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Trekkingstöcke sinnvoll oder Luxus?

26. Juni 2007 von Manuel  
Abgelegt unter Gesundheit

Wanderstöcke mit Kork und SchlaufenWer (Berg)Wandern geht, braucht neben Kondition und schöner Wanderroute auch ein wenig Equipment. Gutes Schuhwerk, einen Rucksack und passende Kleidung. Wenn man dann auf Routen unterwegs ist, wo einem andere Wandergenossen entgegenkommen sieht man sie: Wanderstöcke. Mit dem Bild des knotigen Stocks aus Holz mit Eisennagel untendran haben moderne Trekkingstöcke aber nicht mehr viel zu tun. Meistens treten sie paarweise auf, sind aus Aluminium und haben Handschlaufen (was die Verwandtschaft zu den Skistöcken verrät).

Die ersten Teleskopstöcke für Bergsteiger wurden laut Wikipedia 1974 von der Schweizer Firma Leki herausgebracht. Mittlerweile gibt es eine Auswahl an verschiedenen Anbietern und Modellen. Die heute in jedem Outdoor-Laden herumhängenden Metallstöckchen gibt es seit den 1990er Jahren. Schön und gut – aber, braucht man zum Wandern nun Trekkingstöcke oder sind sie nur Geldverschwendung?
Meine ersten ernsthaften Wanderung habe ich ohne Stöcke gemacht, da ich der Meinung war, dass das wirklich nur Schnickschnack sei und eine unnütze Last beim Wandern wäre. Das gerade die Generation 50+ mit derartigen Stöckchen unterwegs ist, machte die Hilfsmittel in meinen Augen nicht attraktiver ;-) Trekkingstöcke kosten im Schnitt zwischen 30 und 80 Euro (einige Marken auch noch drüber) – solch eine Investition schien mir “für mal ausprobieren” etwas zu hoch. Aber vor ein paar Wochen gab es für 20 Euro ein paar Trekkingstöcke bei einem Diskounter – ideal zum testen!

Bergwandern - AufstiegNach ein paar Wanderungen “mit”, weiss ich jetzt Bescheid. Erstens: es lohnt sich wirklich, mit Wanderstöcken loszuziehen! Zweitens: Es wird sicher nicht lange dauern, und dann kommen “richtige” Trekkingstöcke ins Haus – die jetzigen sind zwar brauchbar, aber wer weiss wie lange sie halten. In den Trekking-Foren laufen natürlich die üblichen Grabenkämpfe (Leki! vs Komperdell!), aber wichtig ist weniger der Name drauf, als vielmehr dass sie bequem in der Hand liegen, vernünftig lange Schlaufen haben und vor allem dass die Verschlüsse halten. Mit den noName-Stöckchen haben sich schon 2-3 Mal die Verschlüsse gelöst, was ein mühsames Nachstellen mit sich bringt.

Aber, es gibt nicht nur Vorteile – gerade im Dauertest kann es zu Problemen kommen, so wird von Gleichgewichtsstörungen berichtet, wenn man dann mal ohne Wanderstöcke unterwegs ist. Auch schwören die einen Anwender auf Verwendung beim Abstieg aber nie nie nie beim Aufstieg, andere sehen das genau umgekehrt. Nun, ich werde es wohl selbst herausfinden müssen. Bislang jedenfalls bin ich sehr zufrieden mit meiner Entscheidung, auf Wanderungen zum “Vierbeiner” zu werden. Längeres Durchhalten, weniger Belastungsschmerzen und gerade beim Abstieg im Geröll ein wenig Extrahalt… Ich bin mittlerweile pro Stock! :-)

Bildnachweis: pixelretter.de

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