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Die Bloglandwirte

20. Juli 2006 von Manuel  
Abgelegt unter Im Netz, News

Nicht erst seit “We feed the World” wissen wir, dass unser Essen nicht in kunstvoller Verpackung auf Bäumen wächst, oder als fertige Mahlzeit aus dem Boden sprießt. Doch, wie ist es eigentlich, das Landleben, welches noch rund 550.000 Menschen in Deutschland hauptberuflich beschäftigt? Interessante Einblicke gibt es seit kurzem aus der Weblog-Szene – haben sich doch bereits drei Webjournale gegründet, welche den virtuellen Pflug auspacken, um uns ihren Arbeitsalltag näher zu bringen.

Die Familie Persiel aus der Lüneburger Heide hat einen Bauernhof mit rund 200 Hektar Ackerfläche (etwa. 300 Fußballfelder). Als moderne Agrarspezialisten gehen sie mit der Zeit und haben die Webseite Stroh24.de eingerichtet, wo sie auch einen Onlineshop mit, ja genau, Stroh betreiben. Zusätzlich haben sich auch ein Blog eingerichtet. Auf ihrem Weblog wollen sie das Bauernjahr von der Aussaat bis zur Ernte begleiten und der Blogospäre (und der restlichen Internetwelt) vorstellen. Das Blog ist somit thematisch und zeitlich begrenzt (Juni 2006 bis Juli 2007). Ein interessanter Ansatz des Corporate-Blogging!

artikel33-2.jpgDer jüngste Zuwachs unter den Blogs lautet Farmblogger. Seit dem 17. Juli schreiben Kai Oliver Schleyerbach und Michael Wenzl über “alles was mit Landwirtschaft im weiteren Sinne zu tun hat”. Dies geschieht ausnahmsweise mal nicht mit Hilfe des bekannten Wordpress-Systems, sondern mit einer Blogsoftware namens Serendipity. Wie auch immer, das Layout gefällt mir sehr gut und die bisherigen Texte machen Lust auf mehr.

Auch der Egghof aus dem Wehntal in der Nähe von Zürich hat ein eigenes Weblog. Der Bio-Bauernhof kommt im Internet-Tagebuch allerdings bislang noch etwas zu kurz. Stattdessen herrscht ein „Ein Durcheinander von News und anderen Themen wie Eisenbahn, Internet, Landwirtschaft, Gesellschaft“, was laut Autor Peter Christener aber auch so gewollt ist.

Meiner Meinung nach am besten in bestehende Webseiten integriert ist das „Stroh-Blog“, versucht es doch ähnlich wie das Espressoblog (siehe Artikel von vitalGenuss) die Präsenz von Homepage und Online-Shop abzurunden und gekonnt neue Besucher anzulocken. Aber auch die beiden anderen Seiten sind sehens- bzw. lesenswert. Denn spannend sind die Geschichten rund um Scholle, Ernte und Hof allemal – bleibt abzuwarten, ob die doch recht technikfixierte Blog-Gemeinde sich auch mit diesem Themenbereich auseinandersetzen will, und die Internetjournale regelmäßig besucht. Denn natürlich steht und fällt die Motivation für die Autoren mit den Zugriffszahlen und Kommentaren ihrer Online-Projekte.

Bildnachweis: Screenshot farmblogger.de

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Kommentare

2 Kommentare zu “Die Bloglandwirte”
  1. Moin Manuel,

    Danke für die Erwähnung unseres “babys”. Es macht tierisch Spass, wenn man so nett wahrgenommen wird. Ich setzte vital-genuss auf jeden Fall in unsere blogroll und werd euer Blog verfolgen. Hoffentlich entwickelt sich in diesem Themenbereich bald eine aktive Bloggerszene.
    Gruß
    Kai

  2. Manchmal dauert es etwas lange … sehr lange, bis ich feststelle, dass mein Blog zitiert wird. Trotzdem vielen Dank für die Lorbeeren.

    Ihr habt recht, der Bio-Bauernhof kommt auf meinen Seiten noch etwas zu kurz. Das hat vielleicht damit zu tun, dass ich auch nicht immer da wohne. Überlege mir schon länger, ob ich dem Egghof einen eigenen Blog schenken möchte, der nur über den Egghof schreibt.

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