Ecofont – sparsamer drucken
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die helfen können. So zum Beispiel ein neuer Font (Schriftart) für tintensparendes Drucken. Denn Druckertinte ist eine sehr teure Flüssigkeit, ein Liter kann schon mal über 1000 Euro kosten. Neben dem Geldbeutel schadet Druckertinte auch der Umwelt, da viel Müll durch nicht ganz geleerte Patronen entsteht. Eine holländische Firma hat jetzt über das Tintensparen im Büro nachgedacht. Ergebnis des Brainstormings: Eine Schrifttype mit Löchern. “We have ommited various shapes: dashes, squares, triangles and even asterisks. In the end the circle was choosen as the best candidate for the job“, so die Erfinder. Die Schrift basiert auf einer Open Source Schriftart, und soll bis zu 20% Tinte / Toner sparen. Das Font-Blog spricht allerdings von einer “Eco-Schnapsidee”. “Die Ecofont-Idee ist ein mathematischer Bluff, [...] eine kontrastreiche und schmal laufende Sansserif spart sogar Toner und Papier“, merkt man hier süffisant an. Wie auch immer – die Löcherschrift gibt’s hier zum kostenlosen Download.
Neben einem Eco-Font kann man natürlich noch mehr machen, um das Drucken umweltfreundlicher zu gestalten, Tinte und Papier zu sparen. So bietet es sich an, Papier doppelseitig zu verwenden, das spart im Regelfall die Hälfte an Blättern. Natürlich nicht sinnvoll für Bewerbungsunterlagen oder die neue Präsentation… aber im täglichen Hausgebrauch für Probedrucke, Drucke zum Redigieren etc. schon sinnvoll. Ebenfalls hilft es, wenn man die Druckqualität herunterschraubt und “Schnelldruck” auswählt, so vorhanden. Desweiteren sind moderne Drucker meist sparsamer als alte Modelle. Schon bei Kauf sollte man sich nach den Kosten für die Seitenzahl erkundigen, je geringer, desto weniger Tinte wird verbraucht. Für einige Tintenstrahler gibt es sogenannte “Refill-Sets”, d. h. die Tinte wird mit einer kleinen Spritze nach Verbrauch der Originalfüllung einfach wieder aufgefüllt. Das spart Geld und man kann die Kartusche wiederverwenden. Finger weg von Geräten, die nur mit einem Füllstand-Chip arbeiten. Dieser unterbindet ein erneutes Befüllen und steht häufig im Verdacht, schon “Leer” zu suggerieren, wenn noch Tinte um Behälter ist…

Sparen ist gut, aber diese Schrift würde ich mir nicht antun.
Mehr sparen kann man durch Überlegen, muss alles mehrmals ausgedruckt werden, muss zum Korrigieren ausgedruckt werden oder auch die sonstigen Vorschläge im post
Ein kleiner Tipp für Webmaster: Unter www.baummord.de wird erklärt, wie man seine Website so ausstattet, dass beim Druck der Seiten kein Papier verschwendet wird.
Ich weiss nicht. Was man bei Refilltinten sparen kann, legt man hinterher evtl. wieder drauf, weil die Druckköpfe zusauen und kaputtgehen können. Gerade bei modernen Geräten. Die alten Canon Bubblejets von anno dazumal ließen sich verhältnismäßig einfach auffüllen, bei den alten HP-Kisten gabs dann schon die ersten Probleme.
Sparsamer und auch billiger als Tinte ist eh Toner. Klar gibts dort auch Refillmaterial, aber das ist im Verhältnis gesehen nicht so anfällig wie Tinte.
Klar, ich habe mir mittlerweile auch den Tintenstrahler “abgewöhnt”. Die Frage ist nur – was ist umweltschädlicher? Die Herstellung und die Entsorgung von Toner(Kassetten) oder die Herstellung und Entsorgung von Tinten(Patronen). Ehrlich gesagt, weiss ich es nicht…
Soweit ich im Bilde bin, sind im Toner Harze und ein bissl Metall drin. Soll man ganz normal im Hausmüll entsorgen können. Man kann auch die leeren Kartuschen zum Hersteller zuückschicken. Früher (so vor 10 Jahren) hat man auch noch was für die Kartuschen bekommen. Ging auch mit leeren Tintenpatronen.
Über die Umweltverträglichkeit bin ich aber auchnicht wirklich im Bilde. Am gesündesten ist wohl das papierlose Büro.