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Wir baden in der Spree

4. Oktober 2006 von Manuel  
Abgelegt unter LOHAS

Na, das wird die Kollegen von Spreeblick.com sicher interessieren: Ein Projekt namens Spree2011 will wieder das Baden in der Spree ermöglichen.

Warum? “Berlin ist eine Wasserstadt. [...] Die 1000 Brücken, die die Flüsse und Kanäle überqueren, lassen es vermuten, die Tatsache, dass immerhin sieben Prozent der Stadtfläche aus Wasser bestehen, auch. Die null Badestellen in der Innenstadt eher nicht. Noch nicht. Denn Berlin wendet sich dem Wasser wieder zu. Strandbars, Hotels in umfunktionierten Schiffen, Planungen für schwimmende Häuser in der Rummelsburger Bucht, dichtes Gedränge auf dem sommerlichen Badeschiff im Osthafen – alles strebt zum Ufer.” (Zitat von Spree2011.de).

Bislang ist die Spree dreckig – nicht wegen der Industrie, sondern wegen der Berliner Abwasserentsorgung Bei starkem Regenfall werden die Überlaufbecken direkt in die Spree geleitet, etwa 30 Mal im Jahr. Die Idee: Neuartige Auffangbehälter entwickeln, bauen und anschließen. In diesen Behältern wird das Abwasser kurzfristig zwischengespeichert. Die Oberflächen dieser Behälter können genutzt werden, z.B. als Open-Air Kino, Campingplatz oder eben als Badeanstalt. Damit wird die Tradition der Spreebäder fortgeführt, die im ausgehenden 18. Jahrhundert ihre Blüte hatte.

Die Initiative gibt es seit 2001, bisher wurden vier Studien zur Entwicklung des Systems durchgeführt. In Kürze lassen sich die Ergebnisse wie folgt zusammenfassen:
- Das Vorhaben ist technisch umsetzbar.
- Es ist für die Stadt Berlin finanziell attraktiv.
- es gibt keine rechtlichen Hindernisse für eine Umsetzung in Berlin.Zusammen mit drei Fachbereichen der Technischen Universität Berlin, fünf Ingenieurbüros und drei Firmen wurde in diesem Jahr ein Antrag auf Finanzierung zum Bau einer Pilotanlage beim Bundesministerium für Forschung eingereicht. Die Anlage soll im Osthafen in Höhe der Danneckerstraße errichtet werden. Der Prototyp kostet 1,76 Millionen Euro. Der Bund könnte das Projekt mit 50 % fördern, den Rest müssten Berliner Wasserbetriebe und Stadt übernehmen. Das sei für Berlin viel billiger, als teure Regenrückhaltebecken aus Beton zu bauen, so die Initiative. Der gewünschte Baubeginn steht noch nicht fest – aber wir drücken dem Projekt alle Daumen!

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