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2. October 2014 | Nachrichten Feed

Geheimnisvolle Schwarzbeeren

6. März 2007 von Manuel  
Abgelegt unter Gesundheit

artikel-113-1Die Saftblogger lesen gerne und viel. Manchmal auch die Anzeigen in Illustrierten. Und was ihnen da begegnet, sorgt für Rätselraten. Was für ein Wundermittel wird denn da in der verlinkten Anzeige beworben? Angeblich ist es ein natürliches Putzmittel für unser Gefäßsystem. Klingt doch gut, der Meister Schwarzbeere für´s Blut. Aber Moment bitte, was ist denn eine Schwarzbeere? Handelt es sich etwa um eine seltene Beere aus Amerika, die nur noch in Neuengland wachsen soll? Oder ist es doch eher die häufiger vorkommende Heidelbeere, die zumindest den Beeren auf dem Anzeigen-Foto recht ähnelt, das behauptet zumindest Kirstin Walther vom Saftblog.

Um die Sache etwas zu entwirren, habe ich mich auch einmal in die Recherchen gestürzt – aber Achtung! Es wird wirklich beerig…

Gehen wir der Sache mal etwas auf den Grund. Eine Theorie wäre, dass die geheimnisvolle Schwarzbeere in den Tabletten die sog. Garden Huckleberry (Gartenheidelbeere) ist, die kennt man auch als Schwarzbeere, oder Solanum Scabrum. Das Problem dabei: Die auch als Sunberry bekannte Frucht gehört zu den Kulturnachtschattengewächsen (im rohen Zustand leicht giftig) und wächst nicht nur in Neuengland, sondern in ganz Nordamerika, besonders gerne in Florida. Aber, sie hat scheint sehr gesund zu sein und gegen verschiedene Wehwehchen zu helfen.

artikel-113Bei der Herkunft hat der Anzeigenschreiber auf jeden Fall etwas durcheinander bekommen. Es wird die Cranberry erwähnt, und diese (nicht die ominöse Schwarzbeere) wird hauptsächlich in Neuengland und umliegenden Staaten kultiviert. Gut, aber weiter sind wir deswegen noch lange nicht. Sucht man bei Google nach “Schwarzbeer-Extrakt”, dem Wundermittel, dass in den Kapseln ist, stößt man auf die Myrtillus-Beere. Angeblich die Ur-Heidelbeere und eben sehr gesund. Aber der Autor der Seite verwirt uns dann mit dem Satz: “Die Myrtillus-Beere (Vaccinium myrtillus) ist in Deutschland besser bekannt als Blaubeere, Schwarz-Beere oder Heidelbeere.” Wie, jetzt auch noch Blaubeeren?!? Hilfe ;-)

Aber, wer jetzt noch etwas tiefer gräbt, kommt zu dem sehr interessanten Artikel “Myrtillus-Beeren und wie wir für dumm verkauft werden“. So langsam kommt also Licht in die Sache! Zu guter Letzt vergleichen wir noch diesen Anzeigentext mit dem eingangs erwähnten Saftblog-Text. Und siehe da: auch bei den Reklametextern ist man verwirrt – und verwechselt schon Blaubeeren mit Heidelbeeren, pardon. Schwarzbeeren ;-) Vielleicht haben zu wenig Kaufwillige beim Apotheker die Myrtillus-Beere richtig aussprechen können, und darum nennt man das Produkt lieber Schwarzbeeren-Kapseln. Oder sollten wir einfach selbst Heidelbeeren, vielleicht sogar die aus der heimischen Region, auspressen, um an den färbenden Saft zu kommen? Denn in diesem Kommentar verrät ein Händler endlich, was in dem verflixten Zauberpulver drin ist: “Meine Philosophie ist es, Interessenten genau zu sagen, was (der hochwertige Heidelbeerextrakt mit 25% Anthocyananteil) und wieviel (50mg pro Kapsel) in meinem Produkt enthalten ist.” Warum denn nicht gleich so!

Update: Im Forum Chefkoch.de ist man der Frage nach dem Unterschied Schwarzbeere, Heidelbeere und Blaubeere bereits im vorigen Jahr nachgegangen. Das Ergebnis: Es liegt auch an regionalen Dialekten, was für eine Frucht man zu sich nimmt, wenn man Schwarzbeeren nascht. So wird laut Aussage einer Nutzerin im Saarland auch die Brombeere wegen ihrer Farbe als, na was wohl! bezeichnet. Allerdings, wie Brombeeren sehen die Früchte in der Illustrierten-Anzeige wahrlich nicht aus…

Bildnachweis: 1. pixelquelle.de ; 2. arche-noah.de

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Kommentare

45 Kommentare zu “Geheimnisvolle Schwarzbeeren”
  1. Danke, Manuel, für diese perfekte Recherche. Habe in meinem Beitrag einen Nachtrag mit Hinweis auf Deinen tollen Artikel verfasst. Liebe Grüße!

  2. Klaus H. Merzbach sagt:

    Das past ja! Habe heute beim Arztbesuch in einer Illustrierten diese besagte ganzseitige Anzeige gelesen und war natürlich als Herzkranker begeistert, ein wirksames Arterienputzmittel gefunden zu haben. Vielen Dank für die aufklärenden Worte. Werde in Zukunft noch kritischer die Anzeigen in den ausliegenden Zeitungen lesen.

  3. Herzlichen Dank für die Recherche und insbesondere für den Link zu meinem Artikel. Ich freue mich sehr, dass ich einige kritisch denkende Menschen erreicht habe.
    Liebe Grüße, Claudia Schramm

  4. Boris B. sagt:

    Super Recherche, habe auch die Anzeige gelesen.
    Die Superpillen sind aber auch ganz schön teuer…
    Ob eine selbstgemachte Marmelade die gleiche Wirkung hat?

  5. Manuel sagt:

    @ Kirstin: Ich habe zu danken, es war eine interessante Internetrecherche und ich habe vieles über Beeren und Co erfahren.
    @ Klaus: Freut mich, wenn Sie Nützliches aus dem Artikel gewinnen konnten. Die genaue Studie von Anzeigen ist anzuraten, denn Werbung lügt zwar nie – aber schummelt schon mal ;-)
    @ Claudia: Ja, unsere Artikel haben sich sehr gut ergänzt.
    @ Boris: Inwieweit Sie über eine Marmelade die oben angesprochenen “Anthocyane” aufnehmen können, vermag ich nicht zu sagen. Sie finden auf jeden Fall hier: wikipedia.org/Anthocyane einige objektive Informationen zu dem Thema. Es empfiehlt sich auch die Lektüre von Fachliteratur. Mein Artikel lässt das Thema der Wirksamkeit bewusst aussen vor – es ging mir lediglich um die Bezeichnung von den Präparaten, da sich der Verdacht auftat, es könnte sich hierbei um sog. Byzantiner Königsnüsse (sprich: um eine Marketing-Erfindung) handeln ;-)

  6. Hademar A. Hohmann sagt:

    Ich bin begeistert !!! Artikel und Recherche ausgezeichnet. Sichtbar wird wieder, daß Werbung uns ver…. will.
    Gruß Hademar, macht weiter !!!

  7. Karl-Martin Kufner sagt:

    Hallo, danke für diese super Recherche. War drauf und dran, dieses Präparat zu kaufen. Nehme jetzt aber davon Abstand.
    Gruß Karl-Martin

  8. Werner Voigt sagt:

    Ein schöner Artikel zu nicht immer von zuviel Sachkenntnis getrübten Anzeigenkampagnen.

    Bei Schwarzbeere würde ich übrigens auch noch die beiden Kreuzungsformen von Schwarzer Johannisbeere und Stachelbeere (Jochel- bzw. Jostabeere) und natürlich die Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum) selbst, mit in Betracht ziehen.

    Beste Grüße Werner

  9. Manuel sagt:

    Hallo Werner, vielen Dank für die Ergänzung!

    Ich habe übrigens gestern im Supermarkt eine interessante Entdeckung gemacht. Ich hielt ein Glas Heidelbeerengelee in den Händen und der französische Text machte mich stutzig. Da war von Myrtillis die Rede. Wenn man statt “lis” daraus “lus” macht… an welchen Aterienputzer erinnert uns das?? *grins*

    Gruß, Manuel
    P.S: Zum Nachschauen – leo.org (deutsch/franz.)

  10. Axel Bieling sagt:

    Wirklich, die Kommentatoren haben Recht, und
    vor allem die Geschwindigkeit der Reaktion,
    mein Kompliment. Wäre die Recherche in einem Jahr erschienen, hätte ich bestimmt schon drei Dosen à 30 Euro verputzt.
    Gruß Axel

  11. Christian Hamann sagt:

    Hallo,

    so schwer kann es doch mit der Identifikation der “Schwarbeere” nicht sein. Es gibt schließlich eine Kennzeichnugspflicht für Pharmaka; bei pflanzlichen Inhaltsstoffen wird der lateinische Artname angegeben.
    Gruß Christian

  12. Roland Matthes sagt:

    Hallo allerseits,

    habe heute diese Anzeige in meiner TV-Zeitschrift entdeckt. Das zugehörige Bild stellt diesmal allerdings eindeutig schwarze Johannisbeeren am Strauch dar.

    Na ja, was soll’s. Anthozyane sind jedenfalls auch da drin – generell in allen blau-roten Früchten; besonders viel z.B. auch in der Schlehe und der Mahonie.
    Gruß Roland

    p.s. bereits während des Krieges bekamen Bomberpiloten mehrere Tage vor Nachteinsätzen möglichst viel Heidelbeerprodukte, um die Sehfähigkeit in der Dunkelheit zu verbessern.

  13. Verona Bielecke sagt:

    Vielen Dank für die eindeutige Recherchen, wollte mir doch dieses Produkt über Internet bestellen und stieß dabei auf eure Artikel. Da esse ich doch weiterhin meine heimischen Gartenprodukte Himbeeren,Brommbeeren, Johannisbeeren,Erdbeeeren ect., die sind zwar nicht alle schwarz, aber allemal gesünder und vor allem preiswerter. Nochmals vielen Dank fürs Geld sparen.

  14. Ela sagt:

    Hallo !
    Ich wollte mir eigendlich das Produkt kaufen , weil es ja soooooo gut gehen Tinitus sein soll ! Bin jedoch ein wenig skeptisch und habe mich zuerst einmal hier erkundigt ! Und …. sieh mal einer an – ich glaube es war gut nicht immer sofort alles zu kaufen was in der Werbung steht !!! Also gehe ich lieber in mein Reformhaus und hole mir Frucht- Muttersaft aus Heidelbeeren, oder schw. Johannisbeeren die sind nämlich wirklich gut für´s Blut !!!

    Danka – Danke – Danke ich habe somit viel Geld und eine Enttäuschung gespart !!

  15. Ela sagt:

    Danke für die vielen Infos. Hat mir viel Geld gespart. Dazu fällt mir schlagartig ein Gedicht von Eugen Roth ein, dass ich kürzlich gelesen habe:

    Was bringt den Doktor um sein Brot?
    a/ die Gesundheit
    b/ der Tod.
    Drum hält der Arzt, auf daß ER lebe,
    Uns zwischen beiden in der Schwebe.

    (Das gilt auch für “kreative” Vitamin- und Pharmafirmen!)

  16. Roswitha sagt:

    Ist schon erstaunlich was sich die Arzneimittelwerbung alles so ausdenkt! Hatte den Schwarz-Beere Artikel auch in einer kostenlosen Fernsehzeitung gelesen und war drauf und dran mir dieses “tolle Pordukt” in der Apotheke zu besorgen…Auch einem Freund, der unter Tinitus leidet, wollte ich es empfehlen…
    Danke für die Infos, an die ich über die google-Seite kam!
    Gruß Roswitha

  17. Tessmer, Christian sagt:

    Auch ich habe den Artikel in der kostenlosen Fernsehbeilage unserer Zeitung gelesen. Nur gut,das ich vorher etwas im Internet recherchiert, und Deine Seite gefunden habe.
    Werde also nicht in die Apotheke rennen, sondern weiterhin auf meine Schwarzen Johannisbeeren vertrauen.
    Nochmal vielen Dank.
    Gruß Christian

  18. Manuel sagt:

    Aus gegebenem Anlass verweise ich noch einmal auf den Artikel der Saftblogger – dort gibt es ein Update zu den Schwarzbeeren, a.k.a. Myrtillus-Beeren. Dort (letzter Absatz) hat man nämlich die Zutaten der Kapseln herausgefunden: Artikel-Update

  19. silvia zorn sagt:

    ich war bei dem Zeitungsartikel (gibt es in mehreren einschlägigen Freuenzeitschriften) auch etwas verwirrt, danke für die hervorragenden Recherchen! Also auch “nur” Heidelbeeren essen wirkt!! Es muß ja nicht täglich ein Kilo sein!

  20. Sonja Burock sagt:

    es ist unglaublich, was man alles tut um etwas vom Kuchen abzubekommen. Ich verkaufe mit Erfolg Aroniasaft in meinem Lädchen, und bekomme jetzt ständig Anfragen nach der sogenannten Schwarzbeere!. Ich werde die Menschen aufklären, vielen Dank für Ihre Hinweise

  21. Rüdiger Kaffenberger sagt:

    habe gerade eine Bypassoperation hinter mir und
    habe in der Fernsehzeitung diese Anzeige
    gelesen und dachte das Wundermittel gefunden zu
    haben,um meinen Blutkreislauf wieder auf vordermann bringen zu können.Meine Neugier hat
    mich aber stutzig gemacht und im Netz nachgeschaut
    was es mit der Schwarzbeere auf sich hat.
    Jetzt bin ich schlauer und habe viel Geld gespart.
    Danke !!

  22. anne hagemeister sagt:

    gestern kam eine Kundin in unseren Laden und verlangte eben diese Schwarzbeere. Da lernt man, bildet sich weiter und weiß von alle den wichtigen Sachen und kann schlussendlich nicht mal verlangte Heidelbeeren verkaufen..tss tss Danke für die Info.

  23. Brigitte sagt:

    Herzlichen Dank für die Info und für’s Geld sparen!!!
    War auch schon drauf und dran die “Wundermedizin” zu kaufen, leide ziemlich unter meinem Tinitus…
    Zum Glück kann man sich noch mal im www schlau machen

  24. Rosel Egolf sagt:

    vielen Dank fuer enlightening mich, Habe den Article aus Deutschland erhalten und versuchte hier in America zu finden wo ich die Schwaez-Beere Kapseln kaufen kann. Hatte kein Glueck., nur Mex. und Deutsche bestellings Plaetze. Da bin ich auf diese Seite durch google gekommen. Vielen Dank da braucg ich jetzt nich $ zu Eiro umzusetzten. Geld gespart und lesson gelert.
    Danke Rosel Egolf

  25. schwarzbeere gibt es in amerika unter dem namen bilberry zu kaufen aber wie uns diese internetseite schon sagt finger weg habe selbst schlechte erfahrungen gemacht mit solchen anzeigen in der avanti zum beispiel jojbakapseln zum abnehmen oder goldhirse für haarausfall bin jetzt geheilt schade dass ich diese seite erst heute endeckt habe gruss dini

  26. Zirbel, Sven sagt:

    Hallo,

    Heidelbeere, Schwarzbeere oder Blaubeere ist mir eigentlich vollkommen schnuppe !! Wichtig ist die Frage ” stimmt es, daß die Schläuche davon geputzt werden oder ist das nur ein Ammenmärchen ??”
    Meine Liebste und ich haben jetzt nämlich bereits via Internet geordert und futtern das Zeug viermal täglich. Bringt das was ?
    Danke und Gruss
    Sven

  27. Manuel sagt:

    Hallo Herr Zirbel,

    Sie werden es ja sehen, ob es was hilft ;-) Wenn Sie verwertbare Erfahrungen gemacht haben, berichten Sie doch bitte hier darüber – das hilft eventuell auch den anderen Lesern.

    Heilaussagen, bzw. “Putzwirkungen” können wir hier leider nicht nennen. Es gibt aber einige Informationen zu dem Wirkstoff, der in den Kapseln drin ist. Mehr über die Anthocyane erfahren Sie z.B. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Anthocyane

  28. Eddy sagt:

    Danke für Recherchen.

    Habe die Anzeige gelesen und wollte meine 3 verstopften Adern wieder reinigen. Danke veruche anderen Weg,
    der billiger ist.

  29. Ilse sagt:

    Hallo, alle interessierten Leser,

    ich habe alle Beiträge bis hierher gelesen und stelle wie die anderen fest, daß ich beinahe der Werbung aufgesessen wäre.
    Im Ergebnis werde ich bei den einheimischen Beeren und dem Rotwein bleiben.

    Vielen Dank für die vielen Info´s

  30. Steffen sagt:

    Hallo an alle Tinnitus-Geplagten..

    möchte hier mal meine Erfahrungen mit den besagten Kapseln kundtun..

    Leide seit 1 Jahr an Tinnitus und habe durch eine Bekannte von der (eventuell) heilenden Wirkung dieser Schwarzbeeren-Kapseln erfahren. Hatte vorher beim HNO die Infusionsbehandlung, einen Besuch beim Orthopäden und Physiotherapie durch. Kurzum, diese “Dinger” bei ebay gekauft und auf zum Test.. ;-)

    Mein Tinnitus ist immer gleichbleibend laut mit gleicher Tonhöhe. Nach der ersten Einnahme der Kapseln (4x täglich 1 Stck.) ging die “Post” ab im Ohr! ..schnell wechselnde Tonhöhen, verschiedene Lautstärken (extrem laut bis nicht mehr wahrnehmbar) und Zusatzgeräusche. Es bewirkte scheinbar etwas. Vorher hatte, mit Ausnahme von Massagen (wie oben beschrieben – nur in kleinerem Ausmaß), wirklich nichts gewirkt.

    Mittlerweile neigt sich die Dose dem Ende, mein Tinnitus ist leider immer noch vorhanden und wird sich dann wahrscheinlich auf den Normal-Zustand einpendeln.

    Die Wirkung auf meinen Tinnitus ist für mich eindeutig gewesen! Wahrscheinlich werde ich mir noch einmal die Kapseln (diesmal die eines anderen Herstellers) bestellen und hoffen.

    Ich würde mich mal über einen weiteren Erfahrungsbericht freuen! Leider habe ich hier nur von allen gelesen: “..wollte sie mir holen, werde es jetzt aber doch nicht tun..”. Wer den relativ hohen Betrag ohne Probleme verschmerzen kann, sollte es ruhig mal testen und seine Erfahrungsergebnisse bitte hier posten..

    Viele Grüße

    Steffen

  31. berni sagt:

    Ich glaube auf den Abbildungen der “Schwarzbeere” nicht die Heidelbeere (Blaubeere) sondern die schwarze Johannisbeere zu erkennen. In beiden fällen dürfen aber Anthocyane für die dunkle Farbe und den Gesundheitseffekt verantwortlich sein.

  32. Bergammer sagt:

    Ich meine, mit der sogenannten “Schwarzbeere”wird die Aroniabeere gemeint sein, die auf Büschen bzw. Bäumen wächst und in unseren Breiten selten vorkommt.
    27.05.07 – Bergammer

  33. Manuel sagt:

    Nein, Aronia ist es sicherlich nicht. Auch wenn die Aronia ebenfalls sehr gesund sein soll ;-)

    Übrigens kommt sie sehr wohl in Deutschland vor, z.B. in Sachsen. Aber auch weiter östlich (Polen, Russland) ist die “Russische Schwarzbeere” (also die Aronia) zu finden.

    Die Schwarzbeeren-Anzeigen bewerben aber wohl mit ziemlicher Sicherheit die Heidelbeere.

  34. Chris sagt:

    Hallo zusammen,

    nun möchte auch ich meine Erfahrung über diese Kapseln mitteilen.

    [ - gelöscht - ]

    Anm. der Red.:
    Erfahrungen können und sollen hier ausgetauscht werden, sogar sehr gerne. Allergisch reagiere ich aber darauf, wenn Kommentatoren anonym auftreten, keine gültige E-Mail hinterlassen und Heilaussagen mit konkreten Produktempfehlungen posten. Durch solche Kommentare können wir hier in Teufels Küche kommen (Stichwort Abmahnung!), darum wurde dieser Kommentar editiert.

  35. sigi sagt:

    also hier in Österreich heissen einfach die Heidelbeeren “Schwarzbeeren”, auf dem Foto in der Frauenzeitschrift hab ich aber eindeutig schwarze Johannisbeeren bzw. “Ribisel” erkannt… ? ich halte das sowieso für Blödsinn, Obst in Kapseln — tz! FRISCH ESSEN !!

  36. Als Hersteller von Schwarzbeeren-Kapseln (bei uns heissen Sie allerdings Myrtillus) möchte ich noch einige Hintergrundinformationen zu der Diskussion beitragen.

    Die botanischen Fragen dürften ja mittlerweile geklärt sein, alle Produkte enthalten Konzentrate aus der Heidelbeere (botanisch vaccinium myrtillus), ob Sie dann als Heidelbeer-Kapseln, Schwarzbeeren-Kapseln oder Myrtillus-Kapseln verkauft werden ist Sache des Marketings. Ein wesentlicher Unterschied macht aber die Verwendung der Rohstoffs aus, wobei auf dem Markt Heidelbeer-Fruchtpulver und Heidelbeer-Extrakt (standardisiert auf 15% oder 25% Anthocyane) erhältlich sind. Heidelbeer-Fruchtpulver enthält ca. (weil nicht analytisch bestimmt) 1% Anthocyane und ist ein 3,5-4,5:1 Konzentrat, der 25%-Extrakt ist ein 100:1 Konzentrat. Da es ja auf die Anthocyane ankommt ist es für ein Vergleich von Produkten entscheidend, welche Rohstoffe genau verwendet werden (denn als Konzentrat kann man sowohl das Fruchtpulver als auch den 25%igen Extrakt bezeichnen). Der Anthocyangehalt der Rohstoffe ist aber um den Faktor 25 verschieden, demgemäß ist der standardisierte Rohstoff auch erheblich teurer im Einkauf. Fragen Sie also im Zweifel immer nach, wobei nur bei Verwendung des standardisierten Extraktes auch ein exakter (garantierter) Anthocyangehalt ausgewiesen werden kann, da dieser nur beim Extrakt laboranalytisch bestimmt wurde.

    Zum Sinn von Nahrungsergänzungsmitteln möchte ich anmerken, dass diese natürlich keine Wundermittel sind, aber eine Möglichkeit, sich regelmäßig und bequem mit erwünschten Substanzen in konzentrierter Form zu versorgen. Und das die Ernährung einen wichtigen Einfluss auf die Gesundheit hat, dürfte bekannt sein. Beeren gelten unter Ernährungswissenschaftlern und Altersforschern durchaus als Nahrungsmittel mit besonderem Potenzial (sind also besonders gesund), das gilt selbstverständlich auch für frische Beeren und nicht nur für die Heidelbeere.

    Viele Studien wurden deshalb mit Extrakten aus der Heidelbeere durchgeführt, da Produkte mit diesem Rohstoff (viele andere Beeren sind als Konzentrate nicht erhältlich) gängig sind. Wer die Wirkungen objektiv beurteilen möchte, kann nach Studien in einschlägigen Datenbanken (z.B. Pubmed) recherchieren. Dabei sollte klar sein, dass viele Studien Wirkungen von Substanzen im Reagenzglas (in vitro) oder im Tierversuch (in vivo) testen, so das beobachtete Wirkungen nicht 1 zu 1 auf den Menschen übertragen werden könnnen. Aufschlussreich sind Studienergebnisse aber dennoch und die objektivste Möglichkeit, sich über Wirkungen zu informieren. Folgende Studienübersicht zur Myrtillus-Beere habe ich im Rahmen der Produktentwicklung recherchiert. Aus den Titeln der Studien (auf die ja teilweise in der Werbung Bezug genommen wird) wird auch deutlich, dass es um die Heidelbeere (englisch blueberry bzw. botanisch vaccinium mytillus) geht.

  37. Heidi A. sagt:

    Hallo,

    ich habe mir vor einem Jahr Schwarzbeer-Samen aus dem Internet schicken lassen weil ich neugierig war. Diese habe ich angepflanzt und es sind auch Pflanzen mit Früchten geworden. Da wir im Garten Blaubeeren, Kulturheidelbeeren, schwarze Johannisbeeren, Jostabeeren, Jochelbeeren, Brombeeren haben kann ich nur sagen dass es KEINE der oben genannten ist. Auch habe ich mir Aroniabeere angeschaut, die ist es auch nicht. Diese Schwarzbeere gibt es wirklich und man kann sie auch roh nicht essen, sondern muss sie zu Marmelade verarbeiten.

  38. Klaus sagt:

    Hallo,
    ich möchte die Meinung von Steffen (Nr.30, 09.05.2007) bestätigen.
    Leide seit 2001 am Tinnitus, extreme Verschlimmerung seit Oktober diesen Jahres. Wer das einmal mitgemacht hat, versucht alles. Nehme auf Anraten eines Freundes seit zwei Wochen diese Kapseln (Herstellername entfernt, d. Red.) und mache die gleichen Erfahrungen wie Steffen: Der Tinnitus schwankt, von unerträglich bis wenig wahrnehmbar. Werde es in jedem Fall weiter probieren – auch bei dem Preis! – und weiter hoffen.
    Wäre dankbar für Berichte anderer…

    Gruß
    Klaus

  39. Holger Lynen sagt:

    Habe zu dem Thema einen guten Artikel in der PZ gefunden:

    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=2890

    Desweiteren eine klärende Grafik in einer Studie, Stichwort “Synergie”: Dort sieht man sehr deutlich dass es nicht auf eine einzige Pflanzensorte ankommt, sondern auf eine breite Fächerung verschiedener Nahrungspflanzen, um bereits in geringer Dosierung Effekte zu erzielen:

    http://jn.nutrition.org/cgi/content/full/134/12/3479S/F7

    Liebe Grüße
    ;o) Holger

  40. Stefan Krüger sagt:

    Für wie dumm halten diese *** [entfernt, bitte keine Beleidigungen, danke - Anm. d. Red.] eigentlich den kranken Menschen.
    Es gab in der DDR einen Rohrreiniger, der die Abflußrohre reinigen sollte, aber festsitzende Kalkablagerungen hat der nicht wegbekommen.
    Nun eine Beere, die genau so in unseren Adern wirken soll.
    Warum noch Kardiologen mit meinem Problem beschäftigen?
    Aber manch ein Betroffener klammert sich an jeden Strohhalm und das Geschäft blüht.
    Gruß an alle Herzkranken Stefan!

  41. GudrunA sagt:

    Hallo, habe kürzlich kleine Pflänzchen der besagten Schwarzbeere bekommen und bin nun etwas verwirrt, weil es hier heißt, daß man sie nicht roh essen kann.
    Stimmt das?
    Voriges Jahr hatten Bekannte diese Beeren und gaben sie uns roh zum Probieren und haben auch selber die Früchte gleich vom 1m hohen Strauch gegessen.

  42. Beate sagt:

    Hallo, habe vor 2 Jahren eine kleine Pflanze unter der Bezeichnung “Schwarzbeere” im Freilichtmuseum Neuhausen o.E. an einem Stand mit alten Kulturpflanzen gekauft. Wider Erwarten entwickelte sich die Pflanze prächtig und die zahlreichen, schwarzen Beeren haben mir (übrigens nur direkt vom Strauch) ganz gut geschmeckt. Ich finde, dass der Geschmack weder dem der Johannisbeeren (nicht so sauer)noch dem der Heidelbeesren (nicht so “intensiv”) ähnelt. Die Planze ging dann erwartungsemäß im Winter ein, im nächsten Frühjahr war ich dann aber erstaunt, dass sie sich selber ausgesät hatte. Ich musste viele Pflanzen ausreißen, denn sonst wäre nichts anderes mehr gewaschen. Da ich doch eigentlich ein sehr misstrauischer Mensch bin, habe ich dann versucht Informationen über diese Pflanze einzuholen, ob der Verzehr wirklich unbedenklich ist oder vielleicht sogar gesund…? Ich musste jedoch feststellen, dass niemand diese Pflanze kannte und auch im Internet bin ich nicht fündig geworden. Ein Bekannter hat für mich dann auf dem diesjährigen Markt im Freilichtmuseum nachgefragt, konnte aber keinen Stand finden, der das Gewächs anbot. Nächstes Jahr, wenn wieder Markt im Freilichtmuseum ist,werde ich auf jeden Fall nochmals nachfragen(mit Foto und Setzling gewaffnet, ich bin nämlich nicht nur misstrauisch sondern kann auch sehr hartnäckig sein…!

  43. andreas sagt:

    wer kann mir ein pflänzchen schwarzbeere verkaufen–andreas

  44. Bernhard Steiger sagt:

    Hallo
    Die russische Putzfrau, meiner Nachbarin, meinte die Beere hiese ” paslön “.
    Sie essen die Beeren immer roh. Sie hat sehr darum gebeten die Beeren alle ernten zu dürfen.
    Die Beeren gehen hier,Vorderpfalz, seit 2 Jahren wie Unkraut auf; Vögel? Wenn man die Beeren wachsen lässt werden die Streucher fast einen Meter hoch.

  45. Norbert sagt:

    Was sind denn das für leckere Beeren?
    Dees san Hoiwa*.
    Was bitte?
    Heidelbeeren Blaubeeren…
    Die sind aber rot!
    Ja, dee san ja aa no grea**.

    * Hoiwa = bayrisch für Heidelbeeren
    ** grea = grün = unreif

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