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29. July 2010 | Nachrichten Feed

The Biggest Loser

13. Januar 2009 von Manuel  
Abgelegt unter Gesundheit

Abnehm-Show the Biggest Loser auf Pro7Fernsehen macht dick, sagt der Volksmund. Wenn es nach dem Willen von ProSieben geht, dann macht Fernsehen schlank, zumindest für die 14 Kandidaten von “The Biggest Loser”. Zusammen wiegen diese 1.800 Kilo. Das Ziel des Wettkampfs: Wer am meisten abnimmt, ist „The Biggest Loser“ – und gewinnt 100.000 Euro.

14 Kandidaten verlieren Gewicht und Gesicht

Deutschland sucht das Super-Moppelchen? So ähnlich, allerdings wählen bei dieser Show nicht die Zuschauer per kostenpflichtigem Telefonvoting, sondern die Kandidaten schmeißen wochenweise einen der Teilnehmer raus. Zwei Fitnesstrainer (Wojtek und Nele) sowie eine Ernährungsberaterin (Jola) begleiten das Spektakel. Letzten Donnerstag war der Start der Serie – und um die Spannung gleich wieder rauszunehmen – am Ende musste eine Kandidatin (Doris) die “Hacienda” mit den schnuckeligen Mehrbettzimmern in der Nähe von Budapest verlassen. Was bliebt von 93 Sendeminuten (ohne Werbung)? Ein paar hölzerne, Sendeminuten-schindende Moderationen von Katharina Witt (nix neues im Zuge von Deutschland sucht den Superstar, Popstars etc.), die persönlichen Schicksale der Kandidaten, ein paar Ernährungstipps (Keine Zwischenmahlzeiten! Keine Diät-Cola!) und die knackigen Fitness-Trainer, die mit straffen Bauchmuskeln und schlaffen Tschaka!-Rufen glänzten.

The biggest Loser – der Zuschauer?

Sehr schade finde ich, dass die Ernährungshinweise viel zu kurz gekommen sind. Bis auf zwei kurze Einblendungen (was wird gegessen, wieviele Mahlzeiten etc.) kam da nix. Natürlich ist das Format auf die Personen ausgerichtet, klar. Aber somit ist wieder einmal mehr dem Voyeurismus gedient, als den Zuschauern, die nicht nur gucken sondern auch abnehmen wollen. Warum sind die 14 Kandidaten so fett geworden? Wird nicht angesprochen. Wie sollen sie nach der Extrem-Situation (Isolierung vom persönlichen Umfeld, täglich Sport und Aufsicht von Ernährungsexperten) weiter ihr Gewicht halten, bzw reduzieren? Wurde nicht gesagt. Thematisierung von Biolebensmitteln, Gefahren von zu stark industrialisiertem Essen? Fehlanzeige. Mitnehmen konnte der Zuschauer, dass es möglich ist, unter strenger Aufsicht innerhalb einer Woche im Schnitt 4,5 Kilo abzuspecken und bei sehr großem Anfangsgewicht sogar 7 Kilo. Und das man beim dicken Brummi-Tauziehen (ja, Stereotypen sind was feines…) einen Beutel mit Fett “gewinnen” kann. Toll.

Aber, noch ist die Show jung, wer weiß was noch passieren wird. Allerdings dürften nur sehr leidensfähige TV-Konsumenten jeden Donnerstags von 20.15 bis 22.15 Uhr vor den Bildschirmen ausharren. Wohl dem, der sich mit einer schnellen Internet-Verbindung auf der Pro7-Website die Folgen häppchenweise ansehen kann. Da kann man dann auch schon mal einen Gang auslassen, pardon – ein wenig vorspulen, falls mal wieder etwas zu “dick” aufgetragen wird… :-)

Bildnachweis: Foto von aboutpixel.de / edfred

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Kommentare

3 Kommentare zu “The Biggest Loser”
  1. Horst sagt:

    Du glaubst doch nicht wirklich, dass die über die Produkte herziehen werden, die dann in den Werbepausen beworben werden, oder?
    8-)

  2. Hennii sagt:

    Na, Hintergründe, wieso, weshalb, warum interessieren auch keinen, da es eine reine “Unterhaltungssendung” ist auf Kosten der Teilnehmer. Keiner Zuschauer wird sich für die Umstände interessieren, die Dicken leiden mit und die “Normalen” haben ihren Spaß. Toll!

  3. Hallo,

    bei the biggest Loser ging es den Kandidaten nur anfangs um das Abnehmen. Als bekanntgegeben wurde, dass der Sieger 100000 Euro erhält – war die Gewichtsreduktion nur noch Mittel zum Zweck.

    Es wurden den Zuschauern leider viel zu wenig Abnehmtipps gegeben.

    Der Sieger hat in 10 Wochen ca. 31 Kilo abgenommen – schöne Grüße an den Jojo-Effekt, der garantiert nach dieser Crashdiät folgen wird. Zumal dieser Kandidat einen sehr labilen Eindruck hinterlassen hat.

    Ein Lob muss ich an Wojtek aussprechen. Er hat einen guten Job gemacht. Zu den Trainingsmethoden von Nele gebe ich lieber keinen Kommentar ab!

    Gruß Mario

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