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17. May 2012 | Nachrichten Feed

Red Bull Cola mit Kokain?

26. Mai 2009 von Manuel  
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Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt. In Deutschland verbieten mehrere Bundesländer (Thüringen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen) den Handel mit Red Bull Cola. Der Grund: Angeblich wurde Kokain in der Cola gefunden. Der Grund für die vorübergehenden Verkaufsverbote sind Untersuchungen des nordrhein-westfälische Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit. Auf einen Liter Red Bull Cola kämen demnach 0,4 Mikrogramm Kokain, welches ein natürlicher Inhaltsstoff der Koka-Blätter ist, die wiederum in der Cola von Red Bull als Inhaltsstoff genutzt werden.

Das reichte den vier Landesbehörden, um das Getränk zu verbieten, denn mit den Spuren von Kokain aus dem dekokainierten Cocablatt-Extrakt sei die Cola kein Lebensmittel mehr, sondern falle unter das Betäubungsmittelgesetz. Das Problem: In Deutschland gibt es keinen Grenzwerte für Kokain, sobald etwas gefunden wird, und sei es auch in noch so geringer Konzentration, unterliegt das Produkt mit dem Stoff dem Betäubungsmittelgesetz und ist verboten. Im Gegensatz zu den Landesbehörden in Thüringen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen geht das Bundesinstitut für Risikobewertung nicht von einer Gefährdung durch Red Bull Cola aus. “Damit Kokain, das ein natürlicher Inhaltsstoff des für die Herstellung der Cola verwendeten Koka-Blätter ist, seine unerwünschten Nebenwirkungen auf das zentrale Nervensystem und das Herz-Kreislauf-System entfalten könnte, wäre laut BfR die 7.000-fache Konzentration notwendig“, heißt es auf focus.de

Auch der Hersteller wehrt sich gegen das Verbot. Der umstrittene Inhaltsstoff werde nach Aussage von Red Bull Deutschland weltweit als unbedenkliches Aroma in Lebensmitteln eingesetzt, so ein Sprecher von Red Bull gegenüber der BILD-Zeitung. Um den Eindruck eines Sommerloch-Themas endgültig zu zementieren, schaltet sich nun auch die CDU in die Debatte um das Cola-Verbot ein. So erklärt die Drogenbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Eichhorn MdB: “Selbst wenn die Untersuchung des Bundesamtes für Risikobewertung ergeben sollte, dass die Red Bull Cola nicht gesundheitsgefährdend ist, kann es nicht angehen, dass sich Lebensmittel in Verkaufsregalen befinden, die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, weil sie harte Drogen wie Kokain enthalten.” (Quelle)

Noch einmal zum Mitschreiben -Die Dosis macht das Gift! Auch Kaffee ist in Massen genossen tödlich – wenn man 150 Tassen trinkt. Damit die Red Bull Cola “knallt”, müsste man 7000 Liter davon trinken – wahrscheinlich ist man bereits vorher an Überzuckerung gestorben. Und sollte jemand auf die Idee kommen, die Cola zu destillieren um an den begehrten Stoff zu kommen, dann käme er sicher billiger, wenn er das Kokain auf dem Schwarzmarkt erwirbt. Interessant ist auch, dass nach über einem Jahr der Markteinführung plötzlich diese Ergebnisse auf den Tisch kommen. Sollte man doch eigentlich davon ausgehen, dass bereits im Vorfeld der Markteinführung von Red Bull Cola solche Untersuchungen vorgenommen wurden. Handelt es sich demnach vielleicht um einen Marketing-Gag von Red Bull, um den Absatz der Simple Natural Cola zu steigern? Wenn dem so ist, dann wäre es ein ziemlich risikoreiches Unterfangen, denn eine tatsächlich verbotene Limonade verkauft sich nun einmal nicht so gut… :-)

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Kommentare

4 Kommentare zu “Red Bull Cola mit Kokain?”
  1. Arne sagt:

    Deine Rechnung macht sehr schön klar wie blöd das Verbot ist. Allerdings ist das Verbot eine bessere Werbung als alle „Red Bull X-Fighters“ und andere Aktionen zusammen. Es ist immer interessant wie stark auf bestimmte Schlüsselwörter reagiert wird. Die unglaubliche Irrationalität kann einem schon Angst machen. „Nein Kaffee ist noch nichts für dich, Mama kauf dir gleichen eine Cola“. ;-)

  2. buzzemann sagt:

    “risikoreiches Unterfangen, denn eine tatsächlich verbotene Limonade verkauft sich nun einmal nicht so gut… :-) ”…

    glaub ich nicht mal wirklich: damals, in quasi prä-eu Gesetz Zeiten war Red Bull ( der normlale Energy drink) ja auch “illegal”… nichtsdestotrotz ein import und verkaufschlager.
    Hier in BaWü ist Red Bull Cola mittlerweile auch schon aus den Regalen verschwunden:vereinzet kann man sich aber noch an der Tanke des vertrauens versorgen ;) kommt ganz auf die Wohngegend an.

    Das verbot it mind. so sinnvoll wie das spice verbot…und genauso werbeträchtig !

  3. Ingmar sagt:

    Als ich das hörte, konnte ich nur lachen. Als ehemaliger Beschäftigter dieser Firma kann ich nur sagen, bei aller Genialität im Marketing, aber so einen Quatsch macht RB Deutschland nicht selbst. Meine Vermutung liegt hier eher beim Wettbewerb, denn so ein Gerücht läßt sich schnell mal streuen. Die erste Cola mit ausschliesslich natürlichen Inhaltsstoffen. Da kann man schon mal nach Coca (Kokain ist nicht weit davon, allerdings nur sprachlich) fragen. Wenn die Sache nach hinten los geht und das wird sie zweifelsfrei, dann hatte RB viel Marketing und einen echten Run auf die “neue Droge” :-) , ähnlich wie es in den 90 Jahren bei Red Bull aus Österreich in DE war. In Dänemark ist es übrigens immernoch verboten!

  4. Hey ;-) sagt:

    Ich finde den Bericht sehr Infotmierend, und dieser konnte mir sehr dabei Helfen die Aufgaben in der Schule zu bearbeiten (wir durften das Internet benutzen)
    Ich finde es ehrlich gesagt lächerlich wegen 0,4 MIKROGRAMM das Gedränk zu verbieten.

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