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Rauchen – aufhören gerne, aber wie?

2. März 2007 von Manuel  
Abgelegt unter Gesundheit

artikel-112Morgen höre ich auf, ehrlich! Nur noch diese eine Zigarette…” Welcher Raucher hat sich das nicht schon so manches Mal behauptet? Ja, auch ich habe das in meiner aktiven Zeit als Raucher häufig gesagt. Und sogar ein Jahr ohne Glimmstengel durchgehalten – bloß, um dann wieder anzufangen. Ganz schön dumm, ich weiss ;-) Aber – die Nikotinsucht ist sehr tückisch. Die angeblich so schlimme körperliche Abhängigkeit ist Quatsch, aber der Kopf macht´s. Es ist das kleine “Nikotinmonster” (Zitat von Allen Carr), was uns einredet, dass das Aufhören so verdammt schwer ist.

Für die noch aktiven Raucher, gibt es übrigens den Zigaretten-Rechner. Auf dieser Website kann man seinen “Tagesbedarf” angeben und die Länge seiner Raucherkarriere. In schönen Statistiken bekommt man dann aufgezählt, wieviel Geld, Gesundheit und Glimmstengel man schon in die Luft geblasen hat. Sehr erschreckend, wenn man es einmal selbst macht. Aber, auch diese nette Seite wird den wirklich süchtigen Raucher nicht zum Abstinenzler werden lassen. Was hilft einem denn wirklich gegen die Sucht?

Wie schon zuvor erwähnt, die psychische Abhängigkeit macht uns den Verzicht auf das tödliche Nikotin so schwer. Wenn man die Suchmaschinen anschmeißt, so bekommt man erschreckend viele Treffer. Sucht man nach “rauchen aufhören” so erhalt man knapp 700.000 Treffer. International versucht man ebenfalls von der Kippe wegzukommen. “stop smoking” findet man auf 11.000.000 Webseiten. Nicht alle Tipps, die so im Netz herumschwirren, sind wirklich hilfreich. Und ähnlich wie beim Schluckauf gibt es sicher so viele “Geheimrezepte” wie es Betroffene gibt ;-) Es gibt sogar ausufernde Diskussion um sogenannte “Biozigaretten“, die keine Tierversuche benötigen und nicht (so) abhängig machen sollen. Pech, dass auch dort Nikotin drin ist. Und das ist nun mal der Suchtstoff, der einen immer wieder zur Zigarette greifen lässt…

Was hat mir geholfen? Neben dem schon erwähnten “Nichtraucher-Buch” von Herrn Carr (was für das erste rauchfreie Jahr verantwortlich zeichnete) war es schließlich meine Freundin, die mir geholfen hat. Und zwar dadurch, dass wir gemeinsam aufgehört haben zu rauchen. Von heute auf morgen. Zwar mit Ankündigung des entsprechenden Tages, aber dann konsequent. Und es hat funktioniert! Einfach, weil man den Halt des anderen hatte, und sich automatisch in einen Wettbewerb begab (Ich halte durch! Du kannst ja gerne eine rauchen, wenn Du willst…). Robert (basicthinking.de), ein passionierter Raucher, möchte gerne versuchen, das Problem auf “web-zwo-punkt-null”-Art zu lösen, mit einer User-Plattform. Ich wünsche ihm viel Glück dabei. Er mag recht haben, dass Öffentlichkeit (die Ankündigung, dass man nicht mehr raucht) einen Druck erzeugt, das Rauchen nicht wieder anzufangen…

…Ich glaube aber, dass all diese ganzen Selbsthilfegruppen, egal ob im Internet oder im realen Leben (gibt es eigentlich die anonymen Raucher?) ein ganz massives Problem haben: Durch das ganze Tamtam mit dem ach so schweren Aufhören machen sie einen großen Fehler. Sie sorgen dafür, dass das Nikotinmonster allen Teilnehmern groß und mächtig erscheint. Und somit wird das Aufhören (bzw. das Nichtwiederanfangen) für viele Betroffene schwerer gemacht, als es eigentlich ist. Der blanke Unsinn ist in meinen Augen das Hilfsmittel “Nikotinpflaster”. Super – das ist ja so, als würde man einem Trinker, der aufhören möchte, in regelmäßigen Abständen etwas Alkohol spritzen, damit er sich langsam entwöhnt. Quatsch? Nein – das Erfolgsrezept des Nichtrauchers ist: nicht zu rauchen. Die letzte Zigarette muss die letzte Zigarette gewesen sein. Wer aufgehört hat, darf nie wieder eine Kippe anzünden und rauchen. Punkt. Basta. Jeder trockene Alkoholiker wird einem bestätigen, dass er durch Alkohol (und sei es auch nur das Geburtstagsgläschen Sekt) wieder rückfällig wird. Und so ist es auch bei Rauchern. Wer nach dem Schlussstrich auch nur eine Zigarette raucht, hat die ganze Prozedur umsonst gemacht. Denn er oder sie wird über kurz oder lang wieder zum regelmäßigen Raucher. Es sind also eigentlich “nur” zwei Punkte, über die man sich als Raucher klar sein muss. Erstens: ich bin süchtig. Zweitens: Nur wenn ich nicht mehr rauche, kriege ich meine Sucht in den Griff. Bei mir hat dieser Prozess fast 10 Jahre gebraucht (vom Anfang bis zum Ende meiner Zigarettenkarriere), und ich drücke allen Leuten beide Daumen, die aufhören wollen, dass sie es auch schaffen. Mit welcher Methode das letztendlich funktioniert, ist dabei egal – Hauptsache die Kippe bleibt aus ;-)

(Linktipp via Basicthinking) Bildnachweis: 1. Screenshot zigarettenrechner.de

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Kommentare

6 Kommentare zu “Rauchen – aufhören gerne, aber wie?”
  1. endlichraucher.de sagt:

    “Wenn du zu viel säufst, geht die Leber am Alkohol kaputt. Wenn du zu viel rauchst, haut’s die Lunge auseinander. Aber das Hirn lässt sich mit allem Blödsinn füllen – es bleibt schmerzfrei.” – Richard Rogler

  2. Andy sagt:

    Ich habs mit Nikotinkaugummi geschafft ;-) .

  3. AMUNO sagt:

    Hi,
    ach egal, gerade eh alles blöd, bin gerade selbst dran und bin noch voll auf Entzug.
    http://www.literaturasyl.de/?p=992

    Dir Toi,Toi,Toi

    Gruß

    AMUNO

  4. Sophie sagt:

    Am besten fängt man nicht an zu rauchen…

    Ist vielleicht nicht so hilfreich für Raucher… :D

  5. Heiko sagt:

    Hallo Sophie !
    Finde ich volle doof von Dir der Satz.
    Bin seit 7 Monaten überdurchschnittlicher
    Raucher. Welcher mir die 1. Zigarette (wohlweislich ich bin 35 Jahre Nichtraucher gewesen) gab,
    war eine Frau. Könnte sie heute noch schlagen…
    Jetzt bin ich am x. Versuch. Muß das wohl im
    Urlaub machen…

  6. kifferle1 sagt:

    guede nobend erschmol

    also i bin jo en ganz en brave i rauch oemol am daag un zwar selbscht gmachte teekippä. epfelgschmack. i due oefach a hüls mit filter nähme un sellt nie kunnt oefach früchtetee vom müller nie. isch dess etze schädlich oder ittä? frei mi uf eire antword! liiebä griäß der dschungelschlangenmensch

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