ganz penibel sauber sein, und die Deckel dürfen keine Dellen oder schadhafte Stellen haben, sonst hält sich das Apfelmus nicht sehr lange. Das Mus einfüllen, und zwar reichlich bis zum Rand. Danach schnell das den Deckel drauf (Vorsicht, heißer Brei kann überquellen) und unter fließendem Wasser abspülen. Damit die Gläser schön lange haltbar sind (bis zu einem Jahr, so meine Erfahrungswerte), jetzt der Trick: Die Gläser werden umgekehrt (also auf dem Kopf stehend) in ein Waschbecken mit kaltem Wasser gestellt. Dort so lange stehen lassen, bis sie abgekühlt sind (am besten über Nacht). Voilà – die Gläser sind luftdicht verschlossen und das Apfelmus kann in den Vorratsschrank. Das sich Äpfel so lange frisch halten, hat übrigens mit seinem hohen Pektingehalt zu tun, welches als natürliches Konservierungs- und Geliermittel wirkt. Wenn es dann draußen richtig ungemütlich und nass ist – dann wird ein Glas Apfelmus aufgemacht und vernascht. Am besten auf frischen (Eier)Pfannkuchen. Lecker!

    Apfel-Tipps von den Lesern:

  • Statt Vanillin-Zucker mehr Ahornsirup und eine Zimstange zugeben (vor dem Abfüllen natürlich entfernen)
  • Keine Gläser verwenden, sondern das Apfelmus abkühlen lassen, in Portionsbeutel füllen und in die Tiefkühltruhe legen
  • Nach dem Aufkochen mit Hilfe eines elektrischen Pürierstabes oder Stampfers die Äpfel zu Apfelmus pürieren bzw. stampfen.

Bildnachweis: 1. und 2. Farbweiss. Titel: aboutpixel.de / an apple a day… © Rainer Sturm

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Kommentare

26 Kommentare zu “Das perfekte Apfelmus (Rezept)”
  1. Gabriela sagt:

    Das perfekte Apfelmus
    Wellness ist für mich:

    Die ungeschälten Äpfel kleinschneiden, dabei das Gehäuse entfernen und ein Mantra singen oder ein anderes schönes Lied (froh zu sein bedarf es wenig,…). Ich schaue dabei natürlich keinen Tatort sondern einen Naturfilm und rühre die Äpfel auch keine Ewigkeit und koche sie so mausetot, sondern lasse sie einmal richtig aufkochen und dann wickel ich das Ganze in eine Decke und lasse es so langsam auskühlen.
    Hm, lecker, gesund, Wellness pur.

  2. Elena sagt:

    Eine schöne Nebenbeschäftigung! Ich denke mal, das Apfelmus hat gut geschmeckt. Bald ist ja wieder Einkochzeit – wenn ich so rausfühle kommt die Temperatur ja schon hin. *lacht*

  3. Paul sagt:

    Danke für diesen guten Artikel. Ich bekomme richtig Lust, auch mal selbst Apfelmus zu kochen. Vielleicht komme ich ja dazu…

  4. subster sagt:

    Mach das, geschmacklich ein echtes Novum, wenn man die Glaspampe gewohnt ist…

  5. ela sagt:

    GANZ SCHÖNE BESCHÄFTIGUNG MIT kINDERN-SPRICHT DIE SINNE AN; SCHULT DIE MOTORIK UND NEBENBEI ERFAHREN KINDER DASS APFELMUS NICHT WIRKLICH AUS DEM SUPERMARKT KOMMT

  6. texel sagt:

    Hallo,
    ein tolles Rezept. Ich mache es genauso, aber ich füge noch eine halbe Zimtstange hinzu.

  7. Tanja sagt:

    Schönes Rezept, danke! Ich habe noch einen Tipp: Eine Zimststange reinhängen (steht ja schon da) und einen Stampfer benutzen, dann geht es etwas schneller – ok, kontraproduktiv wenn man den Tatort zuende sehen will *lacht*

  8. Maik sagt:

    wenn man keine Gläser nehmen möchte kann man den Apfelmus auch abgekühlt in Gefrierbeutel tun und Portionsweise einfrieren!

  9. herbert sagt:

    sorry, warum überhaupt Wasser dazu, warum Zucker, warum lange kochen. Ich nehme Honig, koche max. 10 min und fertig, gut hin und wieder umrühren.

  10. Manuel sagt:

    @ Herbert: Darum. Weil ich es eben so koche ;-) Deine Variante klingt auch gut – aber 10 min? Ist das nicht etwas kurz – sind da die Äpfel schon durch?

  11. Horst sagt:

    Hihihi… Tatort…. vermutlich einen mit Kommisarin Klara Blum. Das ist doch die vom Bodensee, oder?

    In Plastikbeuteln einfrieren würde ich eher nicht machen. Plastik ist nichts, was an Lebensmittel sollte.

  12. Günter sagt:

    Warum kann man die Schale nicht dran lassen und die gekochten Apfelstücke durch die “Flotte Lotte” drehen?

  13. Hanna sagt:

    Klar kann man die Schale dranlassen und die Äpfel durch die Flotte Lotte drehn!
    Hab ich heut auch so gemacht!

  14. Michael sagt:

    Ein sehr schönes Rezept das werde ich gleich mal Ausprobieren.

  15. alina thome sagt:

    Frage:Kann man Äpfel auch einfrieren (natürlich in Stücke geschnitten)???

  16. Steffi sagt:

    Super lecker!
    habe noch etwas Zimt hinzugefügt und die erste Portion gleich heiß gegessen!

  17. Andrea sagt:

    Habe das Apfelmus bis zum Rand gefüllt, Deckel drauf und umgedreht- allerdings mich nicht getraut, diese in kaltes Wasser zu stellen, weil ich Sorge hatte, sie könnten platzen. Der Deckel ist eingezogen, allerdings ist doch ein ca. 1cm Luftraum zwischen Mus und Deckel…Macht das was aus? Wäre doch schade,wenns verdirbt!

  18. Manuel sagt:

    @ Alina: Klar, das sollte möglich sein.

    @ Andrea: Normalerweise halten die Gläser schon was aus – ich habe bislang nie Probleme beim “Abkühlen” gehabt. Wenn der Deckel “eingezogen” ist, denke ich sollte es in Ordnung sein. Ein paar Lufteinschlüsse habe ich auch immer. Bislang ging das immer gut. Es ist ja das Pektin, was das Apfelmus so haltbar macht. Also, hinstellen – warten. Wenn Du das Mus aufmachst, und es hat oben eine Art Schaum und riecht leicht säuerlich, dann ist es schlecht. Wenn es normal aussieht und auch nicht vergoren riecht, wird es wohl ok sein.
    Ich hatte ab und an auch verdorbene Gläser – das lag dann aber immer daran, dass die Gefäße nicht richtig sauber waren. Mittlerweile achte ich peinlichst genau darauf, dass ich nur Konfitüre-Gläser wiederverwende und die Deckel (dürfen nicht beschädigt sein) kurz auskoche.

    Grüsse,
    Manuel

  19. Robbe sagt:

    Wie lange ist das denn haltbar??? Wenn man es nicht einfrieren oder einwecken möchte!

  20. Manuel sagt:

    Also, wenn Du das Apfelmus gleich essen willst – ab in den Kühlschrank, 2-3 Tage sollte es schon halten. Wenn es säuerlich schmeckt, war´s zu lang :) Im Glas (wenn alles richtig gemacht wurde) hält sich das Apfelmus bis zu 1 Jahr.

  21. Alicia sagt:

    mhmm :) Lecker apfelmus *schwärm*
    am besten finde ich apfelmus mit pfannkuchen ♥

  22. Merve sagt:

    hi,
    i am vanessa hudgens.
    i love applemus!
    mmmmmhhhhhhhhmmmmmmmmmm!!!!!!!!!
    :P

  23. Sabine sagt:

    Apfelmus ist auch ein tolles Frühstück! Mus mit zarten Haferflocken und Apfelstücken mischen …. mmmmmh lecker! Ersetzt die Milch!

  24. Birgit sagt:

    Genauso habe ich meinen Apfelmus auch gemacht, aber leider war er nach einem viertel Jahr verschimmelt. Die Gläser waren pickopello sauber.Was habe ich da verkehrt gemacht? Bitte gibt mir Rat!

  25. matthias sagt:

    Hallo Ihr Lieben,
    nicht das enhaltene Pektin konserviert, es verdickt nur und ist sehr gesund. Konservieren geschieht durch den enthaltenen (Frucht)zucker und Äpfel-/Zitronensäure, Ascorbinsäure (Vitamin C). Ist in der verwendeten Apfelsorte zuwenig Fruchtzucker und Säure enthalten, schimmelt/vergärt das Apfelmus natürlich entsprechen schneller. Also ensprechend Zucker zur Konsevierung hinzufügen, oder schneller aufessen. Guten Appetit.

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  1. [...] Apfelsaison ist im vollen Gange (alle Welt kocht Apfelmus), was liegt da näher, als mal wieder ein schönes Apfelrezept auszuprobieren, nämlich [...]



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