Gefahr durch giftiges Sexspielzeug
7. September 2006 von Manuel
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Wir essen Biogemüse, fahren umweltfreundliche und spritsparende Autos und verzichten auf agressive Reinigungsmittel. Aber – wer macht sich schon Gedanken um… ähm, Sexspielzeug? Dabei sind die kleinen Liebeshelfer häufig alles andere als harmlose Zeitgenossen. So sind z.B. Vibratoren nach einem Bericht des Stern 2001 [Artikel nicht mehr online] häufig mit gefährlichen Chemikalien belastet. Aus den Sex-Utensilien können giftige Lösemittel entweichen, selbst wenn diese nicht im Einsatz sind. Zusätzlich enthalten sie teilweise mehr als 25 Prozent Weichmacher (PVC). Solche Stoffe möchte man natürlich nicht mit seinem Körper in engeren Kontakt bringen.
Gerade die sogenannten Phthalate (Weichmacher) können den Hormonhaushalt des Menschen und die Sexualfunktionen beeinträchtigen. Aber nicht nur beim “Jelly-Spielzeug” sollte die Käuferin oder der Käufer aufpassen. Auch Latex, Schaumstoff (PUR) oder Gummi kann bei empfindlichen Personen zu Problemen führen. Hier gibt es eine gute Übersicht über die einzelnen Materialien. Man sollte beim Kauf von Liebesspielzeug also unbedingt darauf achten, dass Produkte ohne diese gefährlichen Zusatzstoffe erworben werden. Zwar sind die Weichmacher in Kinderspielzeug, medizinischem Material und im Lebensmittelbereich streng verboten – aber in den regulären Handel gelangen sie durch einen gefährlichen Trick. Sie werden als “Novelties” oder Scherz-Spielzeug deklariert und fallen somit nicht unter die strengen EU-Vorschriften.
Das amerikanische Öko-Webjournal Treehugger hat sich dieser Problematik angenommen und ist auf die Straße gegangen, um Passanten über die gefährlichen Lovetoys aufzuklären und ökologisch unbedenkliche Alternativen vorzustellen. “So you eat organic veggies, drive a hybrid, and use eco-friendly detergent? What about sex toys? Do you dare to go green between your organic sheets?” Im Film zeigt Carolyn Riccardi von Babeland.com auf lockere und doch informative Weise PVC-freies Spielzeug und gibt Tipps, wie man gute von schlechten (giftigen) Produkten unterscheiden kann. Es muss also nicht immer der Gang in den Gemüsegarten sein
(Update: Der Film ist nicht mehr online. Und den Link bitte selber aufsuchen – darf das nicht mehr verlinken, da dass angeblich “bähbäh!” Content ist!)
Weitere Infos: Grist.org – Naughty by nature / Sciam.com – Studie über Phtalate / Netdoktor.de – Sextoys Warnung
Bildnachweis: 1. Photocase.com;

Ein wichtiges Thema, das uns alle angeht! Hat sich die Stiftung Warentest eigentlich schon mal damit befasst?
Wenn nicht, wäre es wohl an der Zeit!
Warentest bringt zwar immer wieder das Thema Weichmacher auf den Tisch:
http://www.stiftung-warentest.de/online/haus_garten/meldung/1365869/1365869.html (Heimwerker)
http://www.stiftung-warentest.de/online/kinder_familie/test/1390037/1390037/1387333.html
(Kinderwagen)
etc. Aber mit o.g. Thema haben sie sich wohl noch nicht beschäftigt.
Ebenso Ökotest – allerdings gab es dort schon mal einen Test von Gleitmitteln (http://www.oekotest.de/cgi/ot/otgp.cgi?doc=35594), mit zum Teil ebenfalls bedenklichen Ergebnissen.
Gruß, Manuel
Es gibt natürlich auch Vibratoren, die keine Weichmacher enthalten. Emotional Bliss hat sich bereits vor Jahren mit diesem Problem auseinandergesetzt und und reagiert. Hier erhalten Sie Vibratoren ohne Weichmacher. Zusätzlich sind diese mit einer antibakteriellen Schicht versehen.
Leider ist dies noch kein Standard in dieser Branche.
Also wer echt gesundes sexspielzeug möchte, findet bei selfdelve sicher etwas….