Auch Ivyworld poppt!
Auch Du mein Sohn, Brutus ähm, Ivy? Gerade habe ich mich vor meinem Monitor regelrecht erschreckt – denn es fiel ein Marmeladenbrot auf den Bildschirm. Jedoch nicht von meinem Frühstücksteller, sondern aus den Untiefen des Ivy-Adservers:

Ja, auch bei Ivyworld hat man den “Sündenfall” begangen und vertraut jetzt auf Popup-Banner a.k.a. Nerv-Werbung. Wer auch “Marmeladen-Meister” werden möchte, gehe auf die Ivy-Seite und wähle den Bereich Essen-und-Trinken an. Eine kleine Frage sei mir aber gestattet: Was hat Werbung für einen konventionellen Zuckerhersteller auf einer Webseite zu suchen, die sich dem Thema BIO und ökorrektem Lifestyle verbunden sieht? Zielgruppengerechtes “Targeting” geht anders, möchte man meinen
Und wo wir gerade am Meckern sind: Warum zum Geier erhält der Durchschnittsbesucher ein ganzes Dutzend (12) Cookies auf seinen Rechner geschaufelt? Den IVW-Cookie zur Besuchermessung verstehe ich ja noch, aber der Rest?!? Wie gesagt – als zufälliger Besucher, nicht als eingeloggtes Mitglied…
Bildnachweis: (c) Screenshot von www.ivyworld.de

Hey Manuel, sorry, dass ich erst jetzt reagiere. Du hast natürlich recht: Targeting ist das nicht wirklich. Es entsteht folgendermaßen: Wir hängen in einem Vermarktungsnetz mit allen Titeln des Verlages und die Anzeigen sind nach den AGOF-Kriterien verteilt (hier wird das etwas sein wie “Gesundheit” oder “Essen” oder so). Wir suchen uns dabei die Werbung nicht aus, sondern können nur ausschließen (also “Atomkraft” usw.). Allerdings wüsste ich nicht, wie man Marmelade ausschließt, ohne dass es bizarr wird. Für uns war dabei sowieso etwas anderes viel wichtiger: Bei uns sollen Anzeigen und Redaktion streng getrennt sein, Anzeigen dürfen also nicht aussehen wie redaktionelle Beiträge. Ich hoffe (und bin auch überzeugt), unsere User wissen dann schon, wie sie mit dem umgehen, was sie nicht interessiert. Ich hoffe, das erklärt es. Liebe Grüße aus Hamburg, Michalis