Ivy-Magazin: Die 1/2te Ausgabe
Im vergangenen Dezember kam die erste Testausgabe des Ivy Magazins heraus. Jetzt gibt es die erste “richtige” Magazin-Nummer im Zeitungsregal – wenn auch noch nicht überall in der Republik. Das ganze Heft könnte man unter das Motto: “Vom Kunststück, umweltbewusst zu leben, ohne ein Ökospießer zu sein” stellen. Wie im vergangenen Heft gibt es eine bunte Mischung aus Geschichten, Kolumnen, Ratgebern und Einkaufstipps. Was auffällt, diese Ausgabe ist zwar ähnlich aufgebaut wie das Testheft, fühlt sich aber “runder” an. Hauptthema des Ivy-Magazins vom Mai ist ein Essen-Dossier. Auf über dreißig Seiten dreht sich alles rund um das Thema Bio-Essen. Ist Bio wirklich immer besser? Wie gut kann Bio vom Discounter sein? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Bio und Super-Bio? Auf all diese Fragen gibt es kompetente Antworten. Ein Highlight und Lesetipp ist die Reportage “Zwei Kühe” – das Leben einer biodynamisch gehaltene Milchkuh sowie das einer konventionell gehaltenen Kuh wurde unter die Lupe genommen. Sehr spannend!

Der Rest des Heftes wird aufgeteilt in die Rubriken “Denken” (mit einem Portrait von Jack Johnson und dem Walschützer Paul Watson), “Kaufen” (u.a. mit dem Traumwagen Tesla und organischer Kosmetik) sowie “Handeln”. Die letztgenannte Abteilung hält schöne Anregungen bereit – zum Beispiel einen Artikel über Regional-Währungen und ein Plädoyer fürs Wandern. Hier unbedingt zum empfehlen – die Kolumnen “Kinder machen Grün” und “der wütende Vegetarier”. Alles in allem eine gelungene Fortsetzung des ersten Print-Versuchs, auch wenn mich der ganze kaufen, kaufen, kaufen-Bereich weiterhin erstaunlich kalt lässt. Ok, die Bambus-Tastatur vielleicht…
Ich bin gespannt, ob und wie sich die Themenvielfalt bei regelmäßig erscheinenden Heften durchhalten lässt. Oder ob das “Waschbrettbauch-Jetzt!”-Phänomen von Fitnesszeitungen auch für ein LOHAS-Magazin gilt.
Die Verschmelzung von Print und Online, die zum Konzept von Ivy(world) gehört, wird in dieser Ausgabe endlich Rechnung getragen. In der Rubrik “Logbuch” kommen auf sieben Seiten die Nutzer von ivyworld.de zu Wort. Im Verhältnis zur Heftdicke (166 Seiten inkl. Werbung) nicht übermäßig viel, aber ein Anfang. Wann die nächste Ausgabe erscheint, geht aus dem Heft nicht hervor. Das hat seinen Grund – auch die Mai-Ausgabe von Ivy ist noch nicht der Startschuß gewesen, sondern weiterhin ein Testballon. Zwar gibt es diese Ausgabe ganz normal im Handel zu kaufen, jedoch nur im Großraum München (Kampfansage an die dort ansäßigen Utopisten? *g*) sowie im Ruhrgebiet. Der Norden und Osten Deutschlands gehen noch leer aus, was sich aber ändert, wenn der Appell auf Ivyworld.de gehört wird: “Kaufen Sie’s einfach (es kostet 2,50 Euro), erzählen Sie anderen davon und sagen Sie uns, wie es Ihnen gefällt. Wir würden nämlich nichts lieber tun, als so bald wie möglich regelmäßig ein gedrucktes IVY zu machen.”
PS: Da Recycling bekanntlich vom Mitmachen lebt – wir verschenken unser Heft gerne, nachdem wir es ausgelesen haben. Falls jemand Interesse hat – einfach per Kommentar melden!

Hallo Vital-Genuss!
Gerne wäre ich der nächste Schritt im Recycling-Prozess. Würde mich sehr über die Zusendung des Heftes freuen, da ich auch zu denjenigen gehöre, die dort wohnen, wo der Testballon nicht steigt.
Viele Grüße,
Jan
Krass, bei Ebay gibt es ein Heft zu kaufen:
Link zur Auktion . Das steht schon bei 4 Euro…
Ich würde auch gerne recylen!
Lieben Gruß,
Pauline
Hallo Vital-Genuss,
habe mir das Heft gekauft und stimme ihnen in allen Punkten zu. Tolles Produkt mit spannenden Geschichten (ja, das geht beim Thema GRÜN wirklich) und vielen hilfreichen Tipps. Die Kauf-Geschichten interessieren mich auch nicht die Bohne, dadurch wird das Heft zu Möchtegern-lifestylig. Die sollten sie lieber wie eine brandeins durch weitere tolle Geschichten ersetzen. Neon macht jetzt auch immer mehr in Produkte, seitdem hab ich mein Abo abbestellt. Und das mit den Utopisten, naja, glaube nicht, dass die danach ihre Städte ausgesucht haben. Utopia, wo ich auch Mitglied bin, ist doch ein ganzes Stück weniger “cool” und “trendy” als IVY, eher Community, informierend, kritisierend, verändernd. Die haben meiner Meinung nach wenig miteinander zu tun und sollten lieber mal über eine Zusammenarbeit nachdenken. Denn ich glaube, dass die breite Masse der Utopisten (von den harten Ökos mal abgesehen) sich den journalistischen Stil von IVY wünscht und IVY-Leser und User sich gerne mit anderen Menschen austauschen.
Hier übrigens auch noch eine Kritik zum Heft vom Wettbewerb:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,548848,00.html
Grüße,
der Monty
Hallo Monty,
das mit der “Kampfansage” war auch eher etwas scherzhaft gemeint. Wahrscheinlich ist die LOHAS-Szene in MUC höher als in HH… keine Ahnung. Wundert mich aber, dass es das Heft nicht in Hamburg gibt – wo doch die Redaktion dort sitzt.
@ Pauline und Jan: Ist – notiert, warten wir noch ab, wer da noch dazu stößt, dann muss halt gelost werden. Oder aber ich pack die Ausgabe (plus der Nullnummer) auf Ebay und spende den Erlös
Gruß, Manuel
Manuel, danke für die ausführliche Besprechung, das Lob und die Kritik von den IVYs aus Hamburg. Und als exklusive Sonderinformation, falls das wirklich jemand wissen mag: Die Testgebiete werden natürlich auch danach ausgesucht, wo man sich Interesse verspricht – aber es gibt auch sehr handfeste Gründe wie: Wo kann welcher Grossist umfassend beliefern, welche Gebiete kann man gut regional bewerben usw. Denn der Test soll so aussagekräftig wie möglich das Szenario simulieren, das wir hätten, wenn wir bundesweit an den Markt gehen würden. Sonst wären wir natürlich rasend gern auch in Hamburg am Markt – schon um vor unseren Eltern anzugeben …
hallo vital-genuss,
vielen dank für den hinweis für den ivy-magazin. wo bekomme ich die Zeitschrift?
[Keyword als Name? Gibt´s hier nicht! Darum Änderung in "Gast". URL-Spamming? Gibt´s auch nicht. Darum wurde die Webadresse gelöscht.]
Hallo “Gast”,
falls die Frage wirklich ernst gemeint war, die Antwort steht bereits im Artikel und hier nochmal in aller Kürze: a) Großraum München, b) Großraum Köln. Alles weitere bitte auf der Webseite “ivyworld.de” erfragen.
Aber was sich mir aufdrängt, als Frage – warum erstellt eine renommierte Agentur mit wirklich beeindruckenden Referenzen für ihre Kunden derartige “Kommentare”? Und gibt dann als E-Mail-Adresse auch noch die Agentur selbst an?
Ist das die Art von Link-Building, die einen nach “vorne-in-Suchmaschinen” bringen soll?
Ich hoffe nicht…
Hallo,
ihr könntet das Heft auch einfach als “bookray” über bookcrossing.com oder als Wanderheft über tauschticket.de laufen lassen, dann schickt man es immer einfach an den/die nächste/n Interessenten/in weiter.