Reset.to wird 1 Jahr alt
Im Netz gibt es viele Plattformen, die sich mal mehr mal weniger auch mit den Themen Umweltschutz und Co beschäftigen. Die meisten Projekte halten nicht lange durch (z.B. Ivyworld.de). Insofern kann man sich auch schon über den ersten Geburtstag freuen. Das tut RESET.to diese Tage. Das deutschsprachiges Portal verknüpft seit Anfang vergangenen Jahres tagesaktuelle News mit Hintergründen und Informationen zu ausgewählten Projekten sowie direkten Handlungsmöglichkeiten. Das unterscheidet die Plattform von anderen grünen Webseiten. Man kann sich direkt und sofort mit Geld-, Zeit- oder Sachmittelspenden für ausgewählte Projekte einsetzen.
Die Bilanz: Bereits im Juni 2008 war RESET zum offiziellen Projekt der UN-Dekade “Bildung für nachhaltige Entwicklung” erklärt worden; Seit September 2008 ist RESET außerdem mit einer eigenen Kolumne auf jetzt.de vertreten. Bislang wurden auf RESET.to nach eigenen Angaben über 4.000 Beiträge gepostet und über 100 Projekte empfohlen. “Insgesamt zeigt sich, dass RESET eine hohe Akzeptanz erfährt. Innerhalb nur eines Jahres hat sich eine sehr aktive Community entwickelt“, sagt RESET-Gründerin Uta Mühleis. Besonders positiv bewertet sie außerdem die Tatsache, dass zahlreiche der empfohlenen Projekte zwischenzeitlich erfolgreich finanziert werden konnten. Beispielhaft nennt Uta Mühleis die “Lake Clinic” am entlegenen Tonle Sap See in Kambodscha. Hier konnte mit den Spenden bereits ein Lazarettschiff nebst Solaranlage und Kapitänsgehalt finanziert werden; in einem nächsten Schritt soll nun das Jahresgehalt für weiteres medizinisches Personal zusammenkommen.
Irgendwie ging diese Community bislang völlig an mir vorbei – was vielleicht auch daran liegen kann, dass mir persönlich die Seite an vielen Stellen zu “unlogisch” aufgebaut ist, und der gesamte Flash-Vorspann nebst Menü die Lust am durch-surfen vergällt. Auch an die Mischung aus News und Projekte muss man sich gewöhnen. Aber, wenn man sich erst einmal durch die Seite geklickt hat, findet man schnell interessante Sachen. Spannend finde ich z.B. das Projekt: GlobalEyes TV. Das ist Internetfernsehen von und mit Jugendlichen rund um den Globus und existiert bereits seit 2005. Es ist auch auf der Plattform gehostet und wird bislang von 6 Mitgliedern unterstützt.
