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17. May 2012 | Nachrichten Feed

Getarnte Einweg-Pfandflaschen bei Lidl

26. August 2008 von Manuel  
Abgelegt unter LOHAS

Wer sich in Deutschland beim Discounter LIDL mit Bier eindeckt, sollte sich die Flaschen genau ansehen, die er dort im Laden erhält. Seit diesem Sommer wird dort Bier der Marken Veltins, Wernesgrüner und Franziskaner in Einwegflaschen verkauft. Das übliche Einwegpfand von 25 Cent pro Flasche wird fällig. Allerdings sehen die Flaschen exakt aus wie normale Einwegflaschen (für die es 8 Cent gibt). Das Problem für den Verbraucher: Bei der Rückgabe im Getränkehandel oder einem Lebensmittelgeschäft werden die Flaschen von Supermarktmitarbeitern wie von Automaten anscheinend oft als Mehrwegflaschen “erkannt”, die Folge ist ein Verlust von 17 Cent pro Flasche.

Die Deutsche Umwelthilfe verklagt jetzt die beteiligten Brauereien wegen Irreführung. Der Vorwurf: Mit dem sogenannten “Pfandschlupf” würden ungerechtfertigte Gewinne eingefahren und außerdem das Mehrwegsystem geschädigt. Denn die falschen “Mehrwegflaschen” können nicht als solche verwendet werden sondern müssen aussortiert werden. Mehr zum Thema im Umweltblog – mit Radiobeitrag. Ein interessantes Detail ist aber offen geblieben – wie viel Pfand erhält man denn eigentlich bei der Rückgabe bei Lidl?

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Kommentare

3 Kommentare zu “Getarnte Einweg-Pfandflaschen bei Lidl”
  1. M. sagt:

    Wenn man die Lidl eigenen Glas-Einwegflaschen wieder bei Lidl in den Tomra steckt, bekommt man dort korrekt die 25¢. Die Lidl-Automaten überprüfen zwar grob die Flaschenform, entscheiden aber anhand des Barcodes, ob es sich um eine Einwegpfandflasche handelt.

    Kritisch sind natürlich lax kalibrierte Automaten, die Kisten annehmen, dort rutscht eine Veltins-Reliefflasche in einer Kiste für NRW-Flaschen schonmal durch, in der Einzelflaschenannahme seltener.

    Insgesamt schätze ich den Gewinn/Verlust durch diese Fehlbepfandung gering ein, soweit ich weiss bleibt der Pfandschlupf auch bei der DPG, so dass die Ketten und Abfüller zunächst nicht profitieren.

  2. Manuel sagt:

    Na ja, ich bin auf alle Fälle gespannt, wie ein eventueller Prozess ausgeht :-)

    Was in dem Radiobeitrag etwas bedenkenswert war, ist die Tatsache dass nach deren Aussage beide Hersteller-Geräte (Trautwein / Tomra) Probleme mit den Flaschen haben würden…

  3. Lukas sagt:

    Ich denke auch, dass man sich durchaus einfach Automaten suchen kann, die nur eine Sorte Leergut annehmen. So ist das ja eigentlich an den meisten Stellen. Und dann steckt man sein “teures” leergut eben einfach in den richtigen und bekommt auch 25ct zurück. Aber wie immer scheint diese Lidl-Taktik ja wieder für Empörung zu sorgen. Ein wenig wahrscheinlich auch zurecht, doch am Ende werden die Wogen sich wieder glätten und alles läuft wie gewohnt weiter. So war es bislang ja mit allen Skandalen bei den Discountern.

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