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26. November 2014 | Nachrichten Feed

Bärlauchpesto selbstgemacht (Rezept)

4. Februar 2008 von Manuel  
Abgelegt unter Genuss

Bärlauchpesto frisch zubereitetWas ist das? Es wächst im Wald und wird von Braunbären als Fitmacher nach dem Winterschlaf gefressen. Wer im Frühling durch den Wald läuft, kann Stellen finden, wo es stark nach Knoblauch riecht. Der Leser ahnt es schon – dort wächst Bärlauch, auch wilder Knoblauch genannt. Das Spitzenkraut hat seit einiger Zeit die heimischen Kochtöpfe und Feinschmeckerlokale (zurück) erobert.In der Volksheilkunde wird er übrigens als cholesterinsenkend beschrieben und soll Blut reinigen. (Nicht nur) in Leipzigs Auenwäldern kommt Bärlauch sehr häufig vor, darum sind wir sammeln gegangen und haben leckeres Bärlauchpesto gezaubert. [Dieser Artikel ist eine Wiederveröffentlichung von 2006 - als kleine Vorfreude auf die hoffentlich reichhaltige Bärlauch-Saison 2010!]

Aufpassen beim Bärlauch Sammeln

Das Sammeln zum privaten Gebrauch ist bis auf wenige Ausnahmen erlaubt (z.B. Naturschutzgebiete), aber wer Bärlauch im Wald ernten möchte, sollte auf mehrere Dinge achten. Pro Pflanze nur wenige Blätter mit einem scharfen Messer entnehmen – und nicht die Wurzel rausrupfen, das rät zumindest der Naturschutzbund. Stadtmenschen verwechseln Bärlauch häufig mit Maiglöckchen, den Blättern der Herbstzeitlose oder den Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstab. Hier ist äußerste Vorsicht geboten, denn diese Pflanzen sind giftig, ein Verzehr kann sogar tödlich wirken. Neben der Blatt- und Blütenform hilft bei der Unterscheidung am effektivsten der „Reibetest“. Nur Bärlauchblätter riechen beim Zerreiben nach Knoblauch. Aber Vorsicht – wer bereits Bärlauch zwischen den Fingern zerrieben hat, kann danach natürlich keine anderen – nicht riechenden Pflanzen mehr erkennen! Weitere Kriterien zur Unterscheidung finden sich bei Wikipedia. Wird der Bärlauch in Gebieten gesammelt, wo Fuchsbandwürmer vorkommen, müssen die Blätter gut abgewaschen und fünf Minuten über 70°C erhitzt werden.

Medium: MP3
Link: MP3 MP3-O-Ton (46sec): “vitalGenuss sammelt Bärlauch”.

Bärlauch frisch zubereiten

blühender Bärlauch
Dank grosser Beliebtheit kann man Bärlauch in der Saison von Ende März bis Mitte Mai auch frisch im Handel kaufen. Er stammt dann aus gezieltem Anbau. Wer also in Gebieten mit spärlichen Bestände wohnt, sollte sich lieber Bärlauch kaufen, als die Waldbestände zu schädigen. Wie auch immer das Kraut in die heimische Küche gelangt – eine frische Zubereitung ist unabdingbar. Da der Bärlauch beim Erhitzen schnell Geschmack und Vitamin C einbüßt, ist er der ideale Begleiter für frische Speisen – wie z.B. für Kräuterquark, Salate, Brotaufstriche, als Suppengewürz und für kräftige Kräuter-Dips. Anbei ein paar Bärlauch-Rezepte. Sehr praktisch und lecker ist Bärlauchpesto. Mit wenigen Zutaten und etwas Handarbeit wird so das Kraut länger haltbar gemacht. Man kann Bärlauch-Pesto mit Spaghetti oder anderen Nudeln essen, aber auch zu Kartoffeln oder auf Brot schmeckt es gut.

Bärlauch-Pesto im Mörser

Für leckeres Bärlauchpesto brauchen wir folgende Zutaten:

  • 150 gr Bärlauch
  • 30 gr Parmesankäse (zerkleinert)
  • 30 gr Pinienkerne (leicht geröstet)
  • 125 ml Olivenöl
  • etwas Salz und Pfeffer

Medium: MP3
Link: MP3 O-Ton (2min) “Was wir alles für Pesto brauchen”

Das wichtigste Utensil ist der Mörser. Zwar kann man, um Zeit zu sparen, das Pesto auch im Mixer machen – aber man spart dadurch auch jede Menge Geschmack ein! Als erstes die Blätter gut abwaschen und von evtl. Schmutz befreien. Dann in kleine Stücke reissen und in den Mörser geben. Jetzt gut durchreiben, bis alles zerkleinert ist. Als nächstes geben wir den Parmesan und die Pinienkerne hinzu, um die Masse zu binden. Ganz zum Schluss soviel Öl hineingeben, bis das Pesto die gewünschte Konsistenz hat. Sollte das fertige Produkt zu bitter sein, einfach noch eine kleine Prise Zucker dazugeben. Übrigens, wer sich fragt, welchen Wein man zu Bärlauch am besten genießen kann, der wird auf “Schreibers Wein-Blog” fündig. Guten Appetit!

Medium: MP3
Link: MP3 O-Ton (23 sec.) “Warum der Mörser wichtig ist”.

Bildnachweis: 1. Farbweiss Media, 2. Pixelquelle.de

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Kommentare

45 Kommentare zu “Bärlauchpesto selbstgemacht (Rezept)”
  1. thally sagt:

    Sehr gut geschriebener Beitrag und vor allem informativ. Chapeau! Weiter so!

  2. Koprinka sagt:

    Leider kann ich die Meinung mit dem Mörser überhaupt nicht teilen. Zerquetschte Blätter sind bitter!Schonend und schnell im Küchenhexler ist viel besser.
    Gerade habe ich mein Pesto in Gläser abgefüllt. Diesmal habe ich fein geschnippelte frische Petersilie und Dill dazu gegeben. Da meine Pinienkerne zu wenig waren, habe ich gemahlene Haselnüsse mitgeröstet und dazu gegeben. Köstlich!
    Viel Spass mit dem Bärlauch! Das ist eine Gabe Gottes!
    Gruss!
    Koprinka

  3. Manuel sagt:

    Kein Problem, wenn es Dir so besser schmeckt ;-)

    Ich habe vor einigen Tagen aus Faulheit den Häcksler verwendet, das geht wirklich schön schnell. Aber, ganz abgesehen vom Geschmack (wenn man etwas im Internet rumsucht, stellt man fest – Mörser oder nicht, ist wohl eine Glaubensfrage) hat mich gestört, dass ich die Blätter nicht so schön zerrieben bekommen habe. Ich habe dann doch noch etwas “nachgestampft”…

    Danke für den Tipp mit dem Dill, dass muss ich auch mal antesten. Statt Pinienkerne kamen bei mir ins letzte Pesto geröstete Sonnenblumenkerne (ebenfalls zerstampft). Auch lecker!

  4. Andrea sagt:

    Lecker ist das Pesto auch mit gemahlenden Mandeln.

  5. lutz sagt:

    schmackhaft und billig ist wenn man einfach gesalzene und geröstete erdnüsse verwendet.

  6. Tania sagt:

    Hallo, habe das Rezept nachgemacht, ist aber viel zu bitter geworden, ich glaube der Bärlauch ist sehr scharf, und dabei habe ich 50 gr weniger genommen. Woran kann es liegen, hat jemand ein Tipp, wie ich es retten kann? Es wartet noch ganz frisch im Kühlschrank…

  7. Manuel sagt:

    Hmm, schade ;-)

    Es kann an vielen Ursachen liegen:
    - sehr jungen Bärlauch genommen
    - mit falschen Stab gerührt
    - zu “würziges” Olivenöl genommen
    etc.

    Vielleicht hilft Dir das?
    chefkoch.de:Warum-war-mein-Baerlauchpesto-bitter

    Ansonsten: Mach noch ein wenig Zucker, besser noch Honig ins Pesto und erhöhe den Anteil an Parmesan sowie Pinienkerne/Sonnenblumenkerne.

    Im o.g. Link war auch die Rede davon, dass man es etwas (1-2 Wochen) stehen lassen soll, damit die Schärfe etwas weggeht. Beim Stehenlassen aber darauf achten, dass das Pesto komplett mit Öl bedeckt ist, damit der Schimmel kein Chance hat.

    Viel Glück auf jeden Fall,
    Gruß Manuel

  8. Horst sagt:

    Tania…. das zu bittere Pesto kannst du evtl. durch zumischen von Spinat..(ohne Blubb versteht sich) retten….
    Mit dem milden *Winter* hat das austreiben des Bärlauchs übrigens nichts zu tun, rein gar nichts… selbst wenn wir von November bis Februar -20 Grad gehabt hätten, würde er bei der milden Witterung jetzt treiben… bei uns blüht er an sonnigen Stellen sogar schon….

    Leichter Dummfug (sorry) ist der Spruch mit dem Einsparen des Geschmacks bei Verwendung eines Mixers…. wo bitte soll der denn hin? Sich in Wohlgefallen auflösen….aus Angst vor den Mixermessern? Eine Minute im Mixer vertreibt wohl weniger Aroma als eine viertel Stunde schweißtreibendes zerquetschen im Mörser… gebt Nüsse/Pinienkerne/Käse oder die sonstigen erwünschten Zutaten einfach gleich mit dazu.. eine Minute und alles ist fix und fertig… Ihr dürft Euch dann in die Sonne setzen und an die eifrig mörsernden Kollegen denken, mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht….

    Tip des Profis…: jede menge sammeln und die beabsichtigte Menge auf einmal machen, das Pesto hält sich ölbedeckt im Kühlschrank sehr lange.. oder meint Ihr das Pesto, das Ihr jetzt kaufen könnt, wäre aus diesjähriger Ernte???
    Der Brüller ist der Spruch… *mit falschem Stab gerührt*….jaja…. vielleicht auch nur falschrum gerührt?

    Auch nett ist die Bemerkung mit dem *zu jungen* Bärlauch…. *loool*…

    Bärlauch hat übrigens den großen Vorteil, daß man ihn problemlos einfrieren kann….
    Ach… etwas ziemlich wichtiges.. wenn er blüht, braucht man sich nicht mehr danach bücken, die ganze Kraft geht in die Blüte und damit wars das mit Geschmack und Aroma…

    Waldbestände schädigen… Leute.. das schafft Ihr nicht…. aus mehreren Gründen.. zum einen wächst es *wie Unkraut*, zum andern blüht es irgendwann, egal wie oft es vorher geschnitten wurde..und dann.. wieviel braucht Ihr denn so… 500 Gramm… ? Im Übrigen vermisse ich den Hinweis, daß man auf privaten Waldgrundstücken nicht ohne Einverständnis des Eigentümers *ernten* sollte… soweit, daß Natur für alle da ist, ist die *grüne* Philosophie zum Glück noch nicht fortgeschritten… Aber mit Einverständnis des Eigentümers kann man sich im Herbst eine Schaufel Wurzelknöllchen ausgraben und die in den heimischen Blumenkasten verfrachten, für den Fall daß man sich im Frühjahr nicht gerne bückt.. und immer fleißig ernten… keine Sorge, es wächst nach….

    Ein Tip noch zum Öl… ersetzt das Olivenöl zur Hälfte durch *normales* Pfanzenöl.. der Bärlauchgeschmack kommt besser…
    Gruß
    Horst

  9. Wolfgang sagt:

    Frage: Was ist mit dem Fuchsbandwurm und wie friere ich Bärlauch am besten ein.

  10. Horst sagt:

    Gegen den Fuchsbandwurm kannst Du Dich wirkungsvoll nur schützen wenn Du das Bärlauch blanchierst… das würde heißen: Adé mit jeglichem Geschmack….
    Also… Bärlauch im eigenen, Fuchs- und Dachssicheren Garten anabuen.. eine andere wirklich wirkungsvolle Chance gibts nicht!
    Der Tip zum einfrieren: pürieren, in Eiswürfelbehältern einfrieren und in verschließbaren Beuteln lagern. Du kannst sie dann rausnehmen wie Du sie brauchst. Vom einfrieren ganzer Blätter rate ich ab, wegen der Zerstörung der Zellstuktur bleibt nach dem auftauen nur Matsch…. Frier nicht zuviel ein, so lecker es auch ist, irgendwann hängts Dir zum Hals raus… *g*

    Horst

  11. Horst sagt:

    Im Prinzip bin ich ja für solche Foren, aber wenn im Ursprungsbeitrag schon Blödsinn steht, kann solch ein Thread nichts werden….
    Leute, macht Euch schlau bevor Ihr irgendwelches Zeug schreibt… denkt dran, es gibt Menschen, die noch weniger Ahnung haben als Ihr selber… und die sind dann in der großen Versuchung, Euren Quatsch zu glauben….

    Weder ist Bärlauch *wilder Knoblauch*… noch holt man sich mit Bärlauchpesto den Geschmack von *bella Italia* ins Haus. Das aus der italienischen Küche hinreichend bekannte Pesto.. der Ursprung allen Pestos.. ist aus Basilikum bereitet….. Sämtlich Kräuterpasten und sonstige Zubereitungen werden seit ein paar Jahren mit dem Begriff *Pesto* belegt…. es ist ja soooo modern….

    Wer allen Ernstes schreibt, man solle nur die 1-2 untersten Blätter der Pflanze abschneiden, dem unterstelle ich, daß er nie Bärlauch gesehen hat. Sowas ist einfach Blödsinn… Wieviele Blätter wachsen denn aus jedem Bärlauchzwiebelknöllchen? Zählt sie mal nach…. einfach ein Zwiebelchen freilegen und die Blätter zählen…..

    Frohe Ostern
    Horst

  12. Manuel sagt:

    @ Horst:
    1. Du darfst gerne anderer Meinung sein, aber bitte werde hier nicht beleidigend!

    2. Lies bitte hier nach: “Im Volksmund wird der früher als würzendes Küchenkraut verwendete Lauch auch Wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Hexenzwiebel, Wilder Lauch, Latschenknofel, Ränsel, Rams, Ramsell, Knoblauchspinat, Waldlauch oder Zigeunerlauch genannt.” Im Endeffekt doch egal, wie es heisst – Hauptsache ist doch, wenn es schmeckt ;-)

    3. Die Empfehlung, nur 1-2 (meinetwegen auch 3) Blätter zu nehmen, kam vom Naturschutzbund, und bezieht sich auf Gebiete, in denen der Bärlauch geschützt ist. Siehe dieser Link. Ich würde sagen, lieber zuwenig abgeschnitten, als die ganze Wiese zu zertrampeln.

    4. Die Vermutungen bezüglich des “scharfen Geschmacks” kamen aus dem verlinkten Forum, ich habe es als Hilfestellung verlinkt.

    5. Mixer vs. Mörser: Glaub mir, ich habe verschiedene Methoden zum Zerkleinern ausprobiert – und am besten schmeckt MIR immer noch das gemörserte Pesto. Wenn es Dir anders geht, ist doch wunderbar – sparst Dir etwas Arbeit ;-)
    6. Schreiben wir unsere Artikel so, wie wir es für richtig halten. Probleme mit der Wortwahl, mit Vergleichen wie “Bella Italia”? Dann machs halt anders oder besser – schreib Dein eigenes Weblog ;-)

    Ich habe nichts dagegen, dass Du Dich hier äußerst, aber der Ton macht die Musik. Und ich möchte hier kein “Herumgestänkere”. Ich hoffe, wir haben uns verstanden. Danke. Damit ist das Thema für mich erledigt.

  13. Heidi & Peter sagt:

    Ja das ist so eine Sache mit dem Bärlauch. Bei uns im Harz wächst der Bärlauch vorwiegend auf Karstböden, sein Vorkommen ist dann meisstens auch sehr üppig. Diese Regionen stehen aber fast alle unter Naturschutz und das Pflücken jeglicher Pfanzenarten, insbesondere das Ausgraben ist strengstens verboten!
    Bei einem Lichtbildervortrag vor 1 Woche ging es über Geologie und Bonatik und so kam der Referent auch auf das Thema Bärlauch und empfahl ausdrücklich nur die Verwendung der Büten. Die Blüten seien, das hatte er uns ausdrücklich versichert nicht giftig! Die Blüten enthalten einen höheren Anteil ätherischer Öle als die Blätter.
    “Er als Wissenschaftler müsse das doch wissen und deshalb verzehrt er vorwiegend die Blüten. Weiter meinte er: “durch den Chlorophilgehalt im Blatt des Bärlauchs schmeckt er immer auch ein bischen wie ein normales Blatt”!
    So werden wir uns in diesem Jahr mal auf das Sammeln (in Wäldern ohne Uhu auf dem Schild)
    von Bärlauchblüten konzentrieren, diese schonend trocknen und anschließend als Gewürzpulver zermahlen. Hat das schon mal einer
    versucht? Wir auch nicht, aber “Probieren geht über Studieren” Vielleicht erfinden wir ein völlig neues Gewürz und werden damit Reich! Auf alle Fälle jedoch “Reich” an Erfahrungen,oder ?
    mit besten Grüßen an alle Bärlauchsammler von Heidi & Peter aus dem Harz!!!

  14. Hugo sagt:

    Übrigens, wer kein BärlauchPesto selbst machen will, kann auch bei E-bay gucken:
    Link

  15. Konrad sagt:

    hab mal eine praktische Frage: gerade hab ich das Pesto abgefüllt und sehe von außen vereinzelt Luftbläschen innen am Glas. Heißt das, dass mein Pesto zu dickflüssig war? zu wenig Öl? oder sind kleine Luftblasen normal…?

  16. Manuel sagt:

    Hallo Konrad,

    kleine Luftbläschen sollten überhaupt kein Problem darstellen. Wichtig ist – wenn das Pesto länger aufbewahrt werden sollte (Kühlschrank), dann darauf achten, dass eine Ölschicht obendrauf ist. Das konserviert.

    Frohe Ostern!

  17. meilip sagt:

    Mal ne blöde Frage: Wie lange kann man das Pesto denn aufheben?

  18. Birgit Liesching sagt:

    Wie lange man selbst gemachtes Bärlauch-Pesto aufheben kann, weiß ich nicht, da ich heute zum ersten Mal welches gemacht habe. Aber auf dem Markt habe ich mir vor einiger Zeit Bärlauch-Pesto von einem Bio-Hof aus dem Allgäu gekauft, allerdings kein echtes Pesto, weil es nur Bärlauch, Olivenöl und Meersalz enthält. Es war ein Sonderangebot, um das Lager zu räumen, das im Frühjahr 2006 mit Haltbarkeit bis Mai 2006 verkauft wurde — es wurde also vermutlich im Frühjahr 2005 gemacht. Ich habe damals 10 Gläser gekauft, heute steht das letzte in meinem Kühlschrank. Es ist ein bisschen flüssig, aber es riecht und schmeckt noch gut. Das wären also drei Jahre! Ein “echtes” Pesto mit Käse und Pinienkernen, denke ich, kann man nicht so lange aufheben, das sind beides Substanzen, die leicht ranzig werden, während bei der von mir gekauften Version das Salz und das Öl konservierend wirken.
    Birgit am Bodensee

  19. Silke sagt:

    Haben heute das letzte Bärlauchpesto der Ernte 2007 verbraucht. Es war noch super lecker, wurde aber auch im Kühlschrank gelagert.
    Heute waren wir nun gleich neues ernten. Es war wirklich Zeit, denn die Knospen waren schon zu sehen. Wie ich vom Bärlauch nur die Blüten essen kann ist mir schleierhaft. Aber vielleicht wird es eine neue Erkenntnis? Mal sehen, vielleicht probieren wir es auch mal getrocknet.
    Eine gute Zeit Euch allen
    Silke

  20. günther sagt:

    anstelle der hochgelobten und teuren pinienkerne nehme ich kürbiskerne, war der vorschlag eines koches, das pesto schmeckt mir so zubereitet wesentlich besser.
    günther

  21. Charly sagt:

    …das sind ja bündelweise Tipps und Erfahrungen; leider habe ich nirgends etwas genauere Angaben gefunden, wie viele Teilmengen (Bärlauch / Pinienkerne / Parmesan / Öl etc.) welche Mengen Bärlauchpesto oder Paste ergeben. Besser wäre natürlich eine Angabe in % der Zutaten. Ich bin nicht für ungefähre Mischungsverhältnisse. Ach ja, ist es sinnvoll oder gar notwendig, die Pinienkerne zu rösten?

    Kann jemand helfen, wir gehen Montag in den Wald und wollen alles ganz frisch machen…
    Herzlichen Dank!

    Charly

  22. Silke sagt:

    Hallo Charly!
    Hier eins von vielen Rezepten.
    500g Bärlauch
    100g Parmesan
    75g Pinienkerne (man kann auch andere nehmen
    wie z.B. geriebene Mandeln odr Haselnüsse
    oder auch wie Günther schreibt Kürbiskerne)
    auf jeden Fall angeröstet
    250ml Olivenöl
    Meersalz
    weißer Pfeffer, wenn man mag
    Ich lasse den Parmesan weg und gebe das dann lieber individuell dazu.
    Habe am Samstag 2kg verarbeitet und 10 Gläser unterschiedlicher Größe daraus bekommen.
    Viel Freude im Wald und solltest Du noch Fragen haben stell sie ruhig
    Silke

  23. El Swoperino sagt:

    Nachfrage bezüglich Fuchsbandwurm: ist waschen unzureichend? Ich dachte es sei ein Parasit der lediglich an der Oberfläche “herumhängt” ?

  24. Angela Wolfenstaedter sagt:

    … schmeckt auch sehr gut mit Walnüssen – und wer’s milder mag, kann statt Olivenöl auch Rapsöl verwenden…

  25. Anita Hartung sagt:

    Ich friere mein Pesto in Gläschen ein. Nach dem Auftauen schmeckt dieser wie frisch gemacht

  26. Julie sagt:

    Hallo zusammen,
    also ich habe mir gerade mein erstes Bärlauch Pesto selbstgemacht …. und es ist toll geworden… an dieser Stelle danke für Eure tollen Anregungen und auch für die Unterhaltung die ihr mit Eurer Kommunikation bietet ;-)

  27. Elke sagt:

    Hallo, habe soeben Bärlauch im Garten gepflückt und Pesto gemacht. Schmeckt uns sehr gut.
    Bisher habe ich nur immer Bärlauch-Quark-Creme nach folgendem Rezept gemacht:

    2 Portionen

    250 gr. Magerquark
    2 El. saure Sahne
    1 Tl. Zitronensaft, Salz,
    Pfeffer aus der Mühle
    Senf,Zucker
    1/2 Bd. Bärlauch

    schmeckt sehr gut zu Pellkartoffel od. Vollkornbrot

  28. Maximiliane sagt:

    Hallo,

    ich melde mich vom Chiemsee/Oberbayern. Bei uns wächst der Bärlauch sehr üppig in den Randregionen der Wälder.

    Aber Vorsicht: Macht nicht den gleichen Fehler wie ich: Ich habe mir vor Jahren ein paar Knollen mit nach Hause genommen und eingesetzt im Garten; er ist die Seuche schlechthin. Fast schlimmer wie jedes Unkraut, man bekommt ihn nicht mehr raus; “bei aller Liebe”, denn ich mag ihn auch sehr. Er wuchert alles zu und anderes hat keine Chance mehr.

    Ansonsten viel Spass beim Verkosten!

  29. Renate sagt:

    Hallo, sehr gutes Pesto? Kann ich das Pesto auch eingefrieren oder wie bleibt es länger haltbar? Grüße

  30. Manuel sagt:

    Hallo Renate,
    die Bärlauchblätter kann man einfrieren, um sie dann später zu verarbeiten. Mit dem Pesto würde ich das nicht machen – das bleibt aber dank Öl auch ein paar Wochen frisch.

  31. danmayr sagt:

    ich wollte ein rezept für ein pesto und nicht alle vmöglichenc unnötigen und verblödeten chinweise auf irgnedwelche gesundheirs-tripps
    verztichte gerne auf solche unsinnigkeiten

  32. Manuel sagt:

    Ja, mensch, gut dass da oben ein Rezept für Bärlauchpesto ist, oder?

    Ansonsten empfehle ich Dir noch das hier:
    Rezepte für Bärlauch

    Und wenn es Dir hier nicht gefällt – einfach weitersurfen, gibt genügend Seiten im WehWehW.

  33. Angelika sagt:

    Da ich schon recht oft Bärlauchpesto gemacht habe, möchte ich zur Haltbarkeit folgenden Tip weitergeben. Einfach die Pesto nach dem Verarbeiten ca. 12 Stunden bedeckt mit Olivenöl im Kühlschrank ziehen lassen und dann in Gläser füllen und diese dann in der Gefriertruhe einfrieren, klappt auch gut mit frischer selbstgemachter Erdbeermarmelde, diese behält dann auch die schöne rote Farbe und so ist es beim Pesto und je nach Bedarf holt man dann ein Glas zum Verzehr heraus. Übrigens durch dieses “Vermusen” der Pesto oder Marmelade springen keine Gläser. Klappt prima und so hat man das ganze Jahr über immer frische Pesto!

  34. bärlauchsammler sagt:

    Ich hatte auch Bedenken wg. dem Fuchsbandwurm. War selbst gepflückt, aber trotzdem weiß man nie, welches Tierlein da so drüber spaziert. Deshalb habe ich den Bärlauch KURZ in Olivenöl angedämpft. War trotzdem genauso lecker und v.a. hat man beim Essen ein beruhigtes Gefühl!

  35. terranova911 sagt:

    Hallo Heidi&Peter vom 03.März 08, mich würde brennend interessieren was aus euren getrockneten Bärlauchblüten geworden ist ?!?!

  36. Violai sagt:

    Hallo,
    wir haben gestern auch frisches Bärlauchpesto gemacht. Der Duft war überwältigend, der Geschmack solala. Es ist ziemlich scharf und v.A. richtig bitter. Dabei haben wir schon ziemlich viel Zucker dazugegeben. Ich bin etwas verzweifelt, es wäre ja schade drum, wenn es jetzt keiner mehr äße…

  37. Manuel sagt:

    @ Violai:

    Ganz junger Bärlauch ist stärker (schärfer) als älterer (kurz vor der Blüte oder bereits am Blühen). In dem Fall kann man die Menge an Pinienkernen / Walnüssen erhöhen und eben etwas Zucker hinzugeben. Und wer es nicht “streng” mag, der nimmt eben etwas weniger zu den Nudeln / aufs Brot / in den Salat.

    Ich drück Dir die Daumen, dass Du Dein Rest-Pesto auch noch verköstigt bekommst :)

  38. micha sagt:

    Hey ihrs Fuchsbandwurm läßt sich nicht durch 70 grad wasser zerstören der hält zum Teil auch gut abkochen durch macht eu8ch da mal keine hoffnung entweder ihr kriegt ihn oder er war nicht drin

  39. lackipapi sagt:

    Die Eier des Wurmes sollen an den Beeren haften, heißt es, und beim Essen könnte sich der Mensch infizieren. Doch Bandwurmforscher geben Entwarnung: “Dass man sich von Beeren den Fuchsbandwurm holen kann, gehört ins Reich der Legenden. Es ist für keinen einzigen Patienten erwiesen, dass er sich so angesteckt hat”, sagt Molekularbiologe Klaus Brehm von der Universität Würzburg. Heidelbeeren aus dem Wald könnten nach dem Waschen bedenkenlos gegessen werden. Auch bei Bärlauch bestünde keine Gefahr. “Ich esse Beeren und Bärlauch auch und mache mir deshalb keine Gedanken”, bekräftigt Brehm. Allenfalls bei Erdbeeren, die häufig Kontakt mit dem Boden haben, kann sich der Forscher ein minimales Infektionsrisiko vorstellen.
    und abschließend

    Alles, was eh im Kochtopf landen, soll kurz über 60 Grad erhitzt werden, denn das ist nachweislich die einzig wirkungsvolle Methode den Fuchsbandwurm sicher abzutöten

  40. Lecker war dieses pesto auch stat pinienkerne sonnenblumen kerne :-D =) aber was sehr Wenig kalorin reiuhc ist wen man nur 100 ml öl nimt und dazu etwas dill und/oder peter silie nimmt sehr wüzig nicht zu scharf für jeden geschmak etwas und Pesto (slebstgeamcht) kan man bis zu 4 wochen un geöffnet auflagern geöffnet nur 2 wochen….

  41. mausi sagt:

    die letzten Kommentare waren ja der Hammer.

    Zu eigenen Bärlauchpflanzen, die den Garten überwuchern sollen – bei mir klappt das nicht, hatte 5 Pflanzen, davon leben noch 3 – muss wohl am Boden liegen. Hoffentlich reicht das für eine Portion.

  42. Lulu. (: sagt:

    Vor einigen Tagen,habe ich versucht Bärlauchpesto selbst zu machen,doch die hat dann viel zu streng geschmeckt.

    Kann es daran liegen,dass ich ganz frischen Bärlauch aus dem Garten genommen habe,oder muss man ihn vorher einige Tage kühl lagern?

  43. Sarah sagt:

    Was für Bärlauch auch super ist, ist Frischkäse.
    Dazu 500 gr Quark, 250 gr Butter, 200 gr Schmand und ein Bund Bärlauch verrühren. Schmeckt gigantisch lecker – kann man natürlich auch in kleineren Mengen machen, bei uns ist der immer so schnell weg :-)

  44. Horst sagt:

    Erstmals habe ich letzte Woche eine Menge Bärlauch verarbeitet.Gewaschen,nicht getrocknet,durch einen kräftigen Fleischwolf geschickt.Anschließend wurde der Brei in kleinen Portionen eingefroren.Werde mich in einigen Wochen nach einer Beurteilung (Geschmacksverlust u.s.w. ) melden. Weiterhin setzte ich eine beachtliche Menge gehackter Bärlauchblätter mit 54 % Alkohol in Gläsern an.Auch hier werde ich nach neinigen Wochen einen Kommentar abliefern.

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