gebana sucht Kreditgeber
Heute lag ein Brief von der gebana AG, dem Fairtrade Mailorder für leckere Produkte wie z.B. Datteln, im Briefkasten. Grund für die Zusendung war jedoch nicht das Erscheinen des neuen Produktkatalogs, sondern eine Bitte vom Geschäftsführer Adrian Wiedmer. Gebana sucht Darlehen zur Handelsfinanzierung des Rohwarengeschäfts und wendet sich darum an seine Kunden. In dem Anschreiben heisst es:
“Einerseits wächst die gebana, so dass der Bedarf an Finanzierung jährlich steigt. Andererseits macht die gebana keine oder nur kleine Gewinne und hat so nur ein kleines Eigenkapital. Das macht uns für die Finanzinstitute zu einem riskanten Kunden [...] Wir wären deshalb froh, wennn wir mehr mit Ihnen, unseren geschätzten und zuverlässigen Kundinnen und Kunden zusammenarbeiten könnten.”
Ein etwas ungewöhnliches Schreiben mit einem interessanten Ansatz. Die gebana bietet Kreditgebern 6% Zinsen pro Jahr auf die gewährten Darlehen, die für die Vorfinanzierung (einem zentralen Anliegen des Fairen Handels) benötigt werden. Damit würde sie, laut eigener Aussage deutlich besser fahren, da sie zur Zeit von wenigen Finanzinstituten abhängig ist, bei denen zwischen 8 und 13% Zinsen pro Jahr fällig werden. Diese Bindungen sind in der gegenwärtigen Finanzkrise natürlich etwas unsicher.
Da die Darlehen sowohl in Franken, wie auch US-Dollar und Euro möglich sind, wäre es gerade für Franken und Dollar ein interessantes Geschäft, weil momentan auf kurzfristige Geldanlagen in diesen Währungen extrem niedrige Zinsen gezahlt werden. Unabhängig davon, dass man eine gute Sache unterstützt! Aber natürlich darf man das Risiko nicht ausser Acht lassen: “Sicherheiten können wir keine bieten, ausser dem Ihnen bekannten Einsatz für bio&fair Produkte“, beschließt der Geschäftsführer seinen Brief. Die Höhe der Darlehen kann frei gewählt werden, Mindestlaufzeit ist ein Jahr. Wer Interesse hat, die gebana AG zu unterstützen, findet mehr Infos auf ihrer Website.
