Nicht (nur) jammern – machen!
Da reibt sich der mündige Fernsehzuschauer doch ein wenig die Augen. Beim gestrigen Monitor-Spezial: “Unser Konsum euer Hunger” gab es neben den vielen Ist-Zustandsberichten aus der Welt auch den
Abschlussbeitrag, der schon fast als LOHAS-Appell durchgehen könnte. Im Interview mit Jeffrey Sachs einem Ökonom von Weltruf und Berater vieler Regierungen und UN-Sonderbeauftragter, machte dieser deutlich:
“Es ist an uns, es sind unsere Ansprüche, unser Konsum. Wir sind 6,7 Milliarden Menschen auf der Welt, von denen jeder durchschnittlich 10.000 Dollar in der Weltwirtschaft ausgeben kann. Ein globaler Reichtum von 70 Billionen Dollar steht einem begrenzten Angebot von Nahrung, Wasser und Energie gegenüber. Das ist die Herausforderung.”
Und die Monitor-Moderator entließ die Fernsehzuschauer mit den Worten: “Niemand, ob Konsument, Unternehmer oder Politiker, ist alleine “schuld” an der Misere. Wir sind jetzt alle dran.”
Selten habe ich eine Politmagazin-Sendung gesehen, die so appalativ war, es scheint sich also doch langsam etwas zu bewegen. Nur schade, dass die wirklich spannende Extrasendung zeitgleich mit dem “Schland!“-Spiel gegen Kroatien gesendet wurde… (obwohl man beim Fußball-Debakel der National-Elf nicht wirklich besser unterhalten war, wage ich zu behaupten). Wer die Sendung verpasst hat, kann sie im WebTV ansehen.
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