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10 Thesen zur (zukünftigen) Ernährung

17. April 2007 von Manuel  
Abgelegt unter LOHAS

artikel-135Der Verfasser des Puure-Blog macht sich Gedanken über die Zukunft der Lebensmittel. Peter Zimmermann fasst die Zukunft der (Schweizer) Landwirtschaft in zehn Thesen zusammen.

Die Industrialisierung der Ernährung führte im 20. Jahrhundert zu einer quantitativ sicheren Nahrungs- mittelversorgung, hatte aber gleichzeitig eine Entmündigung der Konsumenten und einen konstanten Druck auf die bäuerlichen Einkommen zur Folge, die deshalb mit staatlichen Transferzahlungen punktuell gestützt werden mussten.

Leider klingt das meiste zwar richtig, aber arg verschwurbelt wissenschaftlich. Darum hier der Versuch, seine guten Gedanken etwas zu “übersetzen” und um meine Meinung zu ergänzen.

1. Jede Volkswirtschaft kann nur funktionieren, wenn die Bevölkerung genug zu Essen hat. Bauern versorgen “Städter” (Nun, das ist seit der Antike so…)

2. Wo der Bauer pflügt, entstehen Felder. Auf diesen Feldern wachsen Kartoffeln, Weizen und Co. Die “Kulturlandschaften” sind nicht schön, aber notwendig. (Werden sich Ackerflächen noch weiter ausbreiten – und wo bleibt dann der Mensch?)

3. Du bist, was Du isst – darum hat der Konsument kein Interesse, sich mit minderwertigem Essen zu vergiften. (Hmmm, warum wird dann so viel minderwertiges Essen gekauft? Weil es billig ist…)

4. Der Konsument kauft am liebsten, was er sehen kann, bei denen, die sein Vertrauen genießen. (Meine Rede! Direktvermaktung)

5. Bäuerliche Landwirtschaft und Ernährungsindustrie können nicht zusammen kommen. Durch die Subvention von Großbetrieben werden Kleinbauern vom Markt verdrängt. (Und dadurch werden auch Investitionen, z. B. Umwandlung in Biobetriebe verhindert)

6. Wenn das Essen (zu) billig wird, verhungern die Bauern (sic!)

7. Agrarpolitik ist Gesellschaftspolitik – was auf den Acker kommt, bestimmt die Industriegesellschaft. (Probleme: z.B. Biotreibstoff und die Verteuerung der Lebensmittel)

8. Die staatliche Agrarpolitik ist Fluch und Segen für die Landwirte zugleich (EU-Subventionen vs. Schutzzölle)

9. Die Eigen- und Direktvermarktung von Hofläden und bäuerlichen Betrieben scheitert an hohen Kosten (Nun, vor allem müsste der Konsument daran interessiert sein, “auf dem Wochenmarkt” einkaufen zu gehen – dann würde sich das auch für Bauern lohnen…)

10. Handel und Verarbeitung von Nahrungsmitteln müssen (wieder) unter nachhaltigen Gesichtspunkten geschehen. Das hilft Produzent und Konsument! (sic!)

(Linktipp von: nachhaltigkeitsblog) ; Screenshot: puure.ch

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