Die kleine Gourmet-Ratte
Das ist Hollywood: Eine Ratte die nicht länger auf der Müllkippe essen, sondern in Paris in einem Nobelrestaurant kochen will. Gibt´s nicht? Doch, der Disney-Konzern schickt “Ratatouille” in die Kinos, ein Animationsfilm dessen Protagonist eine Gourmet-Ratte ist. Disney spielt hier mit einem nicht nur kulinarisch interessanten Gegensatz – ein “Ekeltier”, mutiert zum Zuschauerliebling. Ich halte normalerweise die Animationsfilme der Konkurrenz-Pixelschmiede “Dreamworks” für lustiger, weil Filme wie Madaskar und Shrek neben dem Niedlichkeitsfaktor für Kinder auch genügend Spaß für Erwachsene boten. Aber dieser Disney-Film von Pixar hat auch mich überzeugt!
Die Geschichte von Ratatouille ist schnell erzählt: Durch einen dummen Zufall, der mit der heimlichen Koch-Leidenschaft der Ratte “Remy” zu tun hat, werden er uns sein Clan auseinandergerissen. Nach einem Höllenritt durch die Kanalisation landet Remy im Restaurant seines Vorbilds, dem Sternekoch Gusteau. Dort hilft die mit einem famosen Geruch- und Geschmacksinn ausgestattete Ratte dem ungeschickten Küchenjungen Linguini nicht nur dessen versalzene Suppe zu retten, sondern entgegen aller Widerstände das von Gusteaus Nachfolger heruntergewirtschaftete 3-Sterne-Restaurant wieder zum Gourmet-Tempel von Paris zu machen. Ob es Remy gelingt als erste Kochratte Karriere zu machen? Nach knapp zwei Stunden ist der Zuschauer schlauer
Das Trickfilmabenteuer Ratatouille besticht durch butterweiche Animationen, pepperonischarfe Gags und zuckersüß gezeichnete Charaktere. Neben einfach guter Abendunterhaltung ist Ratatouille eine gewitzte Parabel auf Durchhaltevermögen und Risikobereitschaft gepaart mit Toleranz. Klingt trocken, wird aber fachmännisch serviert! Dankenswerter Weise verzichtet Disney in diesem Film auf die typische “Disney-Musik” und lässt den Figuren genügend Ecken und Kanten. Natürlich wird die Merchandise-Machinerie für Ratatouille bereits wieder auf Hochtouren laufen – aber wir müssen ja nicht unbeding im Schnellimbiss das “Freudenmenü” bestellen, um eine Plüschratte zu ergattern. Es reicht, dem gewitzten Nager auf der Leinwand bei seiner Selbstverwirklichung als Gourmet zuzusehen. Anschau-Tipp!
Bildnachweis: Pressefoto (c) Disney.de

Danke, bin ich jetzt gut informiert. Wollte ich mir mit Sohnemann auch anschauen. Hatten die Kinder Spaß?
Absolut – für die “Kleinen” der Klamauk/Slapstick, für die “Großen” der feine Humor und der Schuss Romantik
Ja will den nicht gerne mal in einem Nobelrestaurant essen.Auch Ratten haben ein recht auf leben.
Möchte gerne wissen, wann der Film in Frankreich angelaufen ist.
Da hast Du nicht zuviel versprochen, lieber Manuel. Wir haben den Film gestern angeschaut, in der digitalen Variante. Es war herzallerliebst. Unbedingt EMPFEHLENSWERT!!!
Ein Schmaus für die Augen! Mein nächstes Ratatouille werde ich mal a la Remy anrichten.
)