Clement verklagt Utopia.de?
Auf Utopia.de findet seit Mitte dieser Woche eine Ökostrom-Wechsel-Kampagne statt. Im Rahmen der Aktion wurde auch eine Flash-Animation mit einer Karikatur von Wolfgang Clement eingesetzt. In dieser Animation warnt ein Sprecher der Clement imitiert davor, zum Ökostrom zu wechseln. Das findet der ehemalige Bundeswirtschaftsminister gar nicht lustig – und hat der Utopia AG durch seine Rechtsanwälte eine Abmahnung geschickt.

In einer Stellungnahme auf utopia.de wird der Inhalt des Briefes wiedergegeben: Die Anwälte sind der Auffassung, dass Herr Clement „herabsetzend und entwürdigend“ dargestellt wird. “Unser Mandant wird gleichsam wie eine Marionette dargestellt, zu Beginn der Animation zappelnd und vor sich hin pfeifend.” Darüber hinaus bemängeln Clements Anwälte, dass Herr Clement sich werblich auffordernd für den Wechsel zu Ökostrom stark macht. Laut Aussage der taz spielt der Spot darauf an, dass RWE-Lobbyist Clement vor der Hessen-Wahl davor gewarnt hatte, die SPD zu wählen. Grund: Das Energieprogramm von Andrea Ypsilanti und ihrem Schattenumweltminister Hermann Scheer sieht eine schnell Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien vor.
Welche Schritte man sich vorbehält, sollte der Spot nicht verschwinden, wird auf Utopia.de nicht mitgeteilt. Utopia–Redaktionsleiterin Nicole Zepter zu den Vorwürfen: “In keiner Weise will Utopia Herrn Clement herabsetzen oder entwürdigen.” Bislang ist die Flash-Animation nicht geändert worden und weiterhin aktiv (laut Horizont.net wurde die Figur allerdings zwischenzeitlich in “Willy” geändert). Laut eigenem Zähler haben sich bereits 939 für einem Wechsel zu Ökostrom entschieden, trotz oder gerade wegen der Clement-Karrikatur.

bin gespannt, ob utopia.de herrn clement die papiertüte noch überzieht. bislang ist nach wie vor wolfgang clement zu sehen. auch wenn nicht klar ist, was utopia.de bei missachtung blüht – ich find´s gut, auf derart humorlose forderungen nicht einzugehen.
Das Rätsel um die Papiertüte scheint vorerst gelöst zu sein. Auf Utopia.de heißt es dazu:
“Der Anwalt von Wolfgang Clement war aber alles andere als zufrieden mit der Papiertüte und teilte mit, dass wir die ganze Situation dadurch nur noch „verschlimmbessert“ hätten. Wir haben deshalb die Tüte wieder entfernt und Wolfgang Clement sein Gesicht zurück gegeben” (Quelle)