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Der Körperzellen-Rocker

2. Juni 2008 von Manuel  
Abgelegt unter Im Netz

Seit einigen Wochen kursiert ein Tanz-Video auf Youtube durch die Webforen und landet häufig im E-Mail-Kasten mit der Aufforderung: “Guck mal, lustig!”. Die Rede ist vom Körperzellen-Rock, ein Lied zur Tanztherapie des Österreichers Michael “Mosaro” Scheickl. Er stellte das Video vor einigen Monaten selbst bei Youtube ein, wo die Körperzellen friedlich schlummerten, bis sie durch das Internetmagazin Spreeblick.com entdeckt und aufgeweckt wurden. Seitdem verbreiten sich der Song rasant durch das Netz. Wir haben “Mosaro” ein paar Fragen zu seinem Youtube-Überraschungserfolg gestellt.

Frage: Sie haben ihr Lied “Körperzellen-Rock” am 31. Dezember 2007 bei Youtube eingestellt. Was waren die Gründe dafür?

Mosaro: Mich fasziniert dieses neue, innovative Medium und ich wollte und will auch in Zukunft, vor lauter Begeisterung und zu Ehren der Erfinder, meinen Beitrag dazu leisten.

Frage: Das Video fristete auf der Video-Plattform bis vor einigen Wochen ein ruhiges Dasein. Dann wurde der Song u.a. durch das Weblog Spreeblick “entdeckt” und der Öffentlichkeit vorgestellt (Link). Danach begann die virale Verbreitung – mittlerweile haben das Video bereits über 180.000 Menschen gesehen. Wie fühlt man sich, wenn man zum
“Internetstar” wider Willen wird?

Mosaro: Wenn ich einen Beitrag in einer öffentlichen Plattform einstelle, dann kann nichts, was in der Folge passiert “wider Willen” sein. Ich fühle mich sehr geehrt und freue mich über die rasante Verbreitung!

Frage: Wenn man sich die Kommentare unter der populärsten Version Ihres Körperzellen-Videos anschaut, dann sind einige Antworten schon starker Tobak: “ist das heilbar?“; “das riecht nach Sekte“; “auf so einen song würde ich nicht mal kommen, wenn ich 50 feiglinge intus hätte“, das sind noch die harmlosen Bemerkungen. Tut Ihnen das weh, wenn Sie das lesen?

Mosaro: Ich bin seit über 30 Jahren in der Musikbranche tätig und habe mich daran gewöhnt zu polarisieren. Nach wie vor nehme ich jedes Urteil sensibel wahr. Aber ich habe etwas etdeckt und das ist für mich sehr hilfreich: Alle, die positiv und negativ beurteilen, werden genauso – für ihre Meinung – positiv und negativ beurteilt. Somit stimmt ein Zitat aus dem Lied: “Always look on the bright side of life” [von Monty Python, Anm. d. Red.], welches da lautet: “remember that the last laugh is on you!”

Frage: Erhalten Sie wegen des Songs mehr E-Mails und Nachrichten? Wenn ja – wie ist der Tenor? Gratuliert man Ihnen, oder veralbert man Sie?

Mosaro: Ja, ich bekomme mehr E-Mails. Der Tenor ist überwiegend positiv. Die meisten Leute probieren es mit dem Körperzellen Rock, nach anfänglicher Skepsis einfach aus und erleben dann Lebensfreude und Spaß dabei!

Frage: Hat sich der Erfolg des Songs schon auf Ihre CD-Verkäufe, GEMA-Ausschüttungen durch Radio-Abspielungen etc. ausgewirkt, bzw. haben Sie überhaupt etwas von Ihrem plötzlichen Ruhm?

Mosaro: Allein die Tatsache, dass dieser Song so viel Aufmerksamkeit erregt, freut mich riesig. über die GEMA Abrechnung kann ich erst frühestens in 2 Jahren Auskunft geben, da ich bei der österreichischen AKM Mitglied bin und die Auslandsabrechnungen eben erst nach 2 Jahren kommen. Meiner Erfahrung nach wird es sich aber nicht so stark auswirken. Im übrigen geht es auch gar nicht darum. Mir geht es darum, Menschen, die ewig an ihrem eigenen Körper herumn?rgeln dazu zu bringen, ihn prinzipiell einmal so anzunehmen, wie er ist!

Frage: Wie das bei “Internet-Phänomenen” so üblich ist, entstehen häufig neue Versionen der jeweiligen Videos von anderen Nutzern. Auch beim Körperzellen-Rock ist das so, auf Youtube finden sich bereits Remixe, z. B. eine Techno-Version oder eine Verwendung in einem Hip-Hop-Video. Wie finden Sie das? Können Sie darüber lachen oder ärgert Sie das?

Erfinder des KörperzellenrockMosaro: Ja, ich bin restlos begeistert. Ist das nicht toll? Wie viel Arbeit sich da manche Menschen machen. Allein das ist schon ein Wunder! Ich beglückwünsche alle, die da ihren Beitrag geleistet haben. Diese Menschen führen, oder werden alle ein erfolgreiches Leben führen. Ich bin mir sicher! Wenn man etwas aus reiner Begeisterung, einfach so, ohne Frage nach Kohle machen kann, dann ist man konkurenzlos! So hat es auch bei mir vor 30 Jahren begonnen und ich wurde mit riesen Erfolgen belohnt.

Frage: Wie Sie auf Ihrer Webseite schreiben, haben Sie früher kommerzielle Musik gemacht, waren Teil der Band ONE FAMILY und traten sogar 1982 für Österreich beim Eurovisions Songcontest an. 1997 sind Sie dazu übergegangen, eher spirituelle Lieder zu schreiben. Wo würden Sie Ihren “Körperzellen-Rock” denn selber einordnen, gerade wegen der eingängigen Melodie (Ohrwurm!) ?

Mosaro: Darüber mache ich mir prinzipiell keine Gedanken! Mir macht die Arbeit mit diesem Song, so wie mit allen anderen Liedern, die seit 1997 entstanden sind Spass. Das ist wichtig für mich! Dieser Funke der Begeisterung springt an meinen Live-Auftritten immer über und gibt meinem Publikum viel Kraft für ihr Leben! Das macht dann gleich noch mehr Spass! Darum geht es mir!

Frage: Wie ist das “Ohrwurm-Lied” entstanden – gab es einen speziellen Grund? Und auf welcher Veranstaltung entstanden eigentlich die Konzert-Aufnahmen die im Körperzellen-Video zu sehen sind?

Mosaro: Das Ohrwurm-Lied kommt ursprünglich aus den Staaten und ist ein “Traditional”, also ein Volkslied. Astrid Kuby, eine sehr empfehlenswerte Tanztherapeutin, kam mit dieser Idee auf mich zu. Es war also ihre Idee! Ich bin vor lauter Begeisterung gleich aufgesprungen und habe dieses Lied mit dem Text von Ihr produziert und besungen. Das Video wurde von Clemens Kuby aufgenommen. Wo das war, weiß ich nicht mehr, weil wir schon sehr viel damit unterwegs waren. Astrid und ich veranstalten 2-tägige Workshops mit Liedern dieser Art und die sind sehr gefragt.

Frage: Wie geht die “Mitsängerin” Astrid Kuby mit dem plötzlichen Ruhm des Songs um, oder hat sie das noch gar nicht mitbekommen?

Mosaro: Astrid ist eine bewundernswerte Persönlichkeit. Sie hat, genau wie ich, die Vorgänge in Youtube bemerkt. Sie versucht nun, gemeinsam mit mir, einen Verlag zu finden, der die nötige Potenz zur Verbreitung unseres “Körperzellen Rocks” aufweist.

Frage: Hat sich ihre spirituelle und auch musikalische Arbeit durch den”Youtube-Erfolg” geändert? Werden Sie ihren neuen Bekanntheitsgrad ausnutzen, und wenn ja wie?

Mosaro: Nein, meine spirituelle und musikalische Arbeit hat sich durch den “Youtube-Erfolg” nicht geändert. Ja, ich werde ihn dadurch ausnutzen, indem ich so weitermache wie bisher :-)

Frage: Und die letzte Frage: Sie behaupten vom Körperzellen Rock, ich zitiere: “[dass er] Krankheiten heilen, ein stärkeres, körperliches und geistiges Wohlbefinden [bringen kann]“. Haben sich denn schon Hörer bei Ihnen mit derartigen “Heilungserfolgen” bei Ihnen gemeldet?

Mosaro: Jesus hat gesagt: “Dir geschieht nach Deinem Glauben“. Viele Heiler haben bei ihrer Arbeit entdeckt, dass Krankheit ein Produkt unseres Bewusstseins ist. Wir Menschen haben also die Macht, über unsere Gesundheit zu entscheiden. Wenn ich nun den Text: “Jede Zelle meines Körpers ist glücklich” verinnerliche, was wird passieren? Ich wünsche allen Menschen die beste Gesundheit und viel Liebe für den eigenen Körper!

Wir bedanken uns für das Gespräch.

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Kommentare

6 Kommentare zu “Der Körperzellen-Rocker”
  1. kara sagt:

    Genial- vielen Dank für den Song. Er produziert gute Laune, ob man will oder nicht. Ich habe mir das Lied in einer Endlosschleife auf CD gebrannt und verschenkt- glückliche Gesichter waren die Resonanz.
    LG kara

  2. Gast sagt:

    Vielen Dank für den Ohrwurm, den werd ich wohl die nächsten Wochen nich emhr los. =)

    [Keine Keywords als Name und auch kein Artikelverzeichnis-Spam!]

  3. Frauke sagt:

    Ich finde den Körperzellensong wunderbar und werde ihn in meiner Tanztherapie einbringen.
    Es gibt nichts schöneres als positive Lieder und Texte.Es ist ein echter Ohrwurm, den es Spass macht zu tanzen.
    Vielen Dank dafür

  4. Katharina sagt:

    Es gibt doch tonnenweise Happy Sound der “glücklich” macht und richtig gute Musik mit mehr oder weniger intelligentem Text ist….

    Wenn man auch den Gehirnzellen was Gutes tun will legt man vielleicht doch lieber einen Beatles Song auf oder Katrina and The Waves.

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  1. [...] ist der Ohrwurm des Todes: Der Körperzellen-Rock. Macher Mosaro schwadroniert hier darüber, dass das Lied eine therapeutische Wirkung hat und man damit sogar Krankheiten heilen [...]

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