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Saftprobe

28. April 2006 von Manuel  
Abgelegt unter Genuss

artikel6-bild1.jpgWie bereits hier angekündigt, habe ich mich heute in den Konsum “J.-Schmidtchen-Weg” begeben, um die Fruchtsäfte von der sächsischen Kelterei Walthers zu probieren. Durch die Infos auf der Firmen-Homepage hatte ich mir schon den Mund wässrig machen können. In der Obstabteilung wurde ich von der Verkosterin Iris Bösener sehr freundlich empfangen und hatte die Auswahl zwischen Aronia-, Apfel-, Birnen-, Johannisbeer- und Guten-Morgen-Saft. Natürlich habe ich gleich alle Sorten probiert. :-) Dabei folgte ich der Empfehlung, mich von “herb nach süß” vorzuarbeiten…

An einem sehr bunten Stand standen die Drei-Liter-Boxen in Reih und Glied, Zapfhahn nach vorn! Mir wurde ein kleiner Becher gereicht, und dann zapfte mir die “Versafterin” auch schon einen leckeren Saft nach dem anderen. Zu jeder Sorte wurde mir gleich alles wissenswerte mitgeteilt (beim Aronia-Saft reichen 0,2 Liter für den Tagesbedarf, der Guten-Morgen-Saft gewinnt das herbe Aroma durch einen guten Schuss Grapefruit, usw.) – “drink and learn” also. Auch wenn es im Laden während meines Besuches nicht sehr voll war, zeigte sich Frau Bösener mit der Verkostung zufrieden, bis 11 Uhr seien bereits 14 Kartons an die Leipziger gebracht worden.

Mein Geschmacksurteil zu den 5 verschiedenen Säften:

Aroniasaft : Interessant, der Saft soll stark antioxidative Wirkung haben. Der bitterste Saft von allen (darum auch an erster Stelle getrunken). Die Gesundheitswirkung ist beeindruckend, aber so richtig geschmeckt hat er mir leider nicht. Auf die Bemerkung: “Der ideale Ersatz für Rotwein” antwortete ich: “Dafür müsste er aber noch trockener sein”. Mitgenommen habe ich ihn erst einmal nicht, vielleicht werden wir später noch Freunde.

Roter Johannisbeer-Nektar
: Laut Packung nur mit der Süße aus Äpfeln gesüßt, was man auch schmeckt. Auf jeden Fall nichts für Leute, die es nur süß mögen. Die Befürchtung, er könnte zu wässrig sein, bestätigte sich nicht. Dieser Saft gefiel mir schon besser, auch der Schuss Himbeere machte mich neugierig. Diesen Nektar kann man sicher auch gut als Schorle (mit Mineralwasser) genießen.

Guten-Morgen-Saft
: Meine erste Reaktion: “Hhhhmm, lecker!” Beim Trinken steigt einem ein leichter Geruch von Sanddornmark in die Nase, dann schmeckt man die leicht bittere Grapefruit, abgerundet mit Orangengeschmack und etwas Frische “hintenraus” durch den Apfel-Direktsaft. Da Multi-Säfte immer etwas schwierig sind (die Verkosterin erzählte mir, Kunden würden positiv anmerken, dass “da ja keine Möhre drin ist”), habe ich nicht lange gezögert, und gleich eine Box beiseite gestellt.

Apfelsaft (Natur): Kräftiges Aroma, leicht herb, von der Farbe her genau richtig. Da Apfelsaft mein Lieblinggetränk ist, kann ich hier Vergleiche anstellen. Am ehesten erinnert mich der Saft an die Biosäfte von Voelkel oder Biohof Scholle. Mit dem kleinen Unterschied: Walther´s Apfelsaft ist günstiger! Ich bin überzeugt – die nächste Box ist meine.

Birnensaft (Natur): Das ist der Saft für Menschen, die auch ihren Tee mit Zucker/Honig trinken. Sehr fruchtig, aber auch sehr süß. War Aronia zu bitter, so ist mir diese Birne einfach zu süß. Was ich mir allerdings gut vorstellen kann: Eine Schorle aus 60% Apfel und 40% Birne. Vielleicht ja eine Anregung für den Ausbau des Sortiments?

artikel6-bild2.jpgInsgesamt hat mir die Verkostung gut gefallen. Frau Bösener konnte mir auf alle Fragen kompetent Auskunft geben und wir haben uns recht lange angeregt unterhalten. Bei solchem Service lacht das Kundenherz – nur zwei kleine Wermutstropfen: 1. Die Henkel-Lasche an den Boxen zum Tragen ist zwar sehr praktisch, aber hält das Eigengewicht nicht lange aus. 2. Die “Verkostungsmenge” im Becher könnte ruhig etwas großzügiger bemessen sein. Allerdings war es kein Problem, noch einen “Nachschuss” Aronia zu bekommen.

Wieder zu Hause angekommen, kam ich noch einmal ins Schwitzen – würde es mir gelingen, die Saftbox so einfach und elegant aufzumachen, wie dies die Firmenchefin Kirstin Walther in diesem Video vorführt? Wo ich doch teilweise schon an den “Knick-und-Ab”-Tetrapacks verzweifle… Aber, aufgeatmet – wie man am Bild sieht, ist es wirklich nicht schwer, der Karton ist heile geblieben und dem Saftzapfen steht nichts mehr im Wege. Zum Wohl!

Bildnachweis: 1. + 2. Pixelretter.de

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Kommentare

8 Kommentare zu “Saftprobe”
  1. Super Bericht!!! Vielen Dank, Manuel!

  2. Das war eine Freude, Ihren Bericht zu lesen. Nicht nur deswegen, weil wir ja mit einer guten Note wegkommen, sondern vor allem, weil der Verfasser kompetent und konstruktiv berichtet hat. Ich bin immer mehr erstaunt, was Weblogs alles möglich machen. Und es ist erste der Beginn…

  3. Andreas sagt:

    Sehr guter Bericht. Zum Aroniasaft kann ich aber aus eigener Erfahrung sagen das er sehr lecker schmeckt, wenn man sich an das bittere gewöhnt hat.

  4. Uwe Keim sagt:

    Subbr g’machd, genau :-) !

  5. Manuel sagt:

    @ Kirstin: Freut mich, dass er Ihnen gefällt.
    @ Jörg: Danke für Ihr Lob.
    @ Andreas: Danke. Ja, ich habe ja auch extra noch einmal probiert, weil ich dem Saft gerne eine zweite Chance geben wollte. Und ausserdem ist er ja sehr gesund… aber, ich musste auch berücksichtigen, dass bei mir zu Hause dann ich der einzige bin, der ihn trinkt ;-) Darum habe ich ihn erstmal stehengelassen.
    @ Uwe: Merci ;-)

  6. micha sagt:

    Ich hab übrigens jetzt mal auf deinen Tipp oben hin Apfelsaft mit Birne gemischt. Hat einen sehr apfellastigen Geschmack bis zum Schluss, wo dann eher die Birne triumphiert. Ok, ich gebe zu, es ist keine Schorle (dazu fehlt mir das Mineralwasser), aber es schmeckt sehr gut. :)

  7. Manuel sagt:

    @ Micha: So in der Art habe ich mir das schon gedacht *g*

    Ich werde das demnächst auch mal zusammenkippen, wenn ich neue Boxen besorgt habe.

    Gruß, Manuel

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  1. [...] Wer jetzt auch Appetit bekommen hat, kann die Saftboxen über den Onlineshop bestellen. Außerdem gibts im Blog immer wieder neues und interessantes rund um die Kelterei zu lesen. Bei vitalgenuss.de gibts zudem einen ausführlichen Bericht über eine Verkostung. [...]



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