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Keine Bio-Kartoffeln mehr ab Februar?

4. Januar 2007 von Manuel  
Abgelegt unter News

artikel94-1Bio ist mittlerweile in vieler Munde. Für die deutsche Produktion sogar in zu vieler Munde. Denn, einige Bio-Lebensmittel werden langsam knapp. So gibt es beispielsweise bei Weizen, Roggen und Hafer Probleme. Beim Bio-Schweinefleisch wurde es bereits im Herbst eng, berichtet die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP). Ab Februar könnte die Liste noch um die beliebte Knollenfrucht Kartoffel ergänzt werden. Dann könnten die Kartoffeln zumindest bei den Discountern in den Regalen fehlen, schreibt heute Die Welt.Grund der prekären Situation: Die ökologisch angebauten Lebensmittel haben ihr Nischendasein endgültig beendet. Bio ist gesellschaftsfähig geworden, wodurch die Lebensmittel gefragter sind als je zuvor.

Unser Tipp: Kaufen Sie Kartoffeln (und anderes saisonales Gemüse) wenn möglich auf dem Wochenmarkt oder beim “Bauern um die Ecke”. Dadurch helfen Sie nicht nur der regionalen Wirtschaft, sondern Sie tun auch etwas für die Öko-Bilanz. Denn ob “Bio-Kartoffeln” aus Argentinien wirklich besser als die (konventionelle) Knolle von Bauer Bolle ist, bleibt zumindest aus Umweltschutz-Gründen fraglich…
Weitere Infos: Shopblogger – Nicht auf Teufel komm raus BIO
Bildnachweis: www.pixelretter.de

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Kommentare

7 Kommentare zu “Keine Bio-Kartoffeln mehr ab Februar?”
  1. Hallo,

    ich denke dass der Begriff “Bio” mittlerweile derart verwässert und ausgeschlachtet wurde, dass er jetzt gesellschaftsfähig genug ist.

    Früher, als man für Bio-Lebensmittel noch weit laufen und viel bezahlen musste um sie zu bekommen wurde man dumm angeschaut, wenn man sich dazu bekannte.

    Heutzutage stehen Bio-Lebensmittel in jedem Supermarkt uns sind nur unwesentlich teurer als herkömmliche Kost. Und schon wird es “in” Bio zu kaufen. Macht ja keine Mühe mehr.

    Dass dafür Bio-Lebensmittel mit immensem Energieverbrauch um die ganze Welt gekarrt werden, spielt dabei keine Rolle mehr.

    Denken ist scheinbar nicht die Stärke der “Masse”

    Gerhard Zirkel

  2. Zu diesem Thema fand ich einen Bericht im Brandeins-Dezemberheft ganz interessant. Ich bin der Meinung, daß Bio nichts mehr wert ist, bzw. in absehbarer Zeit nichts mehr wert sein wird. Mit Einzug in Supermärkte oder schlimmer noch in den Discount ist dieses Thema eigentlich besiegelt, weil es damit sterben wird und nicht mehr die Qualität, sondern nur noch der Preis relevant ist.

    Hier der Link zum BrandEins-Artikel: Artikel

    Ich hoffe der Link zerschießt nicht Deinen Blog, Manuel?

  3. Manuel sagt:

    Danke für den interessanten Artikel!

    Ich habe den Link mal angepasst, er ragte nämlich tatsächlich über den Rand hinaus :-)

    Gerade der zweit Teil des Artikels ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Bio ist eben nicht gleich Bio. Und wenn ich mich zu den “genussfreudigen Sympathisanten” zähle, dann ist es mir eigentlich egal, ob ich BIO im kleinen Lädele kaufe, oder eben bei PLUS. Wichtig ist mir, dass die Qualität stimmt. Und, dass es mir schmeckt. Was nützt die Bio-Nuss-Nougat-Creme vom Lidl, wenn da 17% Nuss drin sind und viel zu viel Zucker? Auch wenn die Zutaten “bio” sind, heisst es noch lange nicht, dass auch der Geschmack “richtig” ist.
    In dem Fall muss ich einfach weiterhin zur Rapunzel-Creme namens “Samba” greifen ;-) Die kostet war 3mal soviel wie die Ferrero-Marke, aber sie schmeckt auch dreimal so gut…

    Ich gebe Dir insofern recht, dass BIO vom Discounter bald “bähbah” ist, wenn es um den Geschmack geht. Glücklicherweise gibt es ja weiterhin andere Siegel, wie z.B. DEMETER. (Gott sei Dank hat die EU die nicht kaputtgemacht). Smarte Verbraucher können auch beim Bio-Siegel nicht mehr sicher sein, dass auch “Bio-Geschmack” drin ist.

    Allerdings hilft doch meistens der gesunde Menschenverstand. Wenn die Bio-Eier fast genausoviel kosten wie die Legebatterie-Eier, dann kann da doch was nicht stimmen. Das sollte man auch ohne Label schnallen ;-)

  4. Bernd sagt:

    Bio war doch u.a. deshalb nicht gefragt weil die breite Masse weder das Bewußtsein und auch das Geld nicht hatte.

    Dazu kommt, wer hat denn die Zeit mal eben für Kartoffeln zu Bauer A für das Gemüse zu Bauer B zu laufen (die übrigens in den Großstädten auch überall Geschäfte unterhalten).
    Natürlich ist es fragwürdig, wenn man Äpfel aus China im September im Supermarkt kauft. Aber alle Importe zu verteufeln stellt auch unsere Wirtschaft komplett in Frage, denn wovon leben wir denn alle? Fahren alle Autos die wir bauen auch selber?
    Die extrem strengen Anforderungen z.B. von Demeter sind doch gar nicht umsetzbar, wenn wir auch noch alle satt werden wollen und wer will denn im Winter nur noch Kohl essen?
    Kleine Schritte führen auch zum Ziel!

  5. Manuel sagt:

    “Natürlich ist es fragwürdig, wenn man Äpfel aus China im September im Supermarkt kauft. Aber alle Importe zu verteufeln stellt auch unsere Wirtschaft komplett in Frage, denn wovon leben wir denn alle?”

    Nix gegen Importe, die sind nötig wo man selbst etwas nicht anbieten kann. Aber wenn z.B. China erst den europäischen Markt mit billigen Angeboten überschwemmt, und jetzt – wo der europäische Rohstoffmarkt am Boden liegt, bzw. nicht mehr vorhanden ist, jetzt die Preise wieder hochzieht…

    Dann nehme ich mir das Recht heraus, zu sagen, dass ich KEINE Äpfel aus China kaufen will. Punkt.

    Sehr interessant dazu dieses Interview mit der Saftkelterei Walthers: http://www.radio-g.net/podcast-nummer-89.html

  6. Irmgard und Werner Bauer sagt:

    Wir sind befreundet mit dem Biobauern
    Günter Sippel (Bioland Alte Parlerstr. 3,
    90425 Nürnberg, Tel. 0911/332206, Fax 0911/
    3788751)
    Er könnte noch größere Mengen an Biokartoffeln
    (Agria, Solara, Yelli, Anouschka) liefern
    auch 80+ Kartoffeln bester Qualität.
    Da er leider kein Internet hat, versuchen wir
    auf diesem Wege zu werben.

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  1. [...] schon am Beispiel der Bio-Kartoffeln hier berichtet, werden Bioprodukte Made in Germany knapp, darum muss der Handel kräftig importieren. Und so [...]



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