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8. February 2012 | Nachrichten Feed

We feed the World

25. April 2006 von Manuel  
Abgelegt unter LOHAS, News

wefeed-bild1.jpgMit WE FEED THE WORLD hat sich der Regisseur Erwin Wagenhofer aus Österreich auf die Spur unserer Lebensmittel gemacht. Sie führte ihn nach Frankreich, Spanien, Rumänien, Brasilien und zurück nach Österreich. Ab Donnerstag, den 27. April kommt der Film auch in die deutschen Kinos. Da “We Feed…” zentrale auch Bio-Themen anspricht, konnte die Firma Bioland als Kooperations- und Präsentationspartner gewonnen werden. Auf einer kleinen Kinotour vom 25. April bis 29. April stellt Herr Wagenhofer seinem Film in verschiedenen deutschen Städten persönlich vor. Leipzig ist aber leider nicht dabei :-(

Eigentlich wollte Erwin Wagenhofer nur eine Dokumentation über die Wiener Wochenmärkte machen, doch dann weckten die angebotenen Produkte sein Interesse. „Wo kommt das Zeugs eigentlich her?“, fragte er sich (auf den blauen Pfeil klicken, um den Ausschnitt zu hören). Die Recherchen begannen, und sehr schnell wurden Ungereimtheiten aufgedeckt (soziale Verantwortung, Einfluss globaler Konzerne, Gentechnik, Tierhaltung etc.), und es blieb auch nicht beim Drehort „Naschmarkt. Anhand von verschiedenen Beispielen in verschiedenen Ländern werden fragwürdige Herstellungsbedingungen von Nahrung hinterfragt: Fischfang in Frankreich, Tomatenanbau auf riesigen Plantagen in Südspanien, hybrides Saatgut in Rumänien, und die Aufzuchtbedingungen auf einer österreichischen Hühnerfarm. Sogar nach Brasilien reiste das Filmteam.

Ein Highlight des Films dürfte ein Interview mit dem Vorsitzenden von Nestlé Peter Brabeck sein. Mit Ihm hat sich der Regisseur über das „Lebensmittel“ Wasser unterhalten. (Audiokommentar). Auch wenn der Konzern für viele Menschen ein rotes Tuch ist, Wagenhofer wollte auch hier niemanden bloßstellen: „[...] Ich bin auch ganz sicher, dass Peter Brabeck überhaupt nichts gegen den Film haben wird und dagegen, wie wir das Interview montiert haben. Er sieht die Welt so, das ist seine Weltsicht, er hat sie zu vertreten. Er vertritt eben auch die Konzerne, das ist sein Job, dafür kriegt er extrem viel Geld bezahlt. Er ist für mich nicht der Böse. Das ist die eine Haltung, und es gibt eine andere.“

Wer jetzt Lust auf den Film bekommen hat, der kann sich hier den Trailer anschauen, und hier nachgucken, in welchem Kino des Vertrauens der Film gezeigt wird. In Hamburg, Münster, Frankfurt und Stuttgart könnt ihr die Kinotour nutzen, und den Regisseur mit Fragen löchern, und die Botschaft seines Films diskutieren: “Wir, wer denn sonst?!”

Täglich werden Tonnen von Brot vernichtet- 25. April 2006, 19 Uhr, Hamburg, Zeise-Kino
- 26. April 2006, 20 Uhr, Münster, Cinema
- 27. April 2006, 20 Uhr, Frankfurt, Harmonie
- 28. April 2006, 19:30 Uhr, Stuttgart, Atelier am Bollwerk

Bildnachweis: 1. Bild = http://www.wefeedtheworld.at, 2. Bild = http://www.essen-global.de

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Kommentare

7 Kommentare zu “We feed the World”
  1. Bio-Robert sagt:

    Hi, eigentlich sind es keine zentralen Biothemen, sie könnten aber durch die Filmgucker zu welchen gemacht werden. Ich sage das bewußt, um Nichtökos zu motivieren, denn es stimmt: Mit Bio hat der Film nur indirekt zu tun.

    Wir sind eben affin und reizbar, wenn die Möglichkeit besteht, Probleme soo leicht lösen zu können…

  2. Manuel sagt:

    Hallo Robert, vielen Dank für die Anmerkung.

    Das mit den Bio-Themen vermag ich (da ja noch nicht gesehen) nicht zu beurteilen. Recht gebe ich Ihnen natürlich, was die Bitte angeht, dass auch “Nichtökos” den Film sehen sollten.

    Wenn wir mehr hinterfragen, was wir da eigentlich essen – wenn wir vielleicht mehr zu heimischen Äpfeln greifen, als zu australischen (nur so als Beispiel), dann ist sicherlich ein erster Schritt gemacht.
    Wie Herr Wagenhofer sagte: “Wenn nicht wir, wer sonst?”

  3. Ich hab gerade in die Kinoliste geschaut, und da taucht Leipzig doch auf: Im Kino Passage soll er laufen.

  4. Manuel sagt:

    @ Jörg: Ja, stimmt. Das “Leipzig ist leider nicht mit dabei” bezog sich auf die Autoren-Vorführungen. Da kam der (Süd)Westen der Republik besser weg ;-)

  5. Janina sagt:

    Ich finde diesen Film sehr gut, weil ich bin 12 Jahre erst alt und weiß eigentlich nicht viel von unserer Welt. In dem film WE FEED THE WORLD habe ich gesehen was mit Kücken meiner Ansicht schlimmes gemacht wird. wir haben diesen Film in unserer Klasse angesehen und die meisten fanden das mit dem Fisch total eckelig aber so ist ja die Welt.

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  1. [...] Nicht erst seit “We feed the World” wissen wir, dass unser Essen nicht in kunstvoller Verpackung auf Bäumen wächst, oder als fertige Mahlzeit aus dem Boden sprießt. Doch, wie ist es eigentlich, das Landleben, welches noch rund 550.000 Menschen in Deutschland hauptberuflich beschäftigt? Interessante Einblicke gibt es seit kurzem aus der Weblog-Szene – haben sich doch bereits drei Webjournale gegründet, welche den virtuellen Pflug auspacken, um uns ihren Arbeitsalltag etwas näher zu bringen. [...]

  2. [...] neuen Film von Erwin Wagenhofer (Autor von We Feed the World) spielt Geld eine wichtige Rolle. Nicht nur bei der Produktion, was ja nichts neues wäre, [...]



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