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Auto statt Austern

21. Juli 2007 von Manuel  
Abgelegt unter LOHAS

Wenn das edle Katzenfutter aufs Kilo gerechnet teuer ist als der Premium-Schweinerücken und wir im Supermarkt freudig das Katzenfutter einpacken und beim Fleisch lieber zur Leberwurst greifen, dann ist das ein Zeichen für veränderte Prioritäten. Frühergab der Bundesdeutsche im Schnitt bis zu 50% des Einkommens für Lebensmittel aus. Heute sind es etwa 14%. Dafür geben wir das “vom Munde abgesparte” Geld lieber für andere Sachen aus. In einer Spiegel-Kolumne beklagt sich Ullrich Fichtner darüber, dass in Deutschland die Haustiere oft besseres Essen bekommen als die Halter. Wir, so sein Fazit, würden auch ohne Not wie Bettler essen. Das sei eine nicht nur ungesunde sondern auch zynische Umschichtung der Lebenshaltungskosten.

“Man kann sagen, wir sparen uns die iPods und die DVD-Player, die Rollerblades und die Autos buchstäblich vom Munde ab. Essen muss billig sein – damit es unseren sonstigen Konsumgewohnheiten nicht störend in die Quere kommt, es hat sich einzufügen in einen “Way of Life”, der uns vorschreibt, dass originelle Klingeltöne fürs Handy wichtiger sind als die Qualität von Butter oder Brot, und das ist, finde ich, ein starkes Stück.”

Unbedingt lesen! Spiegel Online – Ramsch im Getriebe

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Kommentare

2 Kommentare zu “Auto statt Austern”
  1. Frank sagt:

    Sind das im schnitt wirklich nur noch 10% ? Dann gehöre ich wohl zweifelsfrei nicht mehr zum Durchschnitt. Interessant finde ich hier auch, dass das Konsumverhalten in südlichen Ländern wie Spanien noch deutlich anders ist. Der Spanier gibt doch einiges für besondere Leckereien aus und die Lokale sind immer voll, während Haustiere hingegen eher seltener sind, der Wachund eben und sonst kaum was.

  2. Manuel sagt:

    Ich habe mich da im ersten Moment auf die Angaben von Herrn Fichtner verlassen. So ganz scheint es aber nicht mehr zu stimmen – da ja auch die Preise mittlerweile wieder etwas anziehen (Obst + Gemüse). Die letzte Erhebung geht von 13,9 Prozent aus. (Quelle: http://www.agranet.de/7515.php)

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