Gesunde Lebensmittel : Top 11
Listen sind beliebt, denn Menschen vergleichen gerne und haben es am liebsten übersichtlich. Ein Ass in der Zusammenstellung von Lebensmittel-Listen ist der amerikanische Ernährungsexperte Jonny Bowden. Das Problem: häufig enthalten die Listen sehr exotische Lebensmittel, die nicht jeder im Schrank hat oder an die er/sie so schnell herankommt. Für das Health-Blog der New York Times hat Bowden eine Liste mit 11 Lebensmitteln zusammengestellt, die alle gesund sind – aber zu wenig gegessen werden:
“Nutritionist and author Jonny Bowden has created several lists of healthful foods people should be eating but aren’t. But some of his favorites, like purslane, guava and goji berries, aren’t always available at regular grocery stores. I asked Dr. Bowden, author of “The 150 Healthiest Foods on Earth,” to update his list with some favorite foods that are easy to find but don’t always find their way into our shopping carts.” (Zitat aus dem Artikel in der NYT)
Anbei die gesunde Lebensmittel Top-11 vom Nahrungsexperten:
- Rote Bete: Reich an Folsäure und gesundem roten Farbstoff, dem Betanin.
- Weisskohl: Er enthält unter anderem Senfölglykoside. Senföle sollen einen hemmenden Einfluss auf das Krebswachstum haben. Gibt´s häufig beim Döner “einmal mit alle” dazu.
- Mangold: Voll mit Vitamin A und hat viel Vitamin K.
- Zimt: Kann den Blutzucker und die Blutfettwerte senken – ein Effekt, der aber noch nicht eindeutig gesichert ist.
- Granatapfelsaft: Der Saft enthält Antioxiddantien und soll unter anderem den Blutdruck günstig beeinflussen.
- Trockenpflaumen: Besitzen ebenfalls viele Antioxidantien. Hilft auch bei Verdauungsbeschwerden.
- Kürbiskerne: Sie besitzen viel Magnesium. Entweder Kürbiskerne als Snack essen, oder zum leckeren (aber teuren) Kürbiskernöl greifen.
- Sardinen: Nicht jedermanns Geschmack, aber voll mit guten Sachen: Omega-3-Fettsäuren, Kalzium und B-Vitamine.
- Kurkuma (Gelbwurz): Das bitterscharfe Gewürz färbt Curry und ist laut Ernährungsexperte Bowden der „Superstar“ unter den Gewürzen.
- Blaubeeren (gefroren): In Tierversuchen zeigte sich ein günstiger Einfluss auf das Gedächtnis. Lecker z. B. mit Pfannkuchen.
- Kürbis (aus der Dose): Sättigt, ohne viel Kalorien zu haben und enthält Ballaststoffe sowie Vitamin A.
Auch wenn mir die Lebensmittel (fast) alle bekannt sind, esse ich davon tatsächlich recht wenig. Kürbiskerne kommen häufig zum Einsatz, Zimt ebenfalls, Blaubeeren schon weniger und Weisskohl eigentlich nie. Allerdings habe ich zum Granatapfelsaft eine gute Alternative anzubieten: Saft aus der Aronia. Auf jeden Fall sollte ich demnächst mal wieder etwas mit Rote Beete oder Mangold zubereiten
Wie sieht´s mit dem Verzehr der gesunden Elf bei den VitalGenuss-Lesern aus?

na da hab ich doch gute nachrichten: granatapfel und blaubeeren gehören in kürze neben aronia zu unserem saftboxensortiment. dann kann nix mehr schief gehen… ;o)
also nicht die beeren, sondern leckere nektare daraus…
na da bin ich doch einigermaßen beruhigt: vieles nutze ich schon in meiner Küche z.B: Kürbiskerne und Kurkuma, Blaubeeren (natürlich mit Pfannkuchen, klaro) und Kürbiskernöl für Salate. Aber Mangold werde ich auch mal wieder auf meinen Speiseplan setzen.
Karen
Bzgl. Weißkohl hab ich mal gehört, dass der hilft, Giftstoffe aus dem Körper zu leiten. Soll auch mit ein Grund sein, warum es in der ehemaligen DDR viel weniger Probleme mit Allergien gab, weil die Leute mehr Kohl gegessen haben (aus Mangel an anderen Dingen).
Hat sicher auch damit zu tun, dass nicht so ein Bohei um Desinfektionsmittelchen für den Haushalt gemacht wurde (oh, der kleine Peter war auf dem Töpfchen – schick mal lieber das Seuchenkommando durch, wegen der Bakterien
, und man somit gewisse “Zivilisationskrankheiten” nicht bekam.
Andererseits war der Verzehr von Kohl Deluxe in den Regionen Bitterfeld und Co. wohl anzuraten, bei der Luftqualität…
Das mit den Allergien ist reine Spekulation. Es gibt gewisse Gruppen, die weniger Allergien haben. Dazu gehörte eben auch die DDR. Genauso aber Waldorf-Schüler und Bauern-Kinder.
Wegen der Lebensmittel: Es gibt nicht sowas wie gesunde Lebensmittel. Für jeden ist was anderes gerade gesünder. Solche Listen bringen Menschen dazu Dinge zu essen, die sie nicht mögen und nicht brauchen. Das ist NICHT GESUND.
@ Horst: Klar ist erst einmal jedes Lebensmittel gesund – sonst wäre es ja keins. Ich glaube, Bowdens Ansatz war eher: “Liste mit 11 Lebensmitteln zusammengestellt, die alle gesund sind – aber zu wenig gegessen werden”. Das ist aber als Überschrift etwas lang
Und wenn die New Yorker jetzt Kürbiskerne statt Chips knabbern, ist das sicher nicht ungesund, oder?