Naturkosmetik zum Selbermachen
Not macht bekanntlich erfinderisch… Als ich vor elf Jahren nach England zog, um mich dort als selbständige Übersetzerin niederzulassen, musste ich trotz aller Begeisterung für Land und Leute feststellen, dass es in “Good Old England” ein paar für mich wichtige Dinge einfach nicht zu kaufen gab. Weder konnte ich vernünftiges Vollkornbrot bekommen, noch gab es (ausser in London und Birmingham) naturkosmetische Produkte zu kaufen, die man in Deutschland in jedem Reformhaus oder Naturkostladen erhalten kann. Also, her mit der Brotform und dem Salbentiegel!
Man kann viel gegen “die Deutschen” sagen, aber mit einem haben sie wirklich Glück – ihrem Brot. Wenn man wie ich Wert auf “vernünftiges” Vollkornbrot legt, also aus biologisch oder aus herkömmlich angebautem Getreide hergestellt, muss man (nicht nur) in Großbritannien kräftig schlucken. Nämlich mit nur etwas Kleie angehauchte und durch zu viel Hefe aufgeblähte, recht fade schmeckende Laibe, die man mühelos zu einem Zehntel ihrer ursprünglichen Größe “zusammenknautschen” kann. Gut, backen ist nicht allzu schwer, so konnte ich diesen Mangel durch mein eigenen Brot aus biologischem Vollkornmehl wettmachen. Größere Sorgen bereitete mir (ganz Frau!) das zweite Problemkind – die Kosmetik.
Ich spreche hier insbesondere von Gesichts- und Körpercremes der in Reformhaus- und Naturkostladenkreisen einschlägig bekannten Naturkosmetikmarken. Ich denke, ich sollte an dieser Stelle kurz erwähnen, dass ich eine “eingefleischte” Vegetarierin bin und ehemals Mitbesitzerin eines der ersten Naturkostläden in Deutschland war. Das mag die Tragweite meines Problems unterstreichen.:-) Es schien, als blieben mir nur zwei Möglichkeiten, entweder bei Besuchen in Deutschland einen “Hamsterkauf” zu machen, oder die besagten Cremes teuer übers Internet zu kaufen. Da ich mir der Bedeutung der Haut als wichtiges und größtes Organ unseres Körpers bewusst bin, über die wir unter anderem auch alle möglichen in konventionellen Hautpflegeprodukten enthaltenen Chemikalien in unseren Körper aufnehmen, konnte ich mich einfach nicht dazu entschließen, auf diese Produkte zurückzugreifen.
Selbstgemachte Kosmetik ist günstiger
Um meinen gewohnten “Hautpflegestandard” ohne Großeinkäufe in Deutschland oder im Internetbusiness zu zahlende Höchstpreise aufrecht zu erhalten, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Die erste Lösung, eine alternative, dem Reformhaus- oder Naturkostladenniveau entsprechende Ladenkette in England zu gründen, entfiel aus mangelndem Elan (vielleicht wäre ich dann jetzt die Inhaberin von Bodyshop!) und zuviel gesundem Menschenverstand. Auf die zweite, eigentlich recht naheliegende Lösung, meine eigenen Cremes herzustellen, kam ich erst später. Ich kaufte mir Bücher über Aromatherapie und essenzielle Öle und wurde durch das Lesen ganz und gar in ihren Bann gezogen. Essenzielle Öle hatte ich schon lange wegen ihres herrlichen Dufts in Öllampen verwendet, mich aber nicht weitergehend mit ihnen beschäftigt. Jetzt da ich erfuhr, dass man sie nicht nur zur Beeinflussung des mentalen Wohlbefindens oder als Alternative zu Parfümen sondern auch zur gezielten Körperpflege einsetzen kann, stand für mich fest, dass “Do it yourself” angesagt war.
Natürliche Inhaltsstoffe gesucht
Ich begab mich in das britische Äquivalent zur Neuform-Kette “Holland & Barrett” (um ganz ehrlich zu sein: Gegenstück zu Neuform ist eine maßlose Übertreibung! Das Produktsortiment besteht größtenteils aus Nahrungsergänzungen und Vitaminpillen), wo ich nach einiger Suche auch fündig wurde. Ich erwarb eine neutrale, überwiegend aus natürlichen Inhaltstoffen zusammengesetzte Basiscreme sowie reines Süßmandelöl. Das Mandelöl versetzte ich mit einer meinem Hauttyp und Alter entsprechend zusammengestellten Komposition aus essentiellen Ölen, natürlichem Vitamin E Öl und Nachtkerzenöl, abgerundet durch einen Hauch von reinem Rosenöl und Voila! Ich hatte mein erstes “selbstgebrautes” Körperöl.
Ähnlich einfach “bastelte” ich mir eine Gesichtscreme. Alles was ich dazu brauchte, war neben der Basiscreme etwas reines Aloe Vera Gel sowie aufeinander abgestimmte essentielle Öle und ein wenig Nuss- und Jojobaöl. Durch Ausprobieren und variieren konnte ich die Rezepturen für Bodyöl und Creme im Laufe der Zeit noch verbessern. Mittlerweile versorge ich eine Reihe meiner Familienangehörigen und Freunde mit hausgemachten Cremes. Alle sind sehr damit zufrieden: die Haut wird auf natürliche Weise gepflegt, und die Herstellung ist extrem günstig. Tja, so kann man aus der Not eine Tugend machen! Übrigens, mittlerweile ist die Do-it-Yourself-Welle auch im Internet angekommen. In vielen Foren gibt es praktische Tipps zur selbstgemachten Kosmetik und in Webshops findet man günstig jede Menge Rohstoffe für Naturkosmetik.
In meinem nächsten Artikel werde ich übrigens das Rezept für eine Aftershave-Creme verraten, die speziell für empfindliche Männer geeignet ist. Außerdem werde ich für vitalGenuss eine spezielle Handcreme für “hart arbeitende” Hände (Risse und Entzündungen) zusammenrühren.
Bildnachweis: 1. AboutPixel.de, 2. + 3. Photocase.com

Selbsgemachte Kosmetik ist nicht nur billiger, man kann auch sicher sein was drin ist
Selbsgemachte Kosmetik ist nicht nur billiger, man kann auch sicher sein was drin ist

:D:D:D
Also das ist schon Cool
Bis denn
TRUNDA
das war ich die Leonie isabella penelope zita esmerdalda guiletta mogula Perfecto
;)
Bis dennn
:)